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Sitzung

Schnelles Netz ist Dauerthema

Ebermannsdorfer Rat legt neun neue Gebiete für den Breitbandausbau fest. Pittersberg und Frauenlohe sind nicht dabei.

  • Das zweite Ausschreibungsverfahren des Gemeinderates für den Breitbandanschluss ist auf dem Weg. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
  • Der Kindergarten Sonnenschein bekommt eine vierte Gruppe. Foto: abl/Archiv

Ebermannsdorf.Bei der jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat Ebermannsdorf mit der Festlegung der Gebiete zum zweiten Ausschreibungsverfahren für den Breitbandausbau beschäftigt. Im ersten Ausschreibungsverfahren wurden die Bereiche Schafhof, Diebis, Ipflheim und der gemeindliche Bauhof festgelegt.

Das Gremium hat sich nun entschieden, mit folgenden Erschließungsgebieten ins Ausschreibungsverfahren zu gehen: Breitenbrunn, Kläranlage Pittersberg, Au, Herflucht, Arling, Brunnen Arling, Hochbehälter Pittersberg und Niederarling. Bei den Orten Pittersberg und Frauenlohe werde derzeit noch geprüft, ob diese förderfähig sind. Pittersberg gelte aktuell nicht als weißer Fleck, da der Ort durch die Firma Jobst DSL hinsichtlich des Breitbandanschlusses abgedeckt sei. Da trotzdem die erforderliche Mbit-Leistung nicht gegeben scheint, möchte der Breitbandpate Gemeinderat Vornlocher versuchen, mithilfe von Pittersberger Bürgern weitere Messungen durchzuführen, und gegebenenfalls in Verbindung mit der Firma Jobst Verbesserungen anzustreben.

Jugendpflegerin zu Gast

Sollten keine Verbesserungen eintreten, wird überlegt, in einem dritten Ausschreibungsverfahren mit Pittersberg ins Rennen zu gehen. Als Gast in der Sitzung war die kommunale Jugendpflegerin Claudia Mai. Sie stellte ein Konzept für die kommunale Jugendarbeit vor. „Durch die zunehmende Bedeutung der Kinder- und Jugendpolitik steigen die finanziellen Aufwendungen der Gemeinden“, sagte sie. Man sei deshalb bestrebt, die gemeindliche Jugendarbeit im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit auf vier Gemeinden zusammenzufassen.

Die Betreuung der Gemeinden soll durch eine pädagogisch ausgebildete Vollzeitkraft erfolgen, deren Stundenzahl, je nach Größe und Bedarf der Gemeinde, aufgeteilt wird. Für Ebermannsdorf errechnete Mai ein Aufkommen von fünf Stunden pro Woche. Der Gemeinderat will in der nächsten Sitzung darüber entscheiden, ob die Gemeinde diesem Bündnis beitritt.

Betreuung der Kinder

  • Kindergarten: Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die ab September neu errichtete vierte Kindergartengruppe provisorisch in der Mehrzweckhalle des Kindergartens Sonnenschein untergebracht wird und die dafür notwendigen Umbaumaßnahmen vorgenommen werden.

  • Buchungszeiten: Außerdem hat der Gemeinderat Ebermannsdorf in diesem Zuge eine Änderung der Bezeichnung der täglichen Durchschnittsbuchungszeiten in der Kindergartenordnung beschlossen. Die Elternbeiträge bleiben dadurch jedoch unverändert.

Danach hatte das Gremium über den Antrag des Jugendbeirates auf Errichtung eines Beachsandplatzes zu entscheiden. Der Beachsandplatz soll als Station am Weg der Generationen zur sportlichen und gesellschaftlichen Betätigung aller Altersstufen, insbesondere der Jugend, errichtet werden. Der Sandplatz soll den Namen „Iuvare“ erhalten. Der Gemeinderat beschloss, dem Antrag des Jugendbeirats zuzustimmen, sofern durch Leader-Fördergelder oder durch Spenden und Eigenleistungen der Gemeinde Ebermannsdorf maximale Kosten in Höhe von 10 000 Euro entstehen, und der Jugendbeirat alle ein bis zwei Wochen den Platz harkt und planiert. Für die bevorstehende Landtags- und Bezirkswahl wird eine Wahlhelferentschädigung von 40 Euro pro Wahlhelfer festgesetzt. Findet am Wahltag zusätzlich ein Volksentscheid statt, wird den Wahlhelfern ein Erfrischungsgeld von 45 Euro gezahlt.

Nächtliche Partys ein Ärgernis

Des Weiteren befassten sich die Räte damit, welche Möglichkeiten die Gemeinde hat, zu reagieren, wenn nachts ungenehmigte Partys stattfinden. Des Öfteren gehen Beschwerden von Anwohnern wegen nächtlicher Ruhestörung ein und die Gemeinde wird aufgefordert, diese Veranstaltungen zu unterbinden oder auch zu sanktionieren. Bürgermeister Josef Gilch möchte den Bürgern ans Herz legen, doch in diesen Fällen die Polizei zu rufen, zumal die Gemeinde von diesen Veranstaltungen zuvor keine Kenntnis hat.

Die Gemeinde Freudenberg beschloss die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage Freudenberg auf Fl.Nr. 350, Gemarkung Etsdorf“ mit integrierter Grünordnung und Änderung des Flächennutzungsplanes. Als Träger öffentli cher Belange wurde die Gemeinde Ebermannsdorf daran beteiligt und um Stellungnahme gebeten. Der Gemeinderat erhob keine Einwendungen gegen die Planungen der Gemeinde Freudenberg.

Der Gemeinderat erteilt sein Einvernehmen zum Bauantrag der DFMG Deutschen Funkturm GmbH auf Neubau eines 50 Meter hohen Schleuderbetonmastens mit sechs Meter Aufsatzmast. Bereits in mehreren, vorherigen Sitzungen hatte sich das Gremium mit der Errichtung des Mobilfunkmastens an dem Standort beim Lärmschutzwall in Ebermannsdorf befasst und einen entsprechenden Mietvertrag abgeschlossen.

Außerdem wurde der Bauantrag von Elke und Gunter Walzenbach auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage, Carport und Nebengebäude in Diebis genehmigt.

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