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Feuerwehr

Die Wolfsbacher holen den Junior-Cup

Die jungen Feuerwehrler aus dem Vilstal waren die Besten unter 22 Mannschaften. Der Kreisjugendfeuerwehrtag kam bestens an.
Von Florian Schlegel

  • Ein Mini-Löschaufbau war kein Problem für die jungen Feuerwehrler, unter denen sich auch viele Mädchen befanden. Foto: Schlegel
  • Menschenkicker sorgte für Unterhaltung. Foto: Schlegel
  • Wer wollte, konnte auch Laserzielschießen ausprobieren. Foto: Schlegel

Ensdorf.22 Mannschaften aus zwölf Ortschaften des Landkreises Amberg-Sulzbach kämpften am Samstag um den Junior-Cup 2016 der Jugendfeuerwehren in Steinling (Gemeinde Edelsfeld) bei hervorragendem Wetter. Aber auch für die interessierte Bevölkerung und nicht teilnehmende Mannschaften war jede Menge geboten.

Kreisjugendfeuerwehrwart Hubert Haller aus Ensdorf begrüßte alle anwesenden Floriansjünger, den Bürgermeister der Gemeinde Edelsfeld, Hans-Jürgen Strehl, und alle anwesenden Kreisräte. Eingangs bedankte sich Haller bei der Feuerwehr Steinling für die Übernahme der Verpflegung, denn für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die Saft-Bar des Kreisjugendrings war dank des guten Wetters ebenfalls stark belagert.

Zahlreiche Mädchen mit dabei

Mutige konnten an der Kletterwand in luftige Höhen hinauf. Foto: Schlegel
Mutige konnten an der Kletterwand in luftige Höhen hinauf. Foto: Schlegel

Im Mittelpunkt des Tages stand der Junior-Cup 2016. Und es waren dabei nicht nur Burschen am Start, sondern auch zahlreiche Mädchen waren vertreten. Dass immer mehr Mädchen dabei sind, fand beispielsweise Stefanie super: „Wieso sollten wir nicht dazu zugehen, wenn es uns Mädchen Spaß macht, anderen Menschen später mal zu helfen, wenn sie in Not geraten sind.“ Und dass das Engagement in der Jugendfeuerwehr ankommt, unterstrich auch Alexandra: „Mir macht es Spaß, mit Freunden in einer Gemeinschaft zusammenzuarbeiten. Auch die Geselligkeit und die Freundschaft wird dadurch gepflegt.“

Die 22 teilnehmenden Mannschaften der Jugendfeuerwehren mussten sich beim Wettbewerb insgesamt neun Übungen unterziehen, die bei einem „Spaziergang“ durch das schöne Dorf in kleinen Abständen zu erreichen waren. Spielerisch wurden so das Geschick, die Schnelligkeit und das Wissen der zukünftigen Feuerwehrfrauen und -männer abgefragt.

Schnelligkeit, Geschick und Wissen

Auch Zielspritzen mit der Kübelspritze war gefragt. Foto: Schlegel
Auch Zielspritzen mit der Kübelspritze war gefragt. Foto: Schlegel

Bei der ersten Übung mussten die jungen Damen und Herren Fahrzeugbezeichnungen die richtigen Bilder, Besatzungsstärke, Tankinhalt und Funkrufnamen zuordnen. Bei Übung 2 waren 25 Geräten die richtigen Bezeichnungen zuzuordnen.

Die dritte Übung erforderte neben der Schnelligkeit auch viel Geschick und Sicherheit beim Vorführen von verschiedenen Knoten aus dem Feuerwehralltag. Die nächste Übung war wieder eine Herausforderung in Sachen Knoten und Geschick, denn an eine Feuerwehrleine mussten vier Gerätschaften der Feuerwehr mit einem Mastwurf und einem Halbschlag in einem bestimmten Abstand hintereinander eingebunden werden.

Übungen waren eine Herausforderung

Übung 5 sah vor, vier C-Druckschläuche in kürzester Zeit verdrehungsfrei zu kuppeln und zu verlegen. In der sechsten Übung ging es wieder auf Zeit: Hier mussten die jungen Feuerwehrkräfte einen C-Druckschlauch so schnell wie möglich aufrollen. Als nächste Übung waren das Kuppeln und wieder Öffnen von B-Druckschläuchen mit Kupplungsschlüsseln auf Zeit angesagt.

