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Auszeichnung

Lebensqualität Demenzkranker stärken

Initiativen der AOVE im Kreis Amberg-Sulzbach sind beispielhaft. Dafür gab es den dritten Preis beim Bayerischen Demenzpreis.

Aus den Händen von Ministerin Melanie Hummel (Dritte von rechts) und Laudatorin Sina Wicht (rechts) nahmen die Vertreter der AOVE den dritten Preis des erstmalig verliehenen Bayerischen Demenzpreises in Empfang.
Aus den Händen von Ministerin Melanie Hummel (Dritte von rechts) und Laudatorin Sina Wicht (rechts) nahmen die Vertreter der AOVE den dritten Preis des erstmalig verliehenen Bayerischen Demenzpreises in Empfang. Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Hahnbach.Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml verlieh erstmals den Bayerischen Demenzpreis. Die „Demenzfreundliche Region Obere Vils-Ehenbach“ wurde im Schloss Dachau mit dem dritten Preis, dotiert mit 1000 Euro, ausgezeichnet! Der erster Preis in Höhe von 3000 Euro ging an das Seniorenstift Juliusspital Würzburg für das Projekt „Stiftsschöpple im Juspi – Demenzkranke helfen im Weinberg mit“. Das Caritas-Mehrgenerationenhaus Taufkirchen erhielt für das Projekt „Demenz geht uns alle an“ den zweiten Preis, für den es 2000 Euro gab.

Huml betonte anlässlich der Preisverleihung, die 77 Bewerbungen würden zeigen, dass in ganz Bayern zahlreiche gute Projekte umgesetzt werden. „Vielen Menschen liegt die Unterstützung von Demenzkranken und deren Angehörigen am Herzen – und sie haben kreative Konzepte dafür vorgelegt.“ Dieses Engagement wolle man mit dem neuen Bayerischen Demenzpreis würdigen.

Eingereicht wurden sowohl Projekte aus dem ambulanten und stationären Bereich, als auch Lokalkampagnen und Bürgerinitiativen, wie die Ministerin erläuterte. Die zahlreichen Bewerbungen würden zeigen, dass die Bayerische Demenzstrategie gelebt werde. „Wir wollen unter anderem erreichen, dass die Lebensqualität für die Erkrankten und ihrer Angehörigen verbessert wird. Und wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass den Betroffenen ein Leben in der Mitte unserer Gesellschaft möglich ist“, so Huml.

Den Menschen sei zunehmend bewusst, dass Demenz jeden betreffen könne – ganz unmittelbar oder durch die Demenzerkrankung eines nahestehenden Menschen. Klar sei auch, dass demenziell Erkrankte und ihre Angehörigen auf Unterstützung angewiesen seien. „Sie brauchen ein Umfeld, das sie auffängt und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Wir sind also alle gefragt“, machte die Ministerin deutlich.

Sina Wicht, Jurymitglied und Generationenbeauftragte des Landkreises Bamberg, würdigte in ihrer Laudatio die Besonderheiten des AOVE-Projektes „Demenzfreundliche Region Obere Vils-Ehenbach“. Das Tolle an diesem Netzwerk, so Wicht, sei das lokale Netzwerk, in dem mit vereinten Kräften Synergien geschaffen werden und in verschiedenen Ebenen abgestimmt agiert werde – von der Politik über die professionellen Anbieter bis hin zu aktiven Vereinen.

Dass in dem Projekt Kommunen nicht nur gewonnen werden konnten, sondern dass diese den Prozess mit initiiert haben, maßgeblich mitgestalten und finanzieren, sei etwas ganz Besonderes mit hoher Signalwirkung, freute sich die Laudatorin. „Es wurden Angebote geschaffen, die die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen dauerhaft und bedarfsgerecht stärken.“

Dieses Lob und die Auszeichnung mit dem dritten Preis freute die Vertreter der AOVE natürlich. Mit stellvertretendem Landrat Franz Birkl, AOVE-Sprecher Bürgermeister Bernhard Lindner aus Hahnbach und AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer waren die Projektleiterin von „Alt werden zu Hause“, Monika Hager, sowie die ehrenamtlichen Demenzbegleiter Erika Brönner, Monika Kugler-Fleischmann, Carola Schleicher, Gertrud Langhammer, Josef Hirsch und Marga Heidlinger zur Preisverleihung gereist.

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