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Gesundheit

Ein erfülltes Leben trotz Demenz

Wolfgang Zimmer ist krank. Seine Frau und er wollen zeigen, dass diese Diagnose nicht das Ende bedeutetet.

Dr. Dr. Markus Schick (Präsident LfP) und Ruth Nowak (Amtschefin StmGP) stehen neben Wolfgang Zimmerer und Lisa von Reusner, die für die Ausstellung Modell gestanden sind. Daneben stehen Kornelia Schmid (Pflegende Angehörige e. V.) sowie die Fotografen Petra und Michael Uhlmannn (von links). Foto: Gräß
Dr. Dr. Markus Schick (Präsident LfP) und Ruth Nowak (Amtschefin StmGP) stehen neben Wolfgang Zimmerer und Lisa von Reusner, die für die Ausstellung Modell gestanden sind. Daneben stehen Kornelia Schmid (Pflegende Angehörige e. V.) sowie die Fotografen Petra und Michael Uhlmannn (von links). Foto: Gräß

Amberg.Sie leben seit mehr als drei Jahrzehnten zusammen: Lisa von Reusner und Wolfgang Zimmerer aus Regensburg sind ein eingespieltes Team. Und das muss auch so sein. Denn Wolfgang Zimmerer hat Demenz und braucht die Unterstützung seiner Frau. Die Diagnose „Demenz“ hat er vor Jahren bekommen. Zusammen mit seiner Frau hat er sich dafür entschieden, für das künftige Zusammenleben Wege zu finden, die für beide gut funktionieren – immer mit dem Ziel eines guten Miteinanders.

„Wenn etwas nicht oder nicht mehr funktioniert, sprechen wir miteinander“, erzählt Lisa von Reusner. „Denn nur so können wir gemeinsam überlegen, wie wir einen anderen, neuen Weg finden.“ Ihr Mann fügt hinzu: „Immer wieder Kompromisse finden, damit es für uns beide passt, ist uns sehr wichtig.“ Wichtig ist beiden auch, anderen Menschen zu zeigen, dass die Diagnose „Demenz“ nicht das Ende bedeutet. Dass es ein erfülltes Leben trotz und mit der Erkrankung geben kann. Ein Leben in der Mitte der Gesellschaft. Deshalb haben sie auch zugestimmt, für die Fotoausstellung „Was geht – Aktivitäten und Potenziale von Menschen mit Demenz“ von Petra und Michael Uhlmann Modell zu stehen. Im Rahmen der ersten Bayerischen Demenzwoche ist diese Foto-Ausstellung jetzt im Bayerischen Landesamt für Pflege, kurz LfP, in Amberg zu sehen, gab das Amt per Pressemitteilung bekannt.

Die Ausstellung

  • Termin:

    Die Bilder hängen noch bis zum 11. Oktober im Bayerischen Landesamt für Pflege im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus in der Köferinger Straße 1 in Amberg. Interessierte können sich die Ausstellung montags bis freitags von acht bis 16 Uhr dort ansehen.

  • Mit im Boot:

    Mitveranstalter der Ausstellung sind die Pflegenden Angehörigen e. V. (www.pflegende-angehoerige-ev.de) um die Vorsitzende Kornelia Schmid. „Ich finde es sehr wichtig, zu zeigen was geht, anstatt immer darüber nachzudenken, was alles nicht oder nicht mehr geht“, sagt Schmid.

Die Bilder zeigen Demenzkranke, ihre Angehörigen, Ehrenamtliche und Künstler in den unterschiedlichsten Alltagssituationen. Dazu gibt es Tafeln mit kleinen Anekdoten über die erlebten Momente. „Es ist uns wichtig, mitzuhelfen, das Thema „Demenz‘ aus der Tabuzone herauszuholen“, sagt Dr. Dr. Markus Schick, der Präsident des Landesamtes bei der Ausstellungseröffnung.

„Demenzkranke haben viel Potenzial und dürfen nicht einfach ‚abgestellt‘ werden“, ergänzte Ruth Nowak, Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StmGP): „Ich überbringe von Staatsministerin Melanie Huml den Dank an alle, die bei der Organisation der Ausstellung geholfen haben. Denn die Bedeutung des Themas wächst mehr und mehr – das zeigen auch die mehr als 550 Veranstaltungen im Rahmen der Demenzwoche in Bayern.“

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