MyMz
Anzeige

Museum

Automobile Schätze erzählen Geschichten

Horst Linn persönlich führte Gäste aus dem Landratsamt durch sein Speedtreibhaus, das neue Oldtimermuseum in Eschenfelden.

Der Renault Alpine A 110 1600 S G4 ist das Lieblingsstück von Horst Linn (Zweiter von rechts) in seiner Sammlung, wie er Landrat Richard Reisinger (Zweiter von links) erzählte.
Der Renault Alpine A 110 1600 S G4 ist das Lieblingsstück von Horst Linn (Zweiter von rechts) in seiner Sammlung, wie er Landrat Richard Reisinger (Zweiter von links) erzählte. Foto: Christine Hollederer

Amberg.Beim Betreten der Museums-Halle in Eschenfelden liegt bereits der Geruch von Benzin in der Luft. Um die 50 Oldtimer sind auf den rund 600 Quadratmetern aufgereiht. Jedes dieser Fahrzeuge wurde teils aufwendig restauriert und umgebaut und hat Vorbesitzer von Rang und Namen und seine ganz eigene Motorsport-Geschichte. Horst Linn, der Eigentümer der historischen Schätze, kann jede einzelne erzählen. In diesen Genuss kamen nun Landrat Richard Reisinger und Vertreter des Landratsamtes Amberg-Sulzbach, Schlossgraben in Amberg, bei einer persönlichen Führung durch das Oldtimermuseum am Heinrich-Hertz-Platz in Eschenfelden.

Der ehemalige Unternehmer und Rallyefahrer Horst Linn besitzt eine der wohl größten Sammlungen historischer Rallye-, Touren- und Sportwagen aus Frankreich. Fahrzeuge von Renault, Fournier-Marcadier, Simca, Peugeot, Stanguellini, Ferrari, Salmson oder Abarth stehen in dem im Februar eröffneten Speedtreibhaus, dazu noch ein paar Formel-Rennwagen. Das älteste Auto ist ein Salmson AD9 mit 9-Zylinder-Flugzeugsternmotor aus dem Jahr 1926, das jüngste ein Renault R5 Turbo, Baujahr 1980.

Landrat Richard Reisinger und Vertreter des Landratsamtes Amberg-Sulzbach kamen in den Genuss einer persönlichen Führung durch den Speedtreibhaus-Gründer Horst Linn.
Landrat Richard Reisinger und Vertreter des Landratsamtes Amberg-Sulzbach kamen in den Genuss einer persönlichen Führung durch den Speedtreibhaus-Gründer Horst Linn. Foto: Christine Hollederer

Für Horst Linn ist mit dem Oldtimermuseum ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit vielen Jahren sammelt der 70-Jährige alte Fahrzeuge und hat diese seit kurzem im Speedtreibhaus vereint. Mit einigen von ihnen nimmt der ehemalige Rallyefahrer noch heute äußerst erfolgreich an Rallyes teil. Seit seiner Jugend hat der Unternehmer regelrecht Benzin im Blut, Pokale im Coffeeshop des Speedtreibhauses lassen erahnen, wie erfolgreich Horst Linn als Rennfahrer tatsächlich war und auch nach wie vor ist. Hier, im Coffeeshop, läuft auch ein Fernseher mit Ausschnitten von Rennen mit Horst Linn oder Interviews mit dem Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, einem Rallyefahrerkollegen aus vergangenen Tagen und einem engen Freund bis heute.

Die Mischung aus Oldtimermuseum und Coffeeshop stimmt. Seit der Eröffnung vor wenigen Wochen kamen bereits mehrere Hundert Besucher nach Eschenfelden in den Landkreis Amberg-Sulzbach, um sich die alten Schätze des ehemaligen Unternehmers und Rallyefahrers anzusehen. Die weiteste Anreise hatte eine Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, erzählt Horst Linn voller Stolz.

Das Oldtimermuseum

  • Öffnungszeiten

    Geöffnet ist das Speedtreibhaus, Heinrich-Hertz-Platz 5 in Eschenfelden, freitags und samstags von 14 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 19 Uhr und an Feiertagen von 14 bis 19 Uhr – im Sommer mit Terrassenbetrieb bis 22 Uhr.

  • Eintritt

    Auf Wunsch werden auch Führungen durch das Museum angeboten. Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder sowie Rentner, Schüler und Studenten drei Euro. Auch für Schulklassen bietet sich ein Ausflug ins Oldtimermuseum an.

Das Speedtreibhaus ist aber weit mehr als nur ein Museum mit Coffeeshop. So kann es als Eventlocation für Firmenschulungen, Familienfeiern, usw. gemietet werden. Zudem sollen in regelmäßigen Abständen auch Veranstaltungen wie Public Viewing großer Rennsportevents stattfinden.

Das Oldtimermuseum soll übrigens weiter ausgebaut werden, denn Horst Linn hat seine Sammelleidenschaft noch längst nicht beendet. Ein paar Autos möchte er sich noch zulegen und die Attraktivität des Oldtimermuseums noch weiter steigern, wie er erzählt. Dadurch erhofft sich der Unternehmer auch einen Impuls für die Gastronomie und den Tourismus in der Umgebung, vor allem nach der Insolvenz des benachbarten Golfplatzes in Königstein. Eine neue Halle wird deshalb gebaut werden, direkt neben der schon bestehenden. Und auch in dieser wird vermutlich binnen kürzester Zeit der Geruch von Benzin in der Luft liegen…

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht