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E-Mobilität lohnt sich für alle Seiten

Der „Tag der Elektromobilität“ in Sulzbach-Rosenberg will dazu beitragen, Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen.

Vielfältige Infos rund um Elektrofahrzeuge, die auch ausprobiert werden können, bietet der Tag der Elektromobilität, den das ZEN Ensdorf und die Stadt Sulzbach-Rosenberg am 19. September veranstalten.
Vielfältige Infos rund um Elektrofahrzeuge, die auch ausprobiert werden können, bietet der Tag der Elektromobilität, den das ZEN Ensdorf und die Stadt Sulzbach-Rosenberg am 19. September veranstalten. Foto: dpa

Sulzbach-Rosenberg.Die Gesellschaft befindet sich mitten in einem Strukturwandel der Energiewirtschaft: weg von konventionellen hin zu regenerativen Energien. Das gilt auch für die Automobilbranche. „Denn so richtig Sinn macht Elektromobilität nur, wenn man die Autos mit erneuerbarer Energie lädt – dann haben wir einen CO2-Ausstoß von nahezu Null“, sagt Gerhard Kopf. Er ist Geschäftsführer des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf und stellte mit Sulzbach-Rosenbergs 1. Bürgermeister Michael Göth, Katharina List, der Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises Amberg-Sulzbach, sowie weiteren Engagierten und Ausstellern den „Tag der Elektromobilität“ vor.

Das ZEN veranstaltet in Kooperation mit der Stadt Sulzbach-Rosenberg am Samstag, 19. September, am Dultplatz, Rosenberger Straße, bereits zum zweiten Mal den Tag der Elektromobilität. Unter dem Motto „Tankst Du noch oder lädst Du schon?“ können die Besucher auf dem Dultplatz selbst ein Elektrofahrzeug ausprobieren, und erhalten Informationen über Ökostrom, Lademöglichkeiten sowie Innovationen und neueste Trends von Ausstellern aus Region.

Verantwortliche Organisatoren und Aussteller hoffen am Tag der Elektromobilität wieder auf viele Besucher; Mitte Katharina List, Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises, rechts neben ihr ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf, 1. Bürgermeister Michael Göth und Vincent Clarke, Klimaschutzmanager der Stadt Sulzbach-Rosenberg.
Verantwortliche Organisatoren und Aussteller hoffen am Tag der Elektromobilität wieder auf viele Besucher; Mitte Katharina List, Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises, rechts neben ihr ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf, 1. Bürgermeister Michael Göth und Vincent Clarke, Klimaschutzmanager der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Foto: acf

Bis Ende 2015 sollen nach Expertenmeinung rund 46 000 Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein. Auch das ZEN nutzt seit mehr als vier Jahren ein Elektroauto. „Ich war anfangs natürlich auch skeptisch“, gibt Kopf zu, „doch es rechnet sich tatsächlich.“ Wichtig seien dafür auch die stetige Zunahme der Reichweite und eine höhere Effizienz.

„Mit dem Elektroauto sind wir schon mehr als 45 000 Kilometer gefahren. Und es hat außer einem normalen Service noch keine Werkstatt gesehen“, so Kopf. Denn E-Mobile hätten viel geringer Betriebskosten als Autos mit Verbrennungsmotor. Da sie keinen Ölwechsel, keinen Ersatz der Auspuffanlage, des Anlassers, der Lichtmaschine oder der Kupplung benötigen und auch der Bremsverschleiß deutlich geringer ausfalle, würden die Wartungskosten für Elektroautos um rund 35 Prozent sinken. Nicht zuletzt ist auch die Elektroenergie deutlich günstiger als herkömmlicher Treibstoff.

Ein außerdem nicht zu vernachlässigender Positiv-Effekt: E-Mobilität reduziert Lärm, Abgase und Feinstaub, so Kopf. Besonders an stark frequentierten Routen oder aber in Städten finden sich oft viele Schadstoffpartikel in der Luft. Elektromobilität könnte also sowohl die Lebensqualität als auch die Standortattraktivität von Städten steigern.

Die vielen Vorteile würden immer mehr Menschen bewegen, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen. Wenn die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf den Straßen weiter so schnell steige wie in den vergangenen drei Jahren, wären im Jahr 2020 knapp 820 000 Elektroautos unterwegs, rechnet er vor. Und somit im Jahr 2021 das Millionen-Ziel der Bundesregierung erreicht. Interessant sei auch, dass bei den derzeitigen Neuzulassungen mehr als 50 Prozent deutsche Marken wie BMW, VW und Smart seien.

Tag der Elektro-Mobilität

  • Termin

    Der Tag der Elektro-Mobilität findet am Samstag, 19. September, von 10 bis 18 Uhr auf dem Dultplatz in Sulzbach-Rosenberg, Rosenberger-Straße, statt. Motto ist: „Tankst Du noch oder lädst Du schon?“ Beteiligt sind 32 private und öffentliche Aussteller. Die offizielle Begrüßung erfolgt um 14 Uhr durch 1. Bürgermeister Michael Göth.

  • Vorträge

    Um 14.15 Uhr spricht Dr. Guido Weißmann von der Projektleitstelle Elektromobilität Bayern-Sachsen (als kompetenter Ersatz für Kurt Sigl, der wegen eines wichtigen Termins kurzfristig absagen musste). Richard Sellmeyer, Geschäftsführer der Caritas-Sozialstationen Amberg und Hirschau, gibt anschließend Erfahrungsberichte aus der Praxis.

  • E-Fahrzeuge

    Um 15.30 Uhr gibt es einen Laufsteg der „E-Mobile“, bei dem die einzelnen Fahrzeuge vorgestellt werden. Moderator ist Manfred Lehner. Zu sehen sind nicht nur E-Pkw der verschiedensten Hersteller, sondern auch Pedelecs, E-Bikes, ein Rennwagen-Prototyp Formula Student sowie beispielsweise ein E-Quadrocopter; ebenso sind VoltBox-Ladesäulen zu sehen. Für kleineren Besucher gibt es Fahrparcours mit E-Rädern, für Erwachsene Probefahrten auf ausgewiesenen Teststrecken.

  • Gewinnspiel

    Bei einem Gewinnspiel gibt es als 1. Preis eine Woche Probefahrt mit einem Nissan LEAF, als 2. Preis eine Woche Probefahrt mit einem Elektroroller sowie als 3. Preis ein Wochenende mit zwei E-Bikes inklusive einem Picknickkorb). Die Verlosung findet um 16.30 Uhr statt.

Auch Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Michael Göth möchte den Gedanken des Umweltschutzes immer wieder stärken, wie er sagte. Dazu brauche es Veranstaltungen wie den „Tag der Elektromobilität“, die nicht nur einmalig stattfinden dürfen. „Das Ziel ist es, mehr Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen. Doch dafür braucht es auch Akteure“, so Göth.

Oftmals sei die größte Hürde auf dem Weg zur Elektromobilität die „Barriere im Kopf der Menschen“, wissen die verantwortlichen Veranstalter. Viele könnten sich ein E-Mobil mit 100 Kilometer Reichweite im Alltag nicht vorstellen. Mit dem Aktionstag auf dem Sulzbach-Rosenberger Dultplatz solle der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben werden, mit E-Mobil-Besitzern zu diskutieren und somit vielleicht Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Und: Bei Probefahrten könne die E-Mobilität auch praktisch er-„fahren“ werden. (acf)

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