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Jahresversammlung

Verein will bis 2020 schuldenfrei sein

Der SV Schmidmühlen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Finanziell wie sportlich steht der Verein derzeit gut da.
Von Peter Fochtner

33 Mannschaften aus ganz Bayern traten 2018 bei den Ü40/Ü50 und Ü60 Cups des BFV in Schmidmühlen an. Dabei waren unter anderem zwei Mannschaften des FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg. Foto: Peter Fochtner
33 Mannschaften aus ganz Bayern traten 2018 bei den Ü40/Ü50 und Ü60 Cups des BFV in Schmidmühlen an. Dabei waren unter anderem zwei Mannschaften des FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg. Foto: Peter Fochtner

Schmidmühlen.Der rund 400 Mitglieder starke Sportverein Schmidmühlen hat im Jahr 2018 erneut einen Rekord bei der Schuldentilgung aufgestellt. Bei rund 155000 Euro Jahresumsatz fuhr man einen satten Gewinn ein. Trotz Investitionen von ca 11000 Euro in die Sanierung der Toiletten konnte man die Verbindlichkeiten um rund 17000 Euro vermindern. Der Schuldenstand verringerte sich von 25000 auf 8000 Euro. Ziel ist daher, im Jahr 2020 schuldenfrei zu sein. Und das, obwohl man vor wenigen Wochen die neue Terrassenüberdachung fertigstellen konnte.

Dabei verzichtet der Verein im Gegensatz zu Nachbarvereinen auf Verpflichtungen zu Arbeitseinsätzen und auf Umlagen für die Mitglieder. Lediglich die aktiven Fußballer müssen seit einigen Jahren einen zusätzlichen Aktivenbeitrag bezahlen. Vereinskassier Tobias Guttenberger berichtete, dass bei rund 13000 Euro Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge die restlichen rund 60000 Euro auf anderen Wegen beigebracht werden müssen. Wichtige Einnahmen seien daher Veranstaltungen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Bandenwerbung und Sponsoren.

Attraktiver Spielstandort

Der wichtigste Grund für die rasante Schuldentilgung ist die Eigenbewirtung des Sportheims und die Tatsache, dass man keine Spieler im Kader hat, welche für Geld spielen. Hinzu kommt noch die exponierte Lage mitten in der Oberpfalz, welche den Verein für Entscheidungsspiele attraktiv macht. „Von der Bewirtung des Sportheims allein seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, ist äußerst schwierig“, so Tobias Guttenberger, „aber für einen Verein ist das ein willkommenes Zubrot“. Vor der Eigenbewirtung habe man zwar durch die Pacht und durch eine Umsatzbeteiligung auch Gewinne aus dem Sportheim gehabt, aber eben nicht in dieser Größe.

Nach Begrüßung und Totengedenken stellte der Erste Vorsitzende Peter Fochtner den Bericht des Vorstandes vor, der sich wieder in die Bereiche Sportheim, Veranstaltungen und Sportgelände aufteilte. Neben der Sanierung der Toiletten investierte man einige hundert Euro in den Küchenbereich. Dies war bei der Prüfung durch das Landratsamt angeregt worden.

Geehrte Mitglieder

  • 30 Jahre:

    Der Erste Vorsitzende Peter Fochtner und der Ehrenamtsbeauftragte Karl Bauer ehrten Markus Scheuerer, Christian Dobler, Thomas Stadlbauer, Christa Ferstl, Josef Graf, Gisela Lesser, Peter Raps, und Elisabeth Schönberger.

  • 40 und 50 Jahre:

    40 Jahre im Verein sind Dieter und Carola Hummel, ganze 50 Jahre Hans Hummel, Peter Graf, Helmut Eckmeder, sowie Otto Schwendner.

  • 60 Jahre:

    Gar 60 Jahre gehören Eduard Braun und Karl Scheuerer dem Verein an. Deswegen, und auch weil sie sich die beiden jahrelang in verschiedenen Positionen und Aufgaben einbrachten, wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt.

