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Natur

Umgang mit Bär, Wolf und Luchs

Mit einer interaktiven Ausstellung macht der BUND Naturschutz in Theuern auf dieses aktuelle Thema aufmerksam.
Von Klaus Högl

Wolf und Luchs sind die Hauptdarsteller Foto: Klaus Högl
Wolf und Luchs sind die Hauptdarsteller Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Aktueller konnte die Saisoneröffnung im Schloss nicht sein: Museumsleiter Michael Ritz präsentierte eine Ausstellung, „die Natur und Technik im Haus vereint“ wie er sagte, und deren Thema allenthalben im Gespräch ist: „Die großen Vier –„ damit gemeint sind Wolf, Bär, Luchs und schließlich – als Vierter im Bunde – der Mensch. Mit einer interaktiven Ausstellung macht der BUND Naturschutz in Theuern (bis 28. April) auf dieses aktuelle Thema aufmerksam, die Vernissage dazu führte auf das Thema hin, um Wissen über die „großen Vier“ zu vermitteln. Mit dabei waren von der 9. Klasse der Mittelschule mit Schulleiterin Helga Gradl aus Ensdorf Bastian Hummel, Paus Haas, Tim Schambeck, Sebastian Rost, Michael Drexler mit einem ganz besonderen Sketch. Aus Beutetieren wurden durch versetzte Buchstaben Beutejäger, für die musikalische Untermalung sorgte aus der 6. Klasse Michael Drexler auf dem Akkordeon. Den eröffnenden Vortrag hielt mit Markus Martini ein ausgesprochener Fachmann, Martini ist Wolfsbeauftragter für die Oberpfalz und so gesehen geradezu prädestiniert. Von den „großen Vier“ war zumindest einer bei der Vernissage zugegen – der Mensch! Warum eigentlich ist das ein Thema der „Umgang mit den großen Vier“?

Die Ausstellung, so ließ Markus Martini wissen, tourt bereits seit 2008 durch Bayern und informiert fundiert zum Thema „Umgang mit Bär, Wolf und Luchs“. „Auch wenn nun schon gut zehn Jahre vergangen sind – die Ausstellung wurde 2018 auf neuesten Stand gebracht, das Thema habe an Aktualität gewonnen“ sagte Martini. In den letzten Jahrzehnten wurde Deutschland von großen Beutegreifern wieder besiedelt: Luchse im Bayerwald und Harz, Wölfe in Ost- und Norddeutschland, „zunehmend wird den Wölfen auch Bayern Heimat“ bekundete der Experte. Der erinnerte an die kurzen, aber folgereichen Aufenthalt des Bären namens Bruno in Bayern. Aus besonderem Grund: Denn „Bruno“ und der Umgang mit ihm, endend mit dessen Abschuss, sei zum Wegbereiter für diese Ausstellung geworden. Viel Kritik danach aus der Bevölkerung, die war gegen solche Vorkommnisse nicht gewappnet, sagte Martini. Danach sei man sich einige gewesen, dass man künftig mit solchen Situationen besser umgehen muss. „Es folgte eine sehr konstruktive Zeit, in der Jagd, Landwirtshaft, Naturschutz und auch Verwaltung konstruktiv an einem Strang zogen. Ausfluss und Ergebnis ist auch diese interaktive Wanderausstellung. Fazit: Große Beutegreifer sind keine „Kuscheltiere“, mit gutem Willen und bei richtigem Verhalten ist ein Zusammenleben aber auch in unserer Kulturlandschaft möglich.

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