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Soziales

Immer mehr Menschen brauchen den VdK

Der Ortsverband Schmidmühlen hat einen Aufschwung erlebt. Das Angebot kam bei Mitgliedern und Gästen sehr gut an.
Von Josef Popp

Der neuen Vorstandschaft des VdK Schmidmühlen mit dem wiedergewählten Vorsitzenden Karl Bauer (Zweiter von links) gratulierten Bürgermeister Peter Braun (Mitte) und stellvertretender Kreisvorsitzender Johann Ludwig (rechts). Foto: Josef Popp
Der neuen Vorstandschaft des VdK Schmidmühlen mit dem wiedergewählten Vorsitzenden Karl Bauer (Zweiter von links) gratulierten Bürgermeister Peter Braun (Mitte) und stellvertretender Kreisvorsitzender Johann Ludwig (rechts). Foto: Josef Popp

Schmidmühlen.Auf eine sehenswerte und stolze Bilanz konnten die Mitglieder des VdK Schmidmühlen bei der Jahreshauptversammlung im Trachtenheim zurückblicken. Vorsitzender Karl Bauer betonte vor zahlreichen Mitglieder, darunter Bürgermeister Peter Braun, gleich zu Beginn: „Schon seit 70 Jahren setzt sich der Sozialverband VdK für soziale Gerechtigkeit ein. Aufbruch und Zuversicht im Einsatz für eine bessere gerechtere Zukunft bestimmten die Anfänge des VdK. Unser Ziel ist es, auch weiterhin in diesem Sinne zu denken und zu handeln, um als vertrauenswürdiger und unabhängiger Verband noch viele Verbesserungen für sozial benachteiligte Menschen zu erreichen.“

Anwalt für die Benachteiligten

Der VdK-Ortsverband ist in den vergangenen Jahren wieder zu einer festen Größe in Schmidmühlen geworden. Dies zeigte vor allem die Mitgliederstatistik. Zählte der Ortsverband vor zwei Jahrzehnten noch 66 Mitglieder, waren es zehn Jahre später schon 106. zum aktuellen Jahreswechsel wuchs diese Zahl auf 157 Personen an, bilanzierte Bauer. Eine rasante Entwicklung, die nicht nur für die Attraktivität des VdK im Allgemeinen, sondern auch für den Ortsverband im Speziellen spreche. Im Jahr 2018 traten sechs Personen dem VdK bei, mit dem Ehrenvorsitzenden Josef Fertsch, Johann Bauer, Melanie Fuchs, Anneliese Bachert, Johann Frankerl und Ludwig Reinwald verstarben auch sechs Mitglieder, so dass der Mitgliederstand stabil blieb, berichtete Bauer.

Der Kreisverband Amberg-Sulzbach zählt aktuell 9914 Mitglieder. Mit bundesweit rund 1,9 Millionen Mitgliedern sei der VdK der größte Sozialverband in Deutschland, wie der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht informierte. Deshalb sei der Verband eine starke Lobby für Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und deren Angehörige, Familien, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose. Der Sozialverband verstehe sich als Anwalt sozial benachteiligter Menschen und kämpfe für soziale Gerechtigkeit.

Erinnerungen

  • Urgestein:

    Mit Josef Fertsch musste der VdK-Ortsverband Schmidmühlen im vergangenen Jahr einem Urgestein das letzte Geleit geben. Gegründet wurde der Ortsverband 1947 beim Schmid-Bräu. Im Mitgliedsbuch von Josef Fertsch stand bzw. steht noch das Beitrittsdatum „1. Juni 1947“.

  • Ehrenamt:

    Sieben Jahrzehnte war Fertsch im Ehrenamt für den VdK tätig, zunächst als Kassier. Dann war Josef Fertsch 25 Jahre lang 1. Vorsitzender. Im Dezember 2015 konnte Fertsch seinen 90. Geburtstag feiern. Damit war auch der Zeitpunkt gekommen, das Amt des 1. Vorsitzenden in jüngere Hände zu geben.

Für den Aufschwung des Ortsverbandes listete Bauer zahlreiche Gründe auf. Das Angebot an Informationsveranstaltungen, aber auch an Freizeit und Bildung habe genau „den Nerv“ der Mitglieder getroffen, die überaus zahlreich die Angebote annahmen und so zu einem gelungenen Vereinsleben beitrugen.

Nach einem Generationenwechsel in den vergangenen Jahren hat sich der Ortsverband positiv weiter entwickelt. Als echten Gewinn für Mitglieder und Gäste bezeichnete er den Vortrag von Brigitte Scharf. Kurzweilig und vor allem informativ habe sie Fragen zur Hinterbliebenenrente und zur neuen „Flexi-Rente“ beantwortet. Hoch interessant war laut Bauer auch der Vortrag von Pflegeberater Thomas Göldner von der AOK im Frühjahr.

Früher gehörten Tagesausflüge beim VdK fest zum Jahresprogramm und erfreuten sich großer Beliebtheit. An diese Tradition knüpfte die Vorstandschaft an und stieß mit dem Vorhaben auf große Resonanz. Die Fahrt in den bayerischen Wald hatte Vorstandsmitglied Brigitte Schlagbauer bestens vorbereitet, so wurde der Ausflug ein echtes Erlebnis, betonte Bauer.

Karl Bauer bleibt Vorsitzender

Die Fahrt in den Bayerischen Landtag war ein voller Erfolg  Foto: K. Bauer
Die Fahrt in den Bayerischen Landtag war ein voller Erfolg Foto: K. Bauer

Der Verein nutzte auch die Gelegenheit, die neuen Jurawerkstätten in Amberg mit einer interessanten Führung zu besichtigen. Mit einem praktischen und zugleich imposanten Neubau seien für Menschen mit Behinderungen neue, allen modernen Ansprüchen entsprechende Arbeitsplätze geschaffen worden, lobte er. Lange in positiver Erinnerung bleibe die Fahrt in den Bayerischen Landtag. Mit einer vorweihnachtlichen Feier habe man das Jahr gemütlich ausklingen lassen. Ein besonderer Dank Bauers galt Mitglied Raimund Scherer, der über eine ganze Woche die Haussammlung „Helft Wunden heilen“ durchführte. Dank sagte er auch den Bürgerinnen und Bürgern für die gute Unterstützung, ebenso der Raiffeisenbank Unteres Vilstal für eine großzügige Spende.

Dank und Anerkennung zollte Bürgermeister Peter Braun. Der VdK sei eine echte Bereicherung für die Kommune. Der stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende Johann Ludwig dankte ebenfalls für die geleistete Arbeit. Ob der Mitgliederzuwachs unbedingt ein positives Zeichen für die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ist, sei dahingestellt, meinte er. Fakt sei, dass immer mehr Menschen die solidarische Unterstützung des VdK brauchen würden.

Auch in den nächsten zwei Jahren kann der VdK auf eine bewährte Vorstandschaft bauen. Das Ergebnis der Neuwahl: 1. Vorsitzender Karl Bauer, 2. Vorsitzender Bernhard Tischler, Schriftführer Albin Koller, Vertreterin der Frauen Brigitte Schlagbauer, Beisitzer Johann Mehringer, Raimund Scherer und Peter Göth.

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