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Theater

Spannender Krimi in der Historischen Druckerei

Laiendarsteller spielen „Der erste Amtsarzt“ von Helma Koch.

Die Darsteller proben für das Stück „Der erste Amtsarzt
Die Darsteller proben für das Stück „Der erste Amtsarzt". Foto: Achim Groth

Sulzbach-Rosenberg.„Wir machen das jetzt noch einmal – mit mehr Körperspannung und Konzentration, bitte“, sagt Regisseur Florian Wein nach einem nicht ganz geglückten Auftritt. Obwohl alle Schauspieler im Stück „Der erste Amtsarzt“ Laien sind, stellt er professionelle Ansprüche. Schließlich soll das zahlende Publikum später von der Spannung des Theaters gefangen sein.

Die Kulturwerkstatt weist auf die Vorstellungstermine am Samstag und Sonntag, 9./10. November, 19 Uhr hin. Eine weitere Aufführung ist am 24. November um 16.30 Uhr in der Kleinkunstbühne Historische Druckerei Seidel am Luitpoldplatz 4 in Sulzbach-Rosenberg. Karten sind erhältlich im Vorverkauf in Amberg im Reisebüro im Bahnhof, Sonnenklar und in der Tourist-Information am Hallplatz. In Sulzbach-Rosenberg bei den Buchhandlungen Volkert und Dorner und in der Tourist-Information/Kulturwerkstatt im Rathaus. Online www.okticket.de oder www. kulturwerkstatt-online.de. Info Tel. (0 96 61) 51 01 10.

Ein großer Erfolg war der historische Roman „Der erste Amtsarzt“ von Helma Koch. So groß, dass Koch mit Hilfe des Theaterprofis Wein ein Theaterstück daraus gemacht hat. Die Geschichte und auch die handelnden Personen, von denen Buch und Stück erzählen, sind historisch belegt, allen voran Dr. Christoph Raphael Schleis von Löwenfeld, der erste Amtsarzt in Sulzbach. Er wird unfreiwillig zum Detektiv, nachdem eine Bäuerin verschwunden ist und die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht weiterkommt. Bevor der Amtsarzt die überraschende Lösung des Falls findet, muss er nicht nur auf dem Bauernhof und bei der Polizei, sondern auch in der Hofapotheke und der Seidelschen Druckerei recherchieren.

Das Buch ist ein historischer Roman und ein Krimi. Regisseur Wein hat entschieden, die Kriminalgeschichte hervorzuheben. Die Schauplätze werden ohne Kulissen mit einfachen Requisiten dargestellt. Dafür sind die Kostüme umso bunter und vielfältiger. Das hilft den Laien-Schauspielern, alle aus Sulzbach-Rosenberg und Umgebung, sich mit ihren Rollen zu identifizieren. Auch durch die von der Mundart gefärbte Sprache wird die Atmosphäre am Anfang des 19. Jahrhunderts lebendig.

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