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Fischzug

Verfehlungen gnadenlos geahndet

Zeremonienmeister Klaus Laßen griff beim Faschingsfinale der Narrhalla Haselmühl-Amberg-Kümmersbruck hart durch.
Von Florian Schlegel

Streng wird jede Strafe notiert. Foto: Florian Schlegel
Streng wird jede Strafe notiert. Foto: Florian Schlegel

Kümmersbruck.Den Anweisungen von Narrhalla-Präsident Dieter Streber mussten beim Kümmersbrucker Fischzug alle folgen. Verstöße ahndete Klaus Laßen streng.

Wie üblich, wurde als erste Gaststätte das TSV-Sportheim angesteuert. Michael Laßen und Vizepräsidentin Denise Forster machten die Fischsemmeln. Danach ging es in die Schlosswirtschaft und über das Blumengeschäft „Blütenstil“ und das Vilscafe zum Gasthof Post. Den Abschluss fand der Fischzug beim ASV Haselmühl.

Dieter Streber ist seit 25 Jahren Präsident und hat den Fischzug in Kümmersbruck hoffähig gemacht – in dessen Fußstapfen zu treten, ist so einfach nicht. Und dennoch: Diesmal mussten sie ihm alle nachgehen und durften nicht aus der Reihe tanzen. Dieter Streber führte den traurigen Zug an, hinter ihm seine „Vize“ Denise Forster. Und nach 19 Närrinnen und Narrhallesen kam der gestrenge Zeremonienmeister Klaus Laßen. Er hatte die Lizenz für Strafen – und die waren drakonisch.

Ohne Wehklagen trug die zylinderbewehrte Narrhalla Haselmühl-Amberg-Kümmersbruck den Fasching zu Grabe. Zetern und Jammern hätte auch nichts gebracht, außer Ärger bzw. Geld gekostet. Ein Handy während des Marsches wurde mit fünf Euro geahndet, aus der Reihe tanzen, rauchen während des Zuges – bloß nicht. Rülpsen im Zug oder das Gasthaus ohne Zylinder zu verlassen, waren schwere Verfehlungen. Laßen kassiert da drei Euro.

Vor dem Abmarsch gab es eine eingehende Einweisung und jedem wurde ein Fisch auf den Rücken gemalt. Die Höchststrafe ist ein Euro für jedes gesprochene Wort. Lachen ist verpönt, geradezu disziplinlos: „Was Lachen ist, entscheide ich“, sagte der Zeremonienmeister. Entsprechend eingeschüchtert ging es in die erste Gaststätte. Den Fasching zu beerdigen, ist folglich eine sehr ernste Angelegenheit und kann auch viel Geld kosten. Am Ende war oft überhaupt kein Euro mehr im Geldbeutel, der zum Finale unter viel Lamentieren und Jammern an geheimer Stelle vor dem Sportheim des ASV Haselmühl vergraben wurde. (afs)

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