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Verein

Schützenkönig heißt Johann Höllriegl

Nach der Fusion von KSK- und Tellschützen mit den Burgschützen wurden erstmals Titel vergeben. Martina Ölmeier ist Schützenliesl.
Von Paul Böhm

Darauf hat man 52 Jahre warten müssen: Erstmals nach der Fusion der Schützenverein im vergangenen Jahr ist das erste gemeinsame Königsschießen seit 1968 über die Bühne gegangen. Schützenmeister Josef Scharr (von rechts) gratuliert Schützenliesl Martina Ölmeier, Schützenkönig Johann Hollriegl, 1. Ritter Franz Kugler, 1. Zofe Erika Paulus und 2. Ritter Gerhard Schmid zu ihren Titeln.  Foto: Paul Böhm
Darauf hat man 52 Jahre warten müssen: Erstmals nach der Fusion der Schützenverein im vergangenen Jahr ist das erste gemeinsame Königsschießen seit 1968 über die Bühne gegangen. Schützenmeister Josef Scharr (von rechts) gratuliert Schützenliesl Martina Ölmeier, Schützenkönig Johann Hollriegl, 1. Ritter Franz Kugler, 1. Zofe Erika Paulus und 2. Ritter Gerhard Schmid zu ihren Titeln. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Martina Ölmeier und Johann Höllriegl sind das neue Schützenkönigspaar. Bei den KSK-Tell- und Burgschützen Hohenburg war es das erste Königsschießen nach der Fusion der Schützenvereine im vergangenen Jahr, als aus den KSK- und Tellschützen sowie den Burgschützen die KSK-Tell und Burgschützen entstanden sind.

Schützenmeister Josef Scharr bedankte sich bei den Mitgliedern, die sich an diesem ersten gemeinsamen Königsschießen beteiligt hatten. Unter den Teilnehmern war auch Pfarrer Hans-Jürgen Zeitler.

Spannend war, wer zum ersten Königspaar nach dem Zusammengehen der beiden Hohenburger Schützenvereine gekürt wurde. Als erfahrener Schütze sicherte sich Johann Höllriegl den Titel des Schützenkönigs. Als Schützenliesl steht ihm Martina Ölmeier zur Seite. Den Titel des 1. Ritters darf Franz Kugler für sich in Anspruch nehmen. 2. Ritter wurde Gerhard Schmid. Zu Zofen wurden Erika Paulus und Heidi Zaunseder gekürt. Beim Preisschießen sicherte sich Peter Scharr den ersten Platz vor Georg Reindl und Michael Dieling.

Am 23. November wurde der Burschenverein „Einigkeit“ in Hohenburg als Vorläufer der Schützen gegründet. Infolge politischer und religiöser Unstimmigkeiten spaltete sich ein Teil der Mitglieder ab, der Rest des Vereins gründete 1900 den „Schützenverein Tell“, der ausschließlich den Zimmerstutzensport pflegte. Am 1. September 1906 wurde nach einigen Querelen der Schützenverein offiziell gegründet.

Die im Jahr 1907 in der Taubstummenanstalt Zell (Mittelfranken) angefertigte Fahne wurde dort auch geweiht. Dem Verein wurde aber erst 1912 gestattet, diese bei Festlichkeiten mit in die Kirche zu tragen.

Im „Dritten Reich“ kam der Schießsport fast vollständig zum Erliegen, weil die Vereine im „Reichsbund für Leibeserziehung“ zusammengefasst worden waren. 1953 feierte der Verein 50-jähriges Bestehen mit einem Heimatfest, bei dem Michl Ehbauer (Autor der Bayerischen Weltg’schicht), der in Hohenburg einen Teil seiner Jugend verlebte, und der legendäre Roider Jackl mitwirkten.

Im Jahr 1968 wurden die Burgschützen auch mit Mitgliedern der KSK- und Tellschützen neu gegründet. Der Goldene Schwan wurde ihr Vereinslokal. Schon bei den Generalversammlungen der beiden Schützenvereine im Jahr 1998 hatte es erste grundsätzliche Bereitschaften beider Schützenvereine gegeben, um eine Zusammenlegung voranzubringen. Doch letztendlich sollte es weitere zwanzig Jahre dauern, bis aus den beiden Schützenvereinen wieder ein gemeinsamer Verein geworden ist.

Titel und Termine

  • Veranstaltungen:

    Vorgezogener Volkstrauertag am Sonntag, 10. November, in Hohenburg. Am Volkstrauertag 17. November, legen die Mitglieder der KSK-Tell- und Burgschützen beim Kriegerdenkmal in Allersburg einen Kranz nieder. Am Freitag, 29. November, ist das Nikolausschießen, teilte Schützenmeister Josef Scharr mit. (abp)

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