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Fasching

Vilshofener Hexen auf Tour in Rieden

Die wilden Weiber aus Vilshofen machten am Rosenmontag wieder den Markt unsicher. Spaß hatten sie dabei eine Menge.
Von Hubert Söllner

Beim Bussi für Bürgermeister Erwin Geitner bekam Oberhexe Irene nicht genug. Foto: Hubert Söllner
Beim Bussi für Bürgermeister Erwin Geitner bekam Oberhexe Irene nicht genug. Foto: Hubert Söllner

Rieden.Lauthals sangen die Vilshofener Hexen, als sie beim Hirschenwirt einmarschierten: „Rosenmontag ist für Hexen der allerschönste Tag, da geh’n wir auf Reisen, kann kommen, was mag!“ Schon beim Faschingszug in Rieden hatten die wilden Weiber sich so richtig warm getanzt. Fit mussten sie sein für ihren Hexenflug am Rosenmontag von Vilshofen nach Rieden – wie schon seit 1982.

So grauslich wie sie aussehen, so schrill ist auch der Gesang der Vilshofener Hexen. Foto: Hubert Söllner
So grauslich wie sie aussehen, so schrill ist auch der Gesang der Vilshofener Hexen. Foto: Hubert Söllner

Seit damals führte über viele Jahre Zenta Söllner, ein echtes „Hexenurgestein“, als Oberhexe das Regiment über die wilden Weiber. Sie gab dann das ehrenvolle Amt an ihre Tochter Irene Schönberger ab, die nun als Oberhexe das Kommando führt. Und so fielen sie am frühen Morgen mit ihrem Schlachtgesang „Keiner wird es wagen, unsern Hexen-Club zu schlagen!“ als erste Station in Rieden bei Blumen-Deml ein, anschließend stürmten sie den „Hirschenwirt“. Immer wieder erklang auf ihrer Tour „Vilshofener Hexen Oho!“ und „Hex, Hex!“.

Auch der Nachwuchs ist dabei

Bei Zahnarzt Dr. Küss und in der Praxis Dr. Theis standen schon Kaffee, Cola und Orangensaft parat. Hier ließ sich auch die liebestolle Hexe Gaby behandeln. Sie bekam von Dr. Gertraud Weigert eine Hormonspritze und hofft nun, dass ihr die Oberhexe Irene ein Mannsbild vermittelt.

Riedener Hexen sind auf Schabernack aus

Auch die Marktapotheke kam an die Reihe. Für die Nachwuchshexen – Anton und Johanna, Stefan, Milena und die beiden „Halberwachsenen“, Marina und Johannes – war das Karussell dort der Renner. Weiter ging’s „auf a Glaserl Sekt“ zur Sparkasse und zur Raiffeisenbank, die Metzgerei Greß und der Dotzauer Ernst wurden nicht vergessen. „Prost, Prost, Prösterchen, dem Spender sei ein Trulala! Next’s Jahr san ma wieder da“ bedankte sich die wilde Schar.

„Pflicht“ ist es für die Hexen, die Gemeindeverwaltung einzunehmen, und so ging’s ab ins Rathaus. Bürgermeister Erwin Geitner empfing mit 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner die „wilden Weiber aus Vilshofen“, rund 25 waren es, samt Nachwuchs. Die Theresa spielte mit dem Phillip auf, die Hexen sangen und schunkelten, Artigkeiten wurden ausgetauscht.

Faschingsfinale

  • Termin:

    Der Kehraus der Narrhalla Rieden ist heute im Schützenheim, Einlass 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro.

  • Unterhaltung:

    Die Narrhalla-DJ’s sorgen für Unterhaltung und Tanzmusik. Auftritte präsentieren die Mädels der Kinder-, Jugend- und Prinzengarde sowie die „Golden Girls“ der Narrhalla.

  • Ende:

    Ein Geheimnis ist noch, wie der Prinz in diesem Jahr ins Jenseits befördert wird.

Spende für Gemeindekasse

Bürgermeister Erwin Geitner lud – in Reimen – ein, „zu essen, ihr könnt nicht fasten, denn ihr dürft noch lang nicht rasten“ und wusste weiter: „Seid heute bei mir zu Gast, es ist mir Freude, keine Last.“ Die Oberhexe und die Weiberschar hatten für den Bürgermeister ein „bieriges“ Geschenk und fünf Euro für die Gemeindekasse, „damit ihr nicht pleitegeht“. Bussi und Ehrentänzchen gehörten dazu. Nach einem „Prost, prost, prost – dass d’Gurgl net verrost“ ging’s weiter durch Riedener Wirtshäuser und Geschäfte und in Vilshofen wurde „as ganze Dorf abgrast“. (azd)

Impressionen vom Faschingszug in Rieden

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