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Kommune

Ein Glockenturm für Gärmersdorf

Bürger interessieren sich für Flurneuordnung und Dorferneuerung in Gärmersdorf-Moos und diskutierten rege mit den Experten.
Von Klaus Högl

Rege Beteiligung an der Ortsbegehung; durchaus kontrovers wurden die jeweiligen Standpunkte gerade beim Hochwasserschutz diskutiert. Foto: Klaus Högl
Rege Beteiligung an der Ortsbegehung; durchaus kontrovers wurden die jeweiligen Standpunkte gerade beim Hochwasserschutz diskutiert. Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Ein Glockenturm für Gärmersdorf, eine zweite Bushaltestelle? Die Gärmersdorfer machten im Zuge der Flurordnung und Dorfentwicklung eine Bestandserfassung im Dorf. Wo gibt es Schwerpunkte, in welche Richtung könnte es gehen mit der Entwicklung, um den Kümmersbrucker Gemeindeteil etwas attraktiver zu machen.

Die Gemeinde hatte zur gemeinsamen Dorfbesichtigung gerufen, sozusagen im Nachgang zur vorausgehenden Veranstaltung im Ortsteil Moos. Dort hat sich im Januar die Bevölkerung recht rege an den Plänen beteiligt. In Gärmersdorf war das nicht anders, dort waren rund 50 Einwohner anwesend, bekundeten ihr Interesse und das war auch gut so. Denn die Dorferneuerung setzt auf Bürgerbeteiligung, die Bevölkerung soll sich äußern, Impulse setzen, gedanklich loslegen und am Ende steht dann die Frage: Was können wir tun, aber auch, wo sind die Grenzen?

Experten haben sich schon mit dem Thema beschäftigt

Bürgermeister Roland Strehl hatte mit Planer Karl Spindler, mit Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch, mit Steffen Schneider und Armin Friedrich vom Amt für Ländliche Entwicklung kompetente Gesprächspartner und vielfach „gelöcherte“ Experten zur Seite. Für die war das Handlungsfeld Gärmersdorf-Moos wahrlich nicht neu, denn vorausgegangen war bereits 2017 ein gemeinsames Seminar in Neumarkt mit Anwohnern aus Moos und Gärmersdorf.

Die Mooser hatten bereits in einer gemeinsamen Besichtigungstour und „übervollen“ Versammlung ihre Konzepte zusammen- und vorgetragen. Jetzt war Gärmersdorf dran und da war das Interesse ebenfalls groß, doch wie gesagt: Es sind Vorschläge, Wünsche und Gedanken, deren mögliche oder unmögliche Umsetzung noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

Dorferneuerung

  • Organisation:

    Das Amt für Ländliche Entwicklung ist federführend, quasi Herr des gesamten Verfahrens und in erster Linie zuständig für die Durchführung, dessen Ende und Ausgang noch völlig ungewiss ist.

  • Abstimmung:

    Eine Teilnehmergemeinschaft wird letztlich dann entscheiden, ob und welche Prioritäten gesetzt werden.

Zwei Stunden lang „begingen“ Experten und Bürger den Ort bzw. die Brennpunkte. Da schälte sich gleich zum Start das große thematische Gebiet um den Hochwasserschutz heraus, in Sachen Krumbach gab es durchaus kontroverse Lösungsansätze; jahrzehntelang lagen die vorgebrachten Argumente zurück.

Der geplante Verbindungsweg entlang der Bahnstrecke zwischen Gärmersdorf und Moos kam bei der Ortsbegehung ebenfalls aufs Tablett. Das „ewigjunge Thema“ in Gärmersdorf ist der kombinierte Rad- und Fußweg nach Kümmersbruck, die Sache scheitert angeblich, weil sich ein Eigentümer weigert, Grund und Boden abzugeben.

In der Ortsmitte hat Gärmersdorf ein Bushäuschen, gegenüber wünschen sich die Bürger ein zweites, darüber wird ebenfalls noch zu reden sein; ebenso verhält es sich um die Verbesserung des Gehwegs an der Schweppermannstraße.

Und schließlich wünscht man sich einen Glockenturm. Einen solchen schließlich hat jeder Kümmersbrucker Ortsteil, stellte ein Gärmersdorfer sachkundig fest und in Gärmersdorf will man auch weiterhin wissen, was die Stunde mittags und abends geschlagen hat.

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