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Geschichte

Eisen für den karolingischen König

Dr. Hensch spricht zur Frühgeschichte des Montanwesens in der Oberpfalz und speziell über die Ausgrabungen in Kümmersbruck.

  • Die Schmieden am Bachweg in Kümmersbruck wurden bei den Ausgrabungen 2015 erforscht. Foto: Dr. Mathias Hensch
  • Dr. Mathias Hensch während der Grabungen am Bachweg in Kümmersbruck Foto: Dieter Dörner

Kümmersbruck.Über Jahrhunderte hat die Montanwirtschaft in der westlichen Oberpfalz Mensch und Natur nachhaltig geprägt. Doch obgleich der Raum um die Bergstädte Auerbach, Sulzbach-Rosenberg und Amberg gemeinhin als „Ruhrgebiet des Mittelalters“ bezeichnet wird, liegen die mittelalterlichen Anfänge von Abbau und Verhüttung der Oberpfälzer Eisenerze und der vor Ort betriebenen Weiterverarbeitung zu Eisenprodukten bislang weitgehend im Dunkeln.

Der Mittelalterarchäologe Dr. Mathias Hensch beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der früh- und hochmittelalterlichen Siedlungs-, Herrschafts- und Wirtschaftsgeschichte der mittleren Oberpfalz. Über seine Erkenntnisse, besonders auch über die Ausgrabungen im Jahr 2015 am Bachweg in Kümmersbruck, referiert Dr. Hensch mit einem Lichtbildervortrag am Freitag, 22. April 2016, 19 Uhr, im Rathaus Kümmersbruck, Schulstraße 37.

Der Vortrag stellt siedlungs- und herrschaftsgeschichtliche Überlegungen des frühmittelalterlichen Raums nordwestlich von Regensburg in den Kontext einer möglichen frühen Montanwirtschaft und verbindet diese mit neuen, zum Teil außergewöhnlichen archäologischen Befunden früher Metallproduktion in Kümmersbruck.

Lesen Sie hier mehr über die Ausgrabungen in Kümmersbruck.

Dieser wichtige Aspekt oberpfälzer und bayerischer Landesgeschichte wird von einer bislang wenig bekannten Seite beleuchtet und in einen überregionalen Zusammenhang gestellt. Deutlich wird dabei, dass es auf der mittleren Frankenalb und im Oberpfälzer Bruchschollenland eine weit vor die ersten schriftlichen Nennungen zurückreichende Tradition der Gewinnung und Verarbeitung von Eisenerzen gab. Und schon früh arbeiteten auch spezialisierte Handwerker im Auftrag früh- und hochmittelalterlicher Herrschaftsträger an der Herstellung hochwertiger Produkte im Rahmen grundherrschaftlicher Strukturen.

Veranstalter des Vortrags ist die Gemeinde Kümmersbruck in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Gäste sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

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