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Jubiläum

Mit „Patsch Nass“ in die Vils gestürzt

Das Winterschwimmen in Hahnbach war eine „Demonstration des Leistungsvermögens“ – mit Teilnehmerrekord.
Von Josef Iberer

Vor vielen Zuschauern auf der Vilsbrücke starteten die Schwimmer in das kühle Vergnügen. Foto: Josef Iberer
Vor vielen Zuschauern auf der Vilsbrücke starteten die Schwimmer in das kühle Vergnügen. Foto: Josef Iberer

Hahnbach.Nur zufriedene Gesichter gab es bei der 40. Auflage des Wintervilsschwimmens der Wasserwacht Hahnbach. Die Bedingungen waren optimal. 80 männliche und 34 weibliche Teilnehmer quer durch alle Altersschichten waren ein Rekord.

Auch ein Piratenboot ging mit an den Start. Foto: Josef Iberer
Auch ein Piratenboot ging mit an den Start. Foto: Josef Iberer

Bereits in den Tagen zuvor hatten Aktive der Ortsgruppe die etwa zwei Kilometer lange Strecke zwischen der Hahnbacher Vilsbrücke und dem Ziel unterhalb der Kläranlage von Unrat und Hindernissen befreit. So konnten sich nun am Dreikönigstag nach dem Einmarsch zur Musik der Hahnbacher Marktbläser und unter Drohnenbeobachtung vor vielen Zuschauern die mit Neoprenanzügen und Schwimmflossen ausgerüsteten Teilnehmer nach dem Startschuss durch Vorsitzenden Daniel Weidner und dem dreimaligen Schlachtruf „Patsch Nass“ in die fünf Grad „warme“ Vils stürzen.

Zum Jubiläumsschwimmen gab es auch musikalische Begleitung. Foto: Josef Iberer
Zum Jubiläumsschwimmen gab es auch musikalische Begleitung. Foto: Josef Iberer

Dank der guten Strömung wurde die Kondition der Schwimmer nicht übermäßig beansprucht, so dass bereits nach einer halben Stunde die ersten die Ausstiegsstelle erreichten. Von den einheimischen und auswärtigen Schlachtenbummlern wurden sie mit Komplimenten und heißem Tee empfangen. Nach einer Grundreinigung durch die Feuerwehr wurden die Hartgesottenen mit Pendelfahrzeugen zum Hahnbacher Hallenbad für eine warme Dusche zurückgebracht. Zur Freude aller hatte der ärztliche Betreuer, Dr. Christoph Robl, von keinen nennenswerten medizinischen Vorkommnissen berichten müssen.

Teilweises Niedrigwasser ermöglichte auch eine „Vilswanderung“. Foto: Josef Iberer
Teilweises Niedrigwasser ermöglichte auch eine „Vilswanderung“. Foto: Josef Iberer

Beim gemütlichen Teil im Gasthof Ritter freute sich der Ortsvorsitzende über den unfallfreien Verlauf. Rückblickend berichtete Weidner, dass bis 1998 von Süß nach Hahnbach geschwommen wurde. Wegen der zunehmenden Versandung der Vils wurde dann die jetzige Strecke gewählt. Seit dieser Zeit gingen rund 800 Schwimmer an den Start. Dabei wurden rund 6000 Kilometer zurückgelegt.

Dem ältesten Starter und den Pokalgewinnern Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Hirschau (vorne von links) gratulierten Ortsvorsitzender Daniel Weidner, Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller, Bürgermeister Bernhard Lindner und Ehrenvorsitzender Erwin Stubenvoll (hinten von links). Foto: Josef Iberer
Dem ältesten Starter und den Pokalgewinnern Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Hirschau (vorne von links) gratulierten Ortsvorsitzender Daniel Weidner, Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller, Bürgermeister Bernhard Lindner und Ehrenvorsitzender Erwin Stubenvoll (hinten von links). Foto: Josef Iberer

Die drei Gruppen mit den meisten Teilnehmern wurden mit Pokalen ausgezeichnet. Mit 22 Aktiven belegte die Wasserwacht-Ortsgruppe Hirschau den ersten Platz, gefolgt von Amberg mit elf Männern und neun Frauen und Sulzbach-Rosenberg mit neun Männern und drei Frauen. Weiter waren in der Reihe ihrer Anzahl die Ortsgruppen Vilstal-Kümmersbruck, Auerbach, Nittenau, Vilseck-Sorghof, DLRG Amberg, Plattling, Roding, Berg und Kastl mit von der Partie. Bürgermeister Bernhard Lindner bemerkte, dass nach 40 Jahren die ständig zunehmende Teilnehmerzahl ein Beweis für die Attraktivität der Veranstaltung sei. Ihre Vielzahl zeigt, dass die Wasserwacht auch eine „Wassermacht“ und für den Markt eine zuverlässige Größe darstellt. Lobende Worte kamen vom WW-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller. „Diese Traditionsveranstaltung ist eine Demonstration des Leistungsvermögens und der Einsatzbereitschaft.“ (ajo)

Besonderheiten

  • Entfernung:

    Als am weitesten angereiste Teilnehmer begrüßte der Ortsvorsitzende der Wasserwacht Hahnbach die Gruppe aus Plattling.

  • Stärke:

    Mit 22 Aktiven, darunter neun Frauen, belegte die Wasserwacht-Ortsgruppe Hirschau den ersten Platz,

  • Alter:

    Jonny Graf (67) aus Berg bekam als ältester Teilnehmer ein Präsent der Marktgemeinde.

  • Premiere:

    29 Schwimmer aus sechs Gruppen beteiligten sich das erste Mal.

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