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Initiative

Das Dorf Moos hat jetzt ein Zentrum

Kräftig angepackt haben die Menschen aus Moos beim Bau ihres Dorfstodls. Nun wurde das Haus eingeweiht.
Von Klaus Högl

Den kirchlichen Segen erhielt der Dorfstodl Moos von Pfarrer Wolfgang Bauer und Pfarrer Bernd Schindler (von rechts), links daneben 1. Bürgermeister Roland Strehl. Foto: Klaus Högl
Den kirchlichen Segen erhielt der Dorfstodl Moos von Pfarrer Wolfgang Bauer und Pfarrer Bernd Schindler (von rechts), links daneben 1. Bürgermeister Roland Strehl. Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Zwischen Mutter-Kind-Gruppe und Seniorentreff: Der Dorfstodl in Moos erfüllt die in ihn gesetzten Erwartungen bereits jetzt – er hat seine Daseinsberechtigung und Notwendigkeit schon hinreichend unter Beweis gestellt. Nun ist er ganz offiziell, auch mit klerikalem Segen versehen, seiner Bestimmung übergeben worden.

Zwar steht der Dorfstodl geografisch gesehen am Rande des Kümmersbrucker Ortsteils Moos, gleichwohl soll er das Zentrum des gemeinsamen Dorflebens bilden und darauf ist die Dorfgemeinschaft stolz.

„Der Bedarf für ein gemeinsames Heim war schon früher da, es war ein nachhaltiger Wunsch der Dorfgemeinschaft e. V.“, blickte 1. Bürgermeister Roland Strehl bei der Einweihungsfeier zurück. Aber er fügte auch den respektvollen Hinweis an: „Der Dorfstodl würde nicht stehen, wenn die Mitglieder der Dorfgemeinschaft nicht so tatkräftig zugelangt hätten.“

1500 Stunden geleistet

Das heißt im Klartext, wie Florian Fischer, der 1. Vorsitzende des Vereins, sagte: „Es waren während der Bauzeit ständig bis zu 40 Helfer im Einsatz, die haben 1500 Arbeitsstunden geleistet“, lobte der Vorsitzende seine Mitglieder und besonders seinen 2. Vorsitzenden Hans Schärtl. Besondere Erwähnung erfuhr auch Architekt Oskar Lottner.

In fünf Monaten Bauzeit hätte die Dorfgemeinschaft den Dorfstodl hingestellt: „Das macht uns so schnell niemand nach, wie wir das hochgezogen haben“, freute sich Fischer über den massiven Auftritt der Handwerker im eigenen Verein. Die Außenanlagen seien allerdings noch nicht fertig, insofern beschränken sich die Aktivitäten derzeit auf den Innenbereich, erklärte der Vorsitzende.

Die Kosten

  • Investition:

    Für den Dorfstodl in Moos wurden gut 300 000 Euro investiert.

  • Unterstützung:

    Mit rund 60 000 Euro beteiligte sich das Amt für Ländliche Entwicklung an dem Projekt.

  • Weitere Beteiligte:

    Einen großen Teil der Kosten trägt die Gemeinde Kümmersbruck, dazu kamen ganz erhebliche Eigenleistungen.

Fischer erinnerte an die Anfänge des Projekts, bis ins Jahr 2013 reichen die Pläne für ein Gemeinschaftshaus für die Bürger zurück. Er dachte ans „grüne Licht“ durch den Kümmersbrucker Gemeinderat im Oktober 2017, das aber gar nicht so eindeutig gewesen sei (Abstimmung: 13:10). Fischer sprach von Plänen, Anträgen, Förderungen und auch der bangen Sorge, ob genügend mithelfen würden. Letztlich habe sich alles zum Guten gewendet: Moos habe nun einen schmucken Gemeindestodl – „der wird von allen Altersklassen bereits genutzt“, hob Fischer hervor.

Vielfältige Unterstützung

Nun geht das natürlich nicht mit gutem Willen sowie Hand- und Spandiensten allein: Der Dorfstodl steht, weil die Gemeinde das Projekt angepackt hat. Auch Europa hat im Rahmen des Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kräftig unterstützt über das Amt für Ländliche Entwicklung, das durch Armin Friedrich vertreten war, und der Freistaat.

Der Dorfstodl hat das Ziel, das dörfliche Leben zu fördern – es zeichnet sich ab, dass das auch nachhaltig gelungen ist. Den kirchlichen Segen erbaten Pfarrer Wolfgang Bauer und Pfarrer Bernd Schindler für die katholische und evangelische Kirche. Ein kräftiges Prost auf den Gemeindestodl gab’s s dann bei einem Umtrunk. (aeu)

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