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Politik

Gut ausgebildete Flüchtlinge sind Chance

Die Amberg-Sulzbacher Grünen diskutierten mit Abgeordneten aktuelle Themen. Walter Schöberlein aus Kastl wurde geehrt.

Walter Schöberlein aus Kastl ist seit 20 Jahren bei Bündnis 90/Die Grünen.
Walter Schöberlein aus Kastl ist seit 20 Jahren bei Bündnis 90/Die Grünen. Foto Archiv mi

Etzelwang.Zahlreich erschienen sind die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach zur Weihnachtskreisversammlung im Gasthof zur Linde in Gerhardsberg (Gemeinde Etzelwang). Hochrangige Referenten waren mit MdB Uwe Kekeritz und MdL Markus Ganserer zu Gast. Kreisvorsitzender Karl-Heinz Herbst begrüßte nicht nur die Anwesenden aus allen Ortsverbänden, sondern auch Gäste aus den benachbarten Ortsverband Pommelsbrunn und aus Amberg. Nach der Wahl von Stefan Lindenberger und Bernd Scheller zu den neuen Kassenprüfern ehrte der Kreissprecher Walter Schöberlein aus Kastl für 20 Jahre Mitgliedschaft.

Gaby Mutzbauer vom Ortsverband Sulzbach-Rosenberg informierte über die Landesdelegiertenkonferenz in Bad Windsheim, bei der Sigi Hagl mit überzeugender Mehrheit wieder zur Landesvorsitzenden gewählt wurde. Walter Schöberlein fasste die Ereignisse der Bundesdelegiertenkonferenz in Halle zusammen. Schöberlein wurde dabei zum Mitglied im Bundesschiedsgericht gewählt, wozu ihm alle Anwesenden gratulierten.

Die Flüchtlingskrise war das Thema für Hauptreferent Uwe Kekeritz. Wie er betonte, sehe er in diesen motivierten, oft sehr gut ausgebildeten Menschen eine große Chance für das Land. Er mahnte aber auch, den Blick für nach wie vor ebenfalls wichtige Themen wie TTIP nicht zu verlieren. „Schiedsgerichte mit Paralleljustiz bergen Tücken und Gefahren und können unserer Bundesregierung teuer zu stehen kommen“, warnte der Bundestagsabgeordnete.

MdL Markus Ganserer kritisierte Entscheidungen der Landtagsregierung. Während zu exorbitanten Summen weiter zweifelhafte Infrastrukturmaßnahmen in den Ballungszentren gefördert und durchgeführt würden, veröde der ländliche Raum zunehmend. „Und das, obwohl Ministerpräsident Horst Seehofer gleichwertige Lebensverhältnisse zugesichert hat“, stellte Ganserer fest.

Auch wenn sich die Grünen bei ihrer Weihnachtsfeier mehr Frieden gewünscht hätten, führte die Diskussion zum Schluss natürlich auch zu der Frage, wie die Situation in Syrien zu bewerten sei. „Krieg ist das allerletzte Mittel und hier ist die Politik noch nicht ausgeschöpft“, kritisierte Kekeritz die Einstellung der Bundesregierung. Sehr angeregt wurde noch über viele politische Fragen weiter diskutiert. Beim Ausklang des Abends hoffte der Kreisverband auf ein friedvolleres nächstes Weihnachtstreffen.

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