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Jubiläum

Das Verbandsziel bleibt aktuell

Der „Verband Wohneigentum Haselmühl“ feiert 50-jähriges Bestehen. Bei der Neuwahl wird das bewährte Führungsteam bestätigt.
Von Klaus Högl

Die geehrten Siedler Sieglinde Graf, Gertraud Haas und Josef Meier mit dem Kreisvorsitzenden Reinhard Ott, der Klimabeauftragten Veronika Frenzel, dem 1. Vorsitzenden Heinrich Schäfer, Schriftführerin Irene Kugler, Kassier Werner Geiger und 1. Bürgermeister Roland Strehl Foto: Klaus Högl
Die geehrten Siedler Sieglinde Graf, Gertraud Haas und Josef Meier mit dem Kreisvorsitzenden Reinhard Ott, der Klimabeauftragten Veronika Frenzel, dem 1. Vorsitzenden Heinrich Schäfer, Schriftführerin Irene Kugler, Kassier Werner Geiger und 1. Bürgermeister Roland Strehl Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Es war nicht eine der sonst üblichen Jahreshauptversammlungen: Die Siedler aus Haselmühl konnten „auf`s Monat genau“ Jubiläum feiern. 50 Jahre gibt es jetzt die Haselmühler Siedler.

Vorsitzender Heinrich Schäfer konnte noch ein Mitglied der „ganz alten Garde“ beglückwünschen: Josef Meier. Er ist seit 50 Jahren dabei und hat die Anfänge noch genau in Erinnerung, als der allseits bekannte Haselmühler Josef Hekele die Gemeinschaft Haselmühl im Bayerischen Siedlerbund gegründet hat und sie als „Interessenvertretung des kleinen Mannes“ bezeichnete. Kreisvorsitzender war seinerzeit der Amberger Kurt Tschirne.

Der jetzige Kreisvorsitzende Reinhard Ott gratulierte mit 1. Bürgermeister Roland Strehl. „Die Zeiten haben sich geändert“, beschrieb Heinrich Schäfer die Situation, „aber die Notwendigkeit einer Interessensgemeinschaft von Häuslebauern besteht nach wie vor“, sagte er. Geändert hat sich auch der Name: Die früher so genannte „Kampfgemeinschaft Siedler“ heißt jetzt „Verband Wohneigentum“.

„Gleichwohl kämpfen wir für die Belange der Siedler“, bekundete Schäfer, „um uns Gehör zu verschaffen und uns durchzusetzen“, so die Motivation. An der Aufgabenstellung habe sich nichts geändert, sagte Schäfer in seinem Jubiläumsrückblick. Geändert hat sich wohl auch die Altersstruktur der Mitglieder: Von den aktuell 213 Mitgliedern, die der „Verband Wohneigentum“ in Haselmühl – eine von vier Gemeinschaften in Kümmersbruck – angehören, sind 79 Prozent zwischen 50 und 80 Jahre alt, so sagte Heinrich Schäfer. Aber das ist ein wohl ein grundsätzliches Problem der allermeisten Siedler-Gemeinschaften.

Bewährtes Team nach Neuwahl

Bei der Verteilung der Vorstandsposten sind die Kandidaten nicht Schlange gestanden. So konnte der alte und neue Vorsitzende des Verbandes Wohneigentum Haselmühl, Heinrich Schäfer, nach den Neuwahlen der Vorstandschaft wieder auf die bewährten Stützen zurückgreifen.

„Die Zeiten haben sich geändert, aber die Notwendigkeit einer Interessensgemeinschaft von Häuslebauern besteht nach wie vor.“

Heinrich Schäfer, Vorsitzender des Verbandes Wohneigentum Haselmühl

1. Bürgermeister Roland Strehl war dabei, Kreisvorsitzender Reinhard Ott gab ein Statement ab, die kommunale Klimabeauftragte Veronika Frenzel hat sich und ihre Ziele vorgestellt. Sie richtete den Appell an die Versammlungsteilnehmer, in Sachen Klimawandel das Bewusstsein zu verändern und nachhaltiger zu denken.

Vorsitzender Heinrich Schäfer streifte in seinem Bericht die Siedlerbelange im kommunalen und übergeordneten Bereich und die bauliche Entwicklung in der Gemeinde. Natürlich durfte da das Siedler-Engagement in Sachen „Westumfahrung“ nicht fehlen. „Dass hier zufriedenstellende Lösungen nicht wohlfeil sind, sollte uns nicht davon abhalten, auf Verbesserungen zu drängen“, appellierte Schäfer. Die Stichworte „Strabs“, Neuregelung der Grundsteuer und Schutz der Artenvielfalt sind Handlungsfelder der Siedler, ebenso die Verkehrssituation in Haselmühl. Noch zu wenig sei man im Internet vertreten, bemängelnde der Siedler-Chef. Es müsse zudem gelingen, die nächste Generation in die Verantwortung zu bringen. Das gute Miteinander mit der Gemeinde hob Schäfer hervor: „Der oft geschmähten Verwaltung unter Führung von Bürgermeister Roland Strehl danke ich für eine angenehme Zusammenarbeit.“

Vier Säulen für die Gemeinde

Die Steilvorlage nahm Strehl gerne auf. Der Bürgermeister hob Schäfers Engagement in Sachen „ISEK“ hervor. Mit Blick in die Zukunft nannte der Bürgermeister die vier Säulen Dorfplatz Kümmersbruck, Seniorenwohnpark, Ortsdurchfahrt Haselmühl und Schlossplatz. Die Westumgehung wird immer wieder Thema sein, so Strehl.

Kreisvorsitzender Reinhard Ott berichtete vom Bezirksverbandstag und nerte an den anstehenden Landesverbandstag. Möglicherweise werde für die Digitalisierung der Verbandsarbeit eine moderate Beitragserhöhung notwendig. Die zwei Modelle der geplanten Grundsteuer stellte Ott vor.

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