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Militär

Bis zu 1500 Fallschirmjäger springen ab

US-Militärs informierten in Schmidmühlen über die Luftlandeübung an der Grenze der Kreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf.

Zwischen 1250 und 1500 Fallschirmjäger werden am 12. April bei der größten Luftlandeübung der US Army in den vergangenen Jahrzehnten an der Grenze der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf abspringen. Symbolfoto: dpa
Zwischen 1250 und 1500 Fallschirmjäger werden am 12. April bei der größten Luftlandeübung der US Army in den vergangenen Jahrzehnten an der Grenze der Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf abspringen. Symbolfoto: dpa

Schmidmühlen. Fast „High Noon“ heißt es am Dienstag, 12. April, für etwa 1250 bis 1500 Fallschirmjäger, die außerhalb des Truppenübungsplatzes Hohenfels im Raum Eglsee sowie Höchensee und Mühlberg (beide Stadt Burglengenfeld) abspringen werden. Es ist die größte Luftlandeübung der US Army in den vergangenen Jahrzehnten außerhalb des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Diese Informationen aus erster Hand bekamen die Menschen bei den Bürgerversammlungen in Schmidmühlen und Emhof vom Kommandeur des Joint Multinational Readiness Centers Hohenfels (JMRC), Oberst Thomas H. Mackey, und Hauptmann Christopher Bradley (US Army Hohenfels) sowie Maneuver Manager Ernest L. Roth aus Grafenwöhr.

Zeichen der Freundschaft

Innerhalb von weniger als zwei Stunden werden die Fallschirmjäger am 12. April ab 11 Uhr abspringen. Darunter befinden sich auch eine britische und eine italienische Kompanie. Ein Ausweichtermin für den Sprungtag ist Mittwoch, 13. April 2016, sehen die Planungen der US Army vor.

Bürgermeister Peter Braun bezeichnete die Anwesenheit von Colonel Thomas Mackey bei den Bürgerversammlungen als eine besondere Geste von Offenheit, Freundschaft und Partnerschaft zwischen den US Militärs in Hohenfels und der Zivilbevölkerung. Es war übrigens das erste Mal in der langen Geschichte des Truppenübungsplatzes, dass von amerikanischer Seite die Bevölkerung bei einer Bürgerversammlung so umfangreich informiert wurde.

Umfangreiche Informationen zur Luftlandeübung gaben der Kommandeur des Joint Multinational Readiness Centers, Oberst Thomas Mackey, und Maneuver Manager Ernest L. Roth aus Grafenwöhr bei den Bürgerversammlungen; rechts Bürgermeister Peter Braun. Foto: abp
Umfangreiche Informationen zur Luftlandeübung gaben der Kommandeur des Joint Multinational Readiness Centers, Oberst Thomas Mackey, und Maneuver Manager Ernest L. Roth aus Grafenwöhr bei den Bürgerversammlungen; rechts Bürgermeister Peter Braun. Foto: abp

Im Bereich von Eglsee, Höchensee und Mühlberg wird die US Army zwei Absprungzonen einrichten. Wie Maneuver Manager Ernest Roth informierte, habe man bereits mit dem Bundesministerium für Verteidigung, der Bayerischen Staatsregierung, der Regierung der Oberpfalz, den Landratsämtern, der Polizei, dem Netzbetreiber E.ON, dem Landwirtschaftsamt und dem Bauernverband umfangreiche Gespräche geführt. Am Donnerstag, 10. März, ab 19.30 Uhr gibt es umfangreiche Information für die Landwirte im Absprunggebiet im Gasthaus Aumeier in Lanzenried. Während der Übung werden auch Manöverschätzer vor Ort sein.

Verkehrsmaßnahmen

  • Sperrungen

    Die Staatsstraße 2235 zwischen Schmidmühlen und Mühlberg, die Kreisstraßen AS 34/SAD 2 sowie kleine Straßen zwischen Lamplhof, Hub, Mühlberg, Eglsee und Höchensee werden am 12. April nur kurzzeitig für die Dauer des Absprungs aus Sicherheitsgründen gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert.

  • Tempolimit

    Am Tag der Luftlandeübung, am 12. April, gilt von mittags bis gegen 18 Uhr auf der Staatsstraße 2165 (Vilstalstraße) zwischen Schmidmühlen und Dietldorf eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. (abp)

Gerät wird nicht abgeworfen

Es werden nur Fallschirmjäger abspringen, machte Roth deutlich. Der Abwurf von militärischem Gerät sei nicht vorgesehen. Man plane, nur Rettungs- und Unterstützungskräfte mit Fahrzeugen vor Ort zu haben. Die Übung sehe demnach vor, dass die Fallschirmjägereinheiten zu Fuß das Gelände des Truppenübungsplatzes erreichen. Übergangsstellen sind die Brücken in Emhof und Pettenhof. Auch hier werden nur Rettungsfahrzeuge zu finden sein. Schiedsrichtergruppen begleiten die Fallschirmjäger zu Fuß ohne ihre Fahrzeuge, um Manöverschäden so gering wie möglich zu halten, hoben die Verantwortlichen hervor. Die Kampfhandlungen der Fallschirmjäger zur Besetzung der Feldlandebahn bei Emhof „STOL-Airfield“ würden erst im Truppenübungsplatz aufgenommen. (abp)

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