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Polizei

Cleverer Bub landet Fahndungserfolg

Einem Zwölfjährigen aus dem Markt Hahnbach wurde das Rad geklaut, dafür stand ein anderes da. Seine Fahndung bringt die Polizei auf die richtige Spur.

Hahnbach.Einen Fahndungserfolg landete ein Zwölfjähriger aus der Ortschaft Oberschalkenbach: In der Nacht zum vergangenen Samstag war dem Buben sein geliebtes Mountainbike der Marke „Stevens“, das er vor dem Wohnanwesen abgestellt hatte, entwendet worden. Stattdessen fand er am Samstagmorgen ein ähnliches Fahrrad der Marke „Buffalo“ vor.

Mit diesem „Tausch“ wollte sich der junge Mann aber nicht zufriedengeben und er machte sich an die Arbeit, Fahndungsplakate mit den Abbildungen beider Räder zu entwerfen, berichtete die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg. Sowohl im eigenen Ort, als auch in den Nachbardörfern hängte er die Plakate aus und nutzte auch ein bekanntes soziales Netzwerk als Veröffentlichungsmedium.

Schon im Lauf des Samstag stellten sich erste Fahndungserfolge ein. Das vor dem Anwesen aufgefundene Bike der Marke „Buffalo“ gehörte einem 26-Jährigen aus Adlholz. Ihm war es in der Nacht zuvor zusammen mit einem weiteren Fahrrad vom Hof gestohlen worden. Ebenfalls an jenem Samstag hatte eine Frau aus einer anderen, zum Markt Hahnbach gehörenden Ortschaft zwei nicht zu ihrem Haushalt gehörende Fahrräder in ihrer Garage entdeckt und den „Fund“ bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg angezeigt. In Unwissenheit der Hintergründe stellten die Beamten beide Räder zunächst sicher.

Nachdem auch die Mutter des zwölfjährigen Fahnders, wohl von dieser Anzeigeerstatterin, den Hinweis erhalten hatte, dass die Polizei zwei Räder sichergestellt habe, klärten sich die Zusammenhänge langsam auf. Eines der sichergestellten Räder, nämlich das der Marke „Stevens“, gehörte dem Zwölfjährigen, das andere dem 26-Jährigen aus Adlholz.

Im Fokus der polizeilichen Ermittlungen zu den Diebstählen der drei Fahrräder stehen nun zwei Jungs im Alter von elf und 13 Jahren, die die Nacht zum Samstag nicht in ihren Betten verbracht haben, sondern wegen „Stress in der Schule“ auf Tour gewesen waren. Am Ausgangspunkt in Adlholz hatten sich die beiden Freunde zunächst die zwei Räder „besorgt“, auf ihrem weiteren Weg in Oberschalkenbach einen „Fahrzeugwechsel“ vorgenommen und schließlich beide „Fluchtmittel“ in einer der elterlichen Garagen zurückgelassen. Die Polizei sorgte zuletzt dafür, dass alle Bestohlenen wieder in den Besitz ihrer Räder gelangten.

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