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Ausstellung

„Meditation in Bewegung“ für Betrachter

Werke der Amberger Künstlerin Evelyn Mulzer zum Begriff Zeit sind bis 5. März 2017 im Kloster Ensdorf zu sehen.

  • Ihre Zeit mit den Bildern im dynamischen Schaffensprozess sei wie eine Zeit der Versenkung, in der Zeit keine Rolle spielt, beschrieb Evelyn Mulzer. Fotos: azd
  • Die Amberger Künstlerin Evelyn Mulzer Foto: azd
  • Jürgen Zach (links) und Cyrus Saleki umrahmten auf ihren Gitarren mit Jazz-Standards die Vernissage. Foto: azd

Ensdorf.Das ganze Jahr 2016 feierte die Umweltstation des Klosters Ensdorf unter dem Motto „Bewegt – Bewegend – Zukunftsweisend“ ihr 20-jähriges Bestehen. Mit der am Donnerstag eröffneten Ausstellung „Meditation in Bewegung“ der Künstlerin Evelyn Mulzer werden die Diskrepanz zwischen Beständigkeit und Wandel, Ruhe und Bewegung und die individuellen Geschwindigkeiten von Leben thematisiert. Ein Gegenpol, so Verwaltungsleiter Jürgen Zach, zu den eher technischen Ausstellungen, die während des Jahres gezeigt wurden.

Evelyn Mulzers Bilder zwängen dazu, so Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, „darauf zu achten, welche Resonanzen die Farben und Formen in mir auslösen“. Foto: azd
Evelyn Mulzers Bilder zwängen dazu, so Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, „darauf zu achten, welche Resonanzen die Farben und Formen in mir auslösen“. Foto: azd

Der Künstlerin sei es ein Anliegen gewesen, die Hauskapelle des Klosters in ihre Ausstellung mit einzubeziehen, betonte Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein. Und ein Bild, das ihr besonders wichtig sei, hier auszustellen. Evelyn Mulzers Bilder zwängen dazu, hinzuschauen, sich von der Bewegung der Bilder einnehmen zu lassen, „und darauf zu achten, welche Resonanzen die Farben und Formen in mir auslösen“. Die Ausstellung „Meditation in Bewegung, so Pater Liebenstein, sei eine Ausstellung, die in die Adventszeit passe – auch wenn sie bis März zu sehen sei. Die Bilder zeigten nämlich auch, wie wir den Advent begehen sollen: aufmerksam, achtsam, mit einem Blick hinter das, was ins Auge springt.

Ihr Bilderzyklus „Meditation in Bewegung,“ erläuterte Evelyn Mulzer, befasse sich mit dem Begriff Zeit, dem lebendigen Verlauf der Zeit. In ihrer Auseinandersetzung mit den inneren Fragen nach Zeit, Geschwindigkeit und Bewegung seien die Bilder entstanden. Aus gleichmäßigen Strukturen entstünden durch Bewegung neue virtuelle Strukturen, „die über den Rand dessen, was wir Realität nennen, hinausgehen“. Sie lasse sich bewegen von Licht, Naturstimmungen, von Musik, tauche ein in Vergängliches und stelle sich die Frage: „Gibt es hinter all dem etwas, was bleibt und mich im Innersten bewegt?“. Die Gitarristen Jürgen Zach und Cyrus Saleki umrahmten die Vernissage.

Bis 5. März 2017 ist im Kreuzgang die Ausstellung täglich von 9 bis 17.30 Uhr zu sehen. (azd)

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