Die achte Übung war eine echte Herausforderung für die Jugendgruppen, aber eine immer wieder in der Praxis benötigte Tätigkeit: Ein Löschaufbau aus einem Hydranten musste möglichst schnell und fehlerfrei erstellt werden. Die neunte Übung war ein Zielspritzen mit einer Kübelspritze auf eine Spritzwand. Es mussten fünf Liter Wasser in ein Loch, das nur zehn Zentimeter Durchmesser hatte, zielsicher gespritzt werden.

Hundestaffel und Fahrzeugschau

Ein Flughafenlöschfahrzeug war ebenfalls zu bestaunen. Foto: Schlegel
Ein Flughafenlöschfahrzeug war ebenfalls zu bestaunen. Foto: Schlegel

Auch für die Bevölkerung und die Jugendgruppen, die bei diesem Wettbewerb nicht teilnahmen, hatte sich die Kreisjugendfeuerwehr einiges einfallen lassen. Mit einem Hubschraubersimulator konnte man sein Geschick unter Beweis stellen. Laserzielschießen, Kletterwand, Menschenkicker und Bierkastenstapeln waren ebenso Attraktionen, die sehr gut angenommen wurden.

Die Hundestaffel zeigte ihr Können bei einer Vorführung, mit einem großen Applaus wurde ihre Arbeit anerkannt. Und was wäre ein Feuerwehrtag ohne Feuerwehrfahrzeuge? Auf einer Wiese gab es eine Fahrzeugschau mit den verschiedensten Fahrzeugen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und darüber hinaus.

Junior-Cup 2016

  • Sieger

    Den Sieg beim Junior-Cup 2016 der Jugendfeuerwehren im Landkreis holte sich das Team Wolfsbach 3 (Gemeinde Ensdorf)

  • Plätze

    Auch die nächsten Plätze gingen in die Gemeinde Ensdorf: Ensdorf 1 kam auf Platz 2, Wolfsbach 1 auf Platz 3. Wolfsbach 2 belegte Platz 5, Ensdorf 2 Platz 7, Wolfsbach 4 Platz 11 und Ensdorf 3 Platz 17.

  • Stärkste Gemeinde

    Aus der Gemeinde Ensdorf kamen insgesamt sieben teilnehmende Gruppen: vier von der Jugendfeuerwehr Wolfsbach, drei von der Jugendfeuerwehr Ensdorf. Beim Junior-Cup 2014 waren drei Gruppen der Jugendfeuerwehr Ensdorf am Start, zwei aus Wolfsbach. Gesiegt hatte 2014 Ensdorf 1 vor Ensdorf 2 und Wolfsbach 1.

  • Weitere Teilnehmer

    Mit dabei waren ferner Gruppen der Jugendfeuerwehren Krondorf-Burgstall und Steiningloh-Urspring (je ein Team, beide Stadt Hirschau), Allersburg-Berghausen (zwei) und Ransbach (jeweils Markt Hohenburg), Kümmersbruck (zwei), Etzelwang (zwei), Schwend (Gemeinde Birgland, drei) sowie je ein Team aus Auerbach, Ursulapoppenricht (Markt Hahnbach) und Utzenhofen (Markt Kastl). (mi)

Jugendliche mit Leib und Seele dabei

Den Siegerteams gratulierten auch Kreisjugendfeuerwehrwart Hubert Haller (ganz links), Kreisbrandrat Fredi Weiß (Zweiter von links) und Landrat Richard Reisinger (Vierter von links). Foto: Schlegel
Den Siegerteams gratulierten auch Kreisjugendfeuerwehrwart Hubert Haller (ganz links), Kreisbrandrat Fredi Weiß (Zweiter von links) und Landrat Richard Reisinger (Vierter von links). Foto: Schlegel

Nach gut vier Stunden war der Wettbewerb abgeschlossen und die Auswertung begann. Beim ersten Junior-Cup ging der Wanderpokal auch schon in den südlichen Landkreis, damals nach Ensdorf. 2016 ging er zwar in die gleiche Gemeinde, doch die Jugendfeuerwehr Wolfsbach holte sich ihn. Mit 17,4 Punkten Vorsprung vor Ensdorf 1 und Wolfsbach 1 durften sich die Floriansjünger der Jugendfeuerwehrgruppe Wolfsbach 3 über den Sieg freuen.

Auch Kreisbrandrat Fredi Weiß und Landrat Richard Reisinger gratulierten den Besten. Spaß hatten aber alle – an diesem Tag und bei der Jugendfeuerwehr sowieso. Philipp hat es so beschrieben: „Mein Freund hat mir in der Schule erzählt, wie toll es da ist, und dann dachte ich mir, ich geh mal mit. Dann hat es mir so gefallen, dass ich gleich beigetreten bin. Seitdem bin ich mit Leib und Seele bei der Feuerwehr.“

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