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Ehrung

Dienst für nachbarschaftlichen Frieden

Acht verdiente Feldgeschworene aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach sind insgesamt 270 Jahre im Ehrenamt engagiert

Auf 270 Jahre bringen es die acht Feldgeschworenen, die im Beisein ihrer Bürgermeister von Landrat Richard Reisinger und Kurt Beyerlein für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt wurden.
Auf 270 Jahre bringen es die acht Feldgeschworenen, die im Beisein ihrer Bürgermeister von Landrat Richard Reisinger und Kurt Beyerlein für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt wurden. Foto: Christine Hollederer

Amberg.Seit mehr als 500 Jahren engagieren sich Bürger als Feldgeschworene und tragen als Mittler zwischen Bürger und Vermessungsverwaltung zum nachbarschaftlichen Frieden bei. Und auch in der schnelllebigen, digitalen Welt von heute sind die Hüter der Grenzen auf keinen Fall wegzudenken. Im Gegenteil: Der Freistaat Bayern setzt nach wie vor auf die Ortskenntnisse der Feldgeschworenen, die somit ein fester und wichtiger Bestandteil der bayerischen Vermessungslandschaft sind und auch bleiben, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts.

Landrat Richard Reisinger und Kurt Beyerlein, der Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, durften nun im Landratsamt Amberg-Sulzbach acht Feldgeschworene aus dem Landkreis für ihr langjähriges Engagement auszeichnen. Zusammen bringen es die geehrten Feldgeschworenen auf 270 Jahre aktiv gelebtes Ehrenamt.

Mit der Ehren- und Dankurkunde des Bayerischen Staatsministers der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, wurden ausgezeichnet für 50 Jahre ehrenamtlichen Dienst Josef Roth (Hirschbach), für 40 Jahre Alois Götz (Ammerthal), Johann Reng (Schnaittenbach) und Lothar Ried (Hohenburg), für 25 Jahre Johann Bösl (Hirschau), Hubert Kaa (Ursensollen), Franz Reif (Hirschau) sowie Andreas Stauber (Hirschau).

Die Feldgeschworenen, auch „Siebener“ genannt, wachen seit mehr als einem halben Jahrtausend über die Einhaltung von Grundstücksgrenzen und sorgen für deren Sichtbarkeit, indem sie die Grenzsteine setzen. Der Bayerische Ministerrat hat beschlossen, die Feldgeschworenen auf die Vorschlagsliste für das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO zu setzen. „Bei dieser seit über 500 Jahren primär mündlich tradierten Rechtspraxis handelt es sich um ein außergewöhnliches Beispiel für ein kommunales Ehrenamt, das für den sozialen Frieden in ländlichen Gebieten von zentraler Bedeutung war und das auch heute noch große Wertschätzung genießt“, so der Wortlaut der Staatsregierung. In Bayern gibt es laut Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat mehr als 80 Millionen Grenzpunkte, davon über 30 Millionen Grenzsteine. Die Feldgeschworenen kümmern sich um Bestand und Erhalt dieser Grenzzeichen.

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