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Donnerstag, 16. August 2018 24° 3

Wissen

Schüler erkennen früh unnützen Verbrauch

Das Energiespar-Projekt „Stand-by“ ist auf der Ebene des Landkreises Amberg-Sulzbach in Illschwang durchgestartet.

Prominente Paten sitzen den Illschwanger Schülern – ungewollt – „im Gnack“. Foto: nbs
Prominente Paten sitzen den Illschwanger Schülern – ungewollt – „im Gnack“. Foto: nbs

Illschwang.„Den Stromräubern auf der Spur“ waren die Schüler der Klasse 3a der Grundschule Illschwang. An einem Vormittag fand das Energiespar-Projekt „Stand-by-Verbrauch von Elektrogeräten in der Schule und zu Hause“ nun in einer Grundschule statt.

Prominente Paten dieser so besonderen Premierenveranstaltung waren Landrat Richard Reisinger, Schulamtsdirektor Hubert Koch, die Schulverbandsvorsitzende Brigitte Bachmann, der 1. Bürgermeister der Gemeinde Illschwang, Dieter Dehling, die Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises Katharina List, Manfred Klemm und Sebastian Schärl von der AG Schule, die dem ZEN in Ensdorf angegliedert ist, und nicht zuletzt die Rektorin der Illschwanger Schule Renate Sekura.

Der Hauptakteur in den zwei Unterrichtsstunden, welche auch die Gäste zu sehen bekamen, war dann Karl-Heinz Hofbauer, der Projektleiter für Strom und Energiesparcheck. Im Vorfeld der Veranstaltung waren die Schüler von ihrem Klassenlehrer Norbert Weis vorbereitet worden. Orientiert wurde sich dabei an den Zielen, welche der Lehrplan Plus für die 3. Jahrgangsstufe in diesem Bereich vorsieht.

Für Hofbauer standen beim Unterricht folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt: Erkennen von Stand-by und „Schein-Aus“, sicherer Umgang mit Strommessgeräten; Erfahrungen sammeln bei Versuchen an unterschiedlichsten elektrischen Geräten; tabellarische Auswertung und Vergleich, sowie erkennen von Einsparmöglichkeiten. Jeder Schüler bekam ein Strommessgerät mit nach Hause. Dort sollen sie sich dann in der Wohnung auf die Suche nach Stromfressern machen.

Als Belohnung erhalten die Schüler eine Energie-Urkunde – wenn die Strommessungen zu Hause abgeschlossen und die Ergebnisse ausgewertet sind. Foto: nbs
Als Belohnung erhalten die Schüler eine Energie-Urkunde – wenn die Strommessungen zu Hause abgeschlossen und die Ergebnisse ausgewertet sind. Foto: nbs

Für das ZEN, also das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf, sind die Schulen wichtige Botschafter für die Energiewende. Die AG Schule, so ihr Sprecher Manfred Klemm, hat sich dieser Thematik in besonderer Weise angenommen. Sie gehört zum Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises. Der Stand-by-Unterricht ist ein Teil des Bereichs „Energie sparen“ der Energieschule Amberg-Sulzbach, welche von den Mitgliedern der AG Schule entwickelt wurde. Klemm zeigte sich überzeugt, dass Klimaschutz und Energiewende nur durch die Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen zu erreichen sind. Ganz wichtig ist ihm dabei, dass den Schülern das Wissen und die Fähigkeit vermittelt wird, als Erwachsene später einmal Verantwortung bei Energieproblemen zu übernehmen, mitreden und mitentscheiden können. Dafür brauche es engagierte Lehrer, die von der Sache begeistert sind, dass sie die Schüler von der Wichtigkeit des Themas überzeugen können.

Und: Als Belohnung für das große Engagement erhalten die Illschwanger Schüler der Klasse 3a eine Energie-Urkunde. Die Verleihung erfolgt dann, wenn die Strommessungen der Kinder zuhause abgeschlossen und die Ergebnisse ausgewertet sind. (nbs)

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Initiative

  • Dank

    Manfred Klemm dankte Rektorin Renate Sekura und Klassenlehrer Norbert Weis für die Möglichkeit, dieses Projekt erstmals in einer Grundschule durchführen zu können. Illschwang sei auf dem besten Weg, die Bezeichnung „Energieschule des Landkreises Amberg-Sulzbach“ verliehen zu bekommen. Die Organisatoren erhoffen sich eine Aufbruchstimmung in anderen Schulen. „Es wäre toll“, so Klemm, „wenn viele an er Behandlung des Stand-by-Themas Interesse zeigen. Klemm lobte in diesem Zusammenhang Sebastian Schärl, der sich diesbezüglich sehr engagiert habe.

  • Begeisterung

    Landrat Richard Reisinger zeigte sich von der Umsetzung der Thematik begeistert. Entscheidend sei, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst früh in der Sache erreicht werden – je jünger, desto besser. Der praxisorientierte Unterricht gefiel Reisinger sehr gut. Schulamtsdirektor Hubert Koch sprach von einem sehr wichtigen Projekt. Die AG Schule lobte er für Impulse, die zuletzt Zeit gesetzt wurden. (nbs)

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