  • Sonderehrung:

    Eine besondere Auszeichnung erhielt Peter Graf, der als Ehrenmitglied immer noch als Kassenprüfer und Getränkeverkäufer bei jedem Heimspiel aktiv ist. (asv)

Bei der Jahresversammlung dabei waren (von links) Bürgermeister Peter Braun, Christian Dobler, Josef Graf, Thomas Stadlbauer, Otto Schwendner, Eduard Braun (neues Ehrenmitglied), Hans Hummel, Peter Graf, Karl Scheuerer (neues Ehrenmitglied), Karl Bauer (Ehrenamtsbeauftragter) und der Erste Vorsitzende Peter Fochtner. Foto: Peter Fochtner
Bei der Jahresversammlung dabei waren (von links) Bürgermeister Peter Braun, Christian Dobler, Josef Graf, Thomas Stadlbauer, Otto Schwendner, Eduard Braun (neues Ehrenmitglied), Hans Hummel, Peter Graf, Karl Scheuerer (neues Ehrenmitglied), Karl Bauer (Ehrenamtsbeauftragter) und der Erste Vorsitzende Peter Fochtner. Foto: Peter Fochtner

Bei den Veranstaltungen hatte man 2018 einige „Highlights“, welche den Markt Schmidmühlen auch bayernweit bekannt machten. Größte Veranstaltung war dabei die Ausrichtung der Ü-Cups für den Bayerischen Fußballverband. Nachdem der geplante Veranstalter wenige Wochen vor dem Termin abgesagt hatte, sprang der SV Schmidmühlen kurzfristig ein. Innerhalb weniger Tagen musste das Konzept stehen, bei welchem 33 Mannschaften in den Altersklassen Ü40, Ü50 Jahre und Ü60 auf fünf Sportplätzen gegeneinander antraten. Nur durch die Bereitschaft von Erwin Graf und Johannes Pirzer, die jahrelang im Verein als Zweite Vorsitzende tätig waren, konnte man die Aufgabe stemmen. Rund 50 Vereinsmitarbeiter gewährleisteten einen reibungslosen Ablauf.

Weitere Veranstaltungen am Sportgelände waren die Oberpfalzmeisterschaft und das Entscheidungsspiel zwischen der Spvgg Weiden II und dem SV Sulzbach/Donau. Dieses Spiel war eines der Besten und Spannendsten, das je in Schmidmühlen stattgefunden hat. Aber auch im Jugendbereich machte man beste Werbung für den Standort Schmidmühlen, da bei der Relegation der U17-Mannschaften der FFC Hof auf den FC Forstern traf.

An der Kirchweih beteiligt

Auch der Bruckmüller-Cup fand 2018 in Schmidmühlen statt. Dabei traten Mannschaften an, deren Sportheime durch die Brauerei Bruckmüller beliefert werden. Gewonnen hat den Wanderpokal der Gastgeber. Für Kinder wurde im Sommer wieder eine Fußballschule angeboten, an der 38 Kinder teilnahmen. Auch bei der Kirchweih brachte man sich ein. Erstmals waren die „Kirwamoidln“ am Sonntag zum Mittagessen im Sportheim. Nachdem Peter Fochtner für die Speisen gesorgt hatte, war Party angesagt mit DJ Fertl.

Bei den Sportplätzen ragte die Neugestaltung der Auswechselbänke heraus, welche durch einen Sponsor möglich wurde. Ein dickes Lob ging an Platzwart Michael Meier, der durch die vielen zusätzlichen Spiele einen enormen Mehraufwand hatte und trotzdem immer ein überragendes Spielfeld vorbereitete.

Die beiden Kassenprüfer Peter Graf und Peter Fochtner sen. beantragten die Entlastung des Kassiers. Diese erfolgte, wie auch die der Vorstandschaft, einstimmig. In seinem Grußwort sagte Bürgermeister Peter Braun am Ende der Versammlung, dass er stolz sei auf den Sportverein und dankte allen, die sich in den Verein einbringen. Er selbst konnte sich rund zwei Wochen vorher beim Hobbyturnier davon überzeugen, wie viel Spaß man beim Fußball haben kann, auch wenn es nicht um große Preise geht. Für die kommenden Jahre sagte er zu, den Verein auch bei der anstehenden Anschaffung eines Spindelmähers finanziell zu unterstützen. (asv)

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