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Energiewende

Immer mehr Bürger zapfen die Sonne an

Knapp 90 neue Photovoltaikanlagen wurden mit Hilfe der Initiative der Amberg-Sulzbacher Klimaschutzmanager installiert.

Die Photovoltaik-Eigenverbrauchsinitiative ist ein Erfolg: Knapp 90 neue Anlagen mit einer Leistung von etwa 600 Kilowatt-Peak wurden innerhalb eines Jahres auf Hausdächern in der Region installiert.
Die Photovoltaik-Eigenverbrauchsinitiative ist ein Erfolg: Knapp 90 neue Anlagen mit einer Leistung von etwa 600 Kilowatt-Peak wurden innerhalb eines Jahres auf Hausdächern in der Region installiert. Symbolfoto: dpa

Amberg.Vor genau einem Jahr, in der „Woche der Sonne“, wurde im Landkreis Amberg-Sulzbach die Photovoltaik-Eigenverbrauchsinitiative gestartet. Hintergrund waren die Klimaschutzkonzepte des Landkreises, der AOVE und der Stadt Sulzbach-Rosenberg, die das große Ziel von CO2-Einsparung und der Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien verfolgen.

„Mit der PV-Eigenverbrauchsinitiative sollten die Bürger unter anderem auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht werden, Strom auf dem eigenen Dach zu produzieren. Und sie sollen über Kosten und Nutzen einer PV-Anlage aufgeklärt werden“, erläuterte Katharina List, Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises Amberg-Sulzbach, bei einer ersten Bilanz des Projektes am Montag im Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Kreis will bis 2035 autark sein

Definierte Ziele des Klimaschutzkonzeptes: eine CO2-Einsparung von 60 Prozent bis 2035 und die Strom-Autarkie bis zum Jahr 2035, indem der Anteil der erneuerbaren Energien erhöht wird. Initiatoren der Aktion waren Katharina List sowie Markus Schwaiger von der AOVE und Vincent Clarke von der Stadt Sulzbach-Rosenberg.

Im Landkreis Amberg-Sulzbach wurden mit den verschiedensten Veranstaltungen die Bürger informiert, wie sie Strom auf dem eigenen Dach erzeugen können. Sie seien darüber aufgeklärt worden, dass sich Photovoltaik trotz geringerer Einspeisevergütung noch lohnt – nämlich über den Eigenverbrauch und über die Einsparungen bei den Stromkosten. Unabhängige und neutrale Informationen und Beratungen biete das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf.

Rund 600 Interessenten erreicht

Die Preise der Verlosung wurden übergeben: von links Johann List (1. Preis), Markus Schwaiger von der AOVE, Maria List, Landrat Richard Reisinger, Dorothea Prechtl (2. Preis), Klimaschutzkoordinatorin Katharina List und 3. Preisträger Helmut Schöbel.
Die Preise der Verlosung wurden übergeben: von links Johann List (1. Preis), Markus Schwaiger von der AOVE, Maria List, Landrat Richard Reisinger, Dorothea Prechtl (2. Preis), Klimaschutzkoordinatorin Katharina List und 3. Preisträger Helmut Schöbel. Foto: abl

Ziel war auch, den Anteil des erneuerbaren Stroms im Landkreis zu erhöhen und die regionalen Wirtschaftskreisläufe zu fördern. Als Ziel hatte man sich in dem Jahr gestellt, 1000 kWp neuinstallierte Photovoltaik-Leistung zu erreichen. Dazu wurden 20 Veranstaltungen mit rund 600 Besuchern durchgeführt, worüber in etwa 40 Veröffentlichungen berichtet wurde, bilanzierte Katharina List. Die Aktion hätten auch zahlreiche Firmen, Organisationen und Verbänden in der Region unterstützt

„Das gesteckte Ziel von 1000 kWp an neuinstallierten Photovoltaikanlagen wurde zwar nicht erreicht, aber immerhin 600 kWp, was knapp 90 Neuanlagen entspricht. Das Echo war groß und das Interesse gewaltig“, zog die Klimaschutzkoordinatorin eine durchaus positive Bilanz. Dies zeige, wie wichtig Photovoltaik ist, um eine „dezentrale und nachhaltige Energieversorgung auf die Beine zu stellen. „Das haben inzwischen bereits viele unserer Bürger verstanden“, zeigte sich Katharina List überzeugt.

Aktion

  • Verlosung

    Als Motivation, bei der Photovoltaik-Eigenverbrauchsinitiative mitzumachen, und als Anerkennung für alle, die mit ihrer neuen Photovoltaikanlage einen Beitrag zur Energiewende im Landkreis leisten, wurden drei Preise verlost.

  • Gewinner

    Als 1. Preis gewann Johann List aus Amberg ein Wellness-Wochenende. Ein Abendessen für zwei Personen im einzigen Sterne-Restaurant des Landkreises (dem SoulFood in Auerbach) gewann Familie Prechtl aus Amberg. Helmut Schöbel aus Weiden darf ein Wochenende mit dem Elektroauto fahren. (abl)

Zukunftsthema Elektromobilität

Zukunftsthemen werden Speicherung des Stroms und Elektromobilität sein, wofür auch jetzt schon großes Interesse bestehe. Sie dankte allen Unterstützern, Sponsoren und Partnern sowohl für die finanzielle Unterstützung, als auch das große ehrenamtliche Engagement.

„PV-Anlagen werden weiter gewünscht. Jeder kann seinen Strom selber erzeugen, die Einspeisungsvergütung ist ein zusätzlicher Anreiz“, erklärte Landrat Richard Reisinger. Dorothea Prechtl aus Amberg, die zu den Familien gehörte, die die PV-Eigenverbrauchsinitiative genutzt haben, gab ihre ganz persönliche Bilanz ab: „Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt.“ Sie bestätigte: „Die Rechnung geht auf!“ (abl)

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