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Politik

8:1 Stimmen gegen „wildes Parken“

Der Kümmersbrucker Bauausschuss hat den Antrag abgelehnt, die Gärmersdorfer Wiese weiter wie jetzt zu nutzen.
Von Klaus Högl

Diese landwirtschaftliche Fläche (Wiese) in Gärmersdorf gehört zwar dem Antragsteller, es handelt sich aber um ein Überschwemmungsgebiet. Der Antragsteller hat jetzt Nutzungsänderung beantragt. Foto: aeu/Archiv
Diese landwirtschaftliche Fläche (Wiese) in Gärmersdorf gehört zwar dem Antragsteller, es handelt sich aber um ein Überschwemmungsgebiet. Der Antragsteller hat jetzt Nutzungsänderung beantragt. Foto: aeu/Archiv

Kümmersbruck.Vor der Sitzung des Bau- und Grundstücksausschusses traf sich das Gremium in Gärmersdorf wegen eines Antrages von Willibald Bauer auf Nutzungsänderung zum Ortstermin. Wie bereits mehrfach berichtet, betreibt der Antragsteller in Gärmersdorf eine Kfz-Werkstätte. In diesem Zusammenhang wurden auch reparaturbedürftige, nicht zugelassene Fahrzeuge in einer Wiese unmittelbar an der Kreuzung Dreifaltigkeitsstraße/Nabburger Straße und zudem neben der Bahnlinie abgestellt.

Diese landwirtschaftliche Fläche (Wiese) gehört zwar dem Antragsteller, es handelt sich aber um ein Überschwemmungsgebiet. Der Antragsteller hat jetzt Nutzungsänderung beantragt, um dort Park- und Abstellflächen für Pkw bzw. einen Besucherparkplatz anzulegen. Vorweg sei es schon gesagt: Der Antrag wurde vom Ausschuss mit 8:1 Stimmen abgelehnt, das letzte Wort in der Sache wird wohl das Landratsamt haben.

Der Antragsteller habe nun auch bei der Ortsbesichtigung keinen weitergehenden Antrag bzw. Entgegenkommen vorgebracht, sagte 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm, die die Sitzung leitete. Der Ablehnung ging auch eine Diskussion voraus. Es sei schwierig, die richtige Entscheidung über den immerhin seit 30 Jahren dort bestehenden Kfz-Betrieb zu treffen, fand Herbert Breitkopf (SPD).

Auch eine Fristsetzung ist nicht praktikabel

Auflagen seien nicht das rechte Mittel, die müssten ständig überprüft werden. Die würden wohl auch nicht eingehalten sagte Johann Graf (CSU). Hubert Blödt (CSU) meint, „dass der Betrieb mittlerweile eine Größe erreicht hat, die da hinten nicht mehr hinpasst“. Es wäre wünschenswert, dass Meiler „ein grundsätzliches Betriebskonzept erarbeiten und flächenmäßig umsetzen soll“. Auch die von Franz Kölbl (SPD) ins Spiel gebrachte Frist für den Antragsteller sei nicht praktikabel, hieß es. Johann Graf sprach dem Betriebsinhaber gar „den echten Willen“ zum Konsens ab.

Die Freiwillige Feuerwehr Kümmersbruck hat ein nicht unbedeutendes Bauvorhaben in Planung. Besser gesagt: Geplant wird das von Architekt Dipl.-Ing. (FH) Manfred Steininger, die entsprechenden Pläne wurden jetzt dem Bauausschuss im Rathaus vorgelegt. Es handelt sich – grob gesagt – um den Neubau von Werkstatt- und Lagerräumen sowie Jugendräumen der Feuerwehr Kümmersbruck.

Die Doppelgarage neben dem Feuerwehrhaus Kümmersbruck (links) muss weichen, wenn der Neubau genehmigt wird. Foto: aeu
Die Doppelgarage neben dem Feuerwehrhaus Kümmersbruck (links) muss weichen, wenn der Neubau genehmigt wird. Foto: aeu

Dazu bestehe ein dringendes Erfordernis hieß es. 120 Quadratmeter im Erdgeschoss, mit Abstellraum für ein Fahrzeug, 120 Quadratmeter im Obergeschoss mit Jugend- und Aufenthaltsraum. Dazu erforderlich ist es, die beiden bestehenden Garagen an der Zufahrt zur Wolfgangsiedlung abzutragen. Die Kosten für das Bauvorhaben wurden mit rund 250 000 Euro beziffert. Werner Cermak (SPD) stellte den Antrag, das Vorhaben aufgrund der voraussichtlichen Kosten erst mal als Vorschlag an den Gemeinderat weiterzugeben, der müsste dann das gemeindliche Einvernehmen erteilen.

