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Engagement

Für die Senioren wird viel getan

Die Unterstützung für Ältere und ihre Angehörigen ist in Kümmersbruck breit aufgestellt. Gesucht werden Ehrenamtliche.
Von Klaus Högl

Der Aktionstag für die Generation 50 plus war 2017 ein großer Erfolg. Im November soll es eine Neuauflage geben. Foto: Högl/Archiv
Der Aktionstag für die Generation 50 plus war 2017 ein großer Erfolg. Im November soll es eine Neuauflage geben. Foto: Högl/Archiv

Kümmersbruck.Freude am Kontakt mit anderen Menschen, Hilfe im Alltag daheim, Unterstützung auch für die pflegenden Angehörigen – Senioren in Kümmersbruck dürfen sich über ein breites Spektrum an Angeboten freuen. Aktive Seniorennetzwerke, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), soziale Unterstützung von kirchlicher Seite und von der Gemeinde sowie diverse Einrichtungen sind reichlich vorhanden.

Und dennoch: Es gibt noch Nischen da, zudem haben die Seniorinnen und Senioren Anliegen und Wünsche. Diese werden beim Treffen des Ausschusses für demografische Entwicklung besprochen. Erster Bürgermeister Roland Strehl konnte dabei für seine Gemeinde durchweg Positives zur Seniorenarbeit vermelden.

Barbara Hernes, Projektleiterin für das im Oktober 2015 gegründete Seniorenmosaik Hirschwald mit Sitz im Kümmersbrucker Rathaus, hat quasi den Hauptteil der 90-minütigen Diskussionsrunde bestritten. Andrea Motzel (AWO) war dabei, ebenso der Seniorenbeirat mit Manfred Sulima und Anneliese Breitkopf, wodurch die Senioren auch eine eher politische Vertretung im Gemeinderat besitzen. Die Behinderten- und Inklusionsbeauftragte Else Koller hat sich ebenfalls beteiligt, schließlich die Seniorenbeauftragten des Gemeinderats und interessierte Kümmersbrucker Bürger.

„Der Ausschuss hat schon viele Impulse gestartet“, sagte Strehl. „Wo stehen wir in der Seniorenpolitik der Gemeinde? Und wie sieht die Zukunft aus?“, umriss der Bürgermeister das zentrale Thema.

Beratungsangebot ist gefragt

Barbara Hernes leitet die Beratungsstelle im Kümmersbrucker Rathaus. Seit Mai 2018 ist die Einrichtung offiziell anerkannt durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS): „Seniorenmosaik als Koordinierungsstelle für die Seniorenarbeit in Naturpark Hirschwaldgemeinden und anerkannte Koordinierungsstelle für Angebote für Unterstützung im Alltag“. Das hat auch abrechnungstechnische Folgen, zum Beispiel mit den Pflegekassen, erklärte Hernes.

Mittlerweile finden in jeder Gemeinde neben den üblichen Beratungszeiten individuelle Gespräche in den eigenen vier Wänden Betroffener statt. Mindestens dreimal wöchentlich suche jemand Kontakt – Tendenz steigend, berichtete Hernes.

Der Aktionstag

  • Veranstaltung:

    Durchgeführt werden soll wieder unter der Obhut der Gemeinde die Veranstaltung „Generation 50 plus in Kümmersbruck“. Die Premiere 2017 sei ein herausragender Erfolg gewesen.

  • Aufruf:

    Als Termin ist Sonntag, 10. November 2019, vorgesehen. Gesucht wird dazu ein Verantwortlicher, zum Beispiel ein Verein, zur Organisation der Bewirtung.

Benötigt werden deshalb noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer; bisher seien es neun. Deshalb werde man in den Hirschwald-Gemeinden das Angebot der Koordinierungsstelle durch Veranstaltungen erweitern und entsprechend in der Öffentlichkeit bekannt machen, kündigte Hernes an.

Viel sei aber schon geschehen. Eine ganze Palette von Möglichkeiten für Informationsveranstaltungen habe man gestartet. Es gebe zusätzliche Veranstaltungen für pflegende Angehörige, aber auch eigene Fortbildungsveranstaltungen. Flyer sollen heuer noch hergestellt werden; diese mit dem für Senioren kostenlosen Jahreskalendern zu verteilen, war ein Vorschlag.

Die Gemeinde hat seit Herbst 2017 einmal wöchentliche Fahrangebote mit Kleinbussen für Senioren eingerichtet – zum Arzt, Einkaufen, Stadtbummel, je nach Geschmack und Grad, natürlich auch für behinderte Senioren. Die Integrationsbeauftragte Else Koller aus Theuern hat von guter Akzeptanz der älteren Menschen gesprochen, dieses Seniorenshutle sollte die Gemeinde weiter aufrechterhalten und finanzieren, war ihr Antrag.

Pflegekräfte sind gesucht

Über das vielschichtige Betreuungsangebot der AWO berichtete Einrichtungsleiterin Andrea Motzel. Mit ihrer gravierendsten Sorge hielt sie nicht hinter dem Berg: Sie sprach von einem massiven Mangel an qualifizierten Fachkräften im Pflegebereich. Das habe in anderen Einrichtungen bereits zu leerstehenden Betten, ja sogar Stockwerken geführt. Das Betreuungsangebot sei im wesentlichen ähnlich wie beim Seniorenmosaik. Die Senioren würden aber abgeholt, die Betreuungsstunden seien im Seniorenheim.

Als Stimme der Senioren im Rathaus, als Bindeglied zwischen Senioren und Verwaltung sieht Manfred Sulima den Seniorenbeirat. Informationen der Seniorinnen und Senioren sammeln, im Rathaus vorbringen, dort um Verbesserungen bzw. mögliche Veränderungen sorgen, sei die große Aufgabe, erklärte er. (aeu)

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