Herbert Breitkopf (SPD) schlug vor, in der nächsten Sitzung des Gemeinderates die fertige Planung eingehend zu diskutieren und das gesamte Gremium mit einzubinden. 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm hat den Antrag auf Zurückstellung angenommen, die nächste Sitzung des Gemeinderates ist am 3. November 2015, da wird dann entschieden.

Köfering backt Brot wieder in der Ortsmitte

Ein Brotbackofen wird künftig den Dorfplatz in Köfering bereichern. Den Antrag dazu gestellt hat Josef Vogl vom Heimat- und Kulturverein, die Gemeinde ist Eigentümerin des Dorfplatzes und hat im Bauausschuss der Errichtung des Brotbackofens durch den HKV dann auch geschlossen zugestimmt. Die Fläche am Dorfplatz wird dem Verein kostenfrei verpachtet, hat Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer erläutert. Lediglich die Verkehrssicherungspflicht und die entstehenden Nebenkosten, zum Beispiel Feuersicherung oder Kaminkehreraufwand, hat der Verein zu tragen.

Baurechtlich ist das Vorhaben des HKV genehmigungsfrei. Der Antrag steht wohl auch im Zusammenhang mit dem 650-jährigen Bestehen der Ortschaft Köfering im kommenden Jahr. Der Brotbackofen soll auch im April/Mai 2016 fertig sein, und im Juni 2016 soll er dann in Betrieb gehen und leistungsmäßig befeuert werden.

Zwischen Trauerweide und Bushäuschen möchte der HKV Köfering einen Brotbackofen errichten. Foto: aeu
Zwischen Trauerweide und Bushäuschen möchte der HKV Köfering einen Brotbackofen errichten. Foto: aeu

Der gemauerte Brotbackofen soll auf der Grünfläche zwischen dem Bushäuschen und der Trauerweide errichtet werden – und zwar ziemlich mittig, so dass er bestmöglich ins Landschaftsbild passt, wie der Verein es sagt. Für eine mögliche logistische Versorgung sei das nahe Bushäuschen bei künftigen Festen als Lager- bzw. Verkaufsraum auch geradezu ideal. Der Brotbackofen soll grundsätzlich dem Dorf Köfering zur Verfügung gestellt und möglichst oft genutzt werden. Auch Pizzabacken sei dabei vorstellbar. Man habe sich bewusst für einen schlichten Backofen im Oberpfälzer Baustil entschieden. Über die Kosten und Kostenförderung soll dann in der nächsten Sitzung des Finanzausschusses entschieden werden.

Weitere Themen im Ausschuss

  • Zustimmung

    Eine Reihe von Bauvorhaben bzw. Bauvoranfragen hat der Bauausschuss genehmigt, u.a.: Eduard Scharl, Krumbacher Straße, Kümmersbruck, Errichtung einer landwirtschaftlichen Fahrsiloanlage in Engelsdorf.

  • Freistellungsverfahren

    Neubau von vier Eigentumswohnungen mit Garagen, Vils talstraße 169, Lengenfeld, links zwischen Sebastian-Kneipp-Straße und Einmündung Schulstraße, u.a.m.

  • Ablehnung

    Abgelehnt wurde, weil nicht laut Bebauungsplan, die Voranfrage, wonach in der Rektor-Schmidt-Straße (Baugebiet Am Bachweg) drei Reihenhäuser mit Garagen geplant sind.

  • Aufgeschoben

    Schließlich zurückgestellt bzw. an den Gemeinderat delegiert wurde in eigener Sache das Bauvorhaben der Gemeinde (Neubau Werkstatt, Lagerräume, Jugendräume) der FFW Kümmersbruck. (aeu)

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