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Kommunales

Die neue Dreifachhalle kommt

Für die Mehrkosten bei der Sanierung der Realschule in Sulzbach-Rosenberg gibt der Kreisausschuss grünes Licht.
Von Gerd Spies

Für viele Schüler findet an der Realschule in Sulzbach-Rosenberg derzeit der Unterricht in Containern statt. Foto:Gerd Spies
Für viele Schüler findet an der Realschule in Sulzbach-Rosenberg derzeit der Unterricht in Containern statt. Foto:Gerd Spies

Sulzbach-Rosenberg.Der Kreisausschuss stellte in seiner Sitzung in dieser Woche die Weichen für den Neubau der Dreifach-Sporthalle an der Walter-Höllerer-Realschule in Sulzbach-Rosenberg. Eine ursprünglich geplante Generalsanierung ist damit vom Tisch. Fast 30 Millionen Euro werden die nun geplanten Baumaßnahmen kosten.

„Wir danken der Schulfamilie für das Einverständnis, zugunsten der Sanierung ein Container-Leben zu führen“, richtete Landrat Richard Reisinger gleich zu Beginn der Diskussion seine Anerkennung an die Lehrer und Schüler der Walter-Höllerer-Realschule. Erst im März dieses Jahres begann der erste Bauabschnitt mit der Sanierung des Altbaus, obwohl er bereits im Dezember 2017 beschlossen wurde. Jetzt stellte sich heraus, dass durch einige zusätzlich notwendig gewordenen Maßnahmen die ursprünglich angesetzten Kosten in Höhen von 11,2 Millionen Euro um 2,7 Millionen Euro überschritten werden.

Die Ursachen dieser Kostensteigerung erläuterte Thomas Raithel vom Gebäudemanagement des Landratsamtes. So erhöhte sich etwa der Umfang der Schadstoffsanierung gegenüber der ursprünglichen Planung, muss die Stahl-Fassade jetzt doch gänzlich abgebrochen werden, wurde durch Lecks in den Öltanks der Untergrund kontaminiert.

Sanierung teurer als gedacht

Außerdem wirken sich seit der letzten Berechnung im Jahr 2017 die aktuellen Preissteigerungen aus, die in der Summe rund eine Million Euro betragen. Diese Erhöhung von rund acht Prozent liege aber durchaus im Rahmen, erklärte Raithel. Kreisrat Richard Gaßner schlug deshalb vor, bei der gegenwärtigen Konjunkturlage die Aufträge im Baubereich zu strecken, um nicht zusätzlich die Konjunktur anzuheizen. Schließlich mussten auch die Kosten für das Container-Provisorium neuberechnet werden, da aufgrund eines größeren schulischen Bedarfs die Zahl der Container um ein Drittel erhöht wurde.

Hallensanierung

  • Heizung:

    Die bestehende Frischluftanlage der Sporthalle entspricht nicht mehr den aktuell geltenden gesetzlichen Vorgaben. Die Anlage ist veraltet und trägt zum hohen Energieverbrauch der Halle bei.

  • Hallenboden:

    Der Sporthallenboden aus dem Jahr 1984 ist abgewirtschaftet und wurde im Lauf der Jahrzehnte immer wieder ausgebessert. Eine Erneuerung des Bodens ist unumgänglich.

Mit rund einer halben Million schlagen diese Mehrkosten zu Buche. Mit Kosten von rund 6,7 Millionen Euro rechnet man bei dem Vorhaben, die alte Dreifachhalle durch eine neue zu ersetzen. 2017 hatte sich der Kreisrat eigentlich für die Sanierung der bestehenden Sporthalle ausgesprochen. Damals sah aber das Regierungsraumprogramm, das die Höhe der Förderung festlegt, nur den Bedarf einer Zweifachhalle vor. Außerdem waren einige Schäden an der bestehenden Halle noch nicht bekannt. So stellt die Statik der Halle die Sanierung vor große Probleme, es wurden Schäden an den Betonteilen festgestellt und der Hallenboden weist große Mängel auf. Die wichtigste Neuerung aber ist, dass inzwischen das Regierungsraumprogramm jetzt doch eine Dreifachhalle für förderfähig hält. Damit kann die Option Sanierung endgültig ad acta gelegt werden.

Das Architekturbüro COPLAN AG stellte dem Kreisausschuss erste Pläne dieser neuen Halle vor. Sie wird in etwa an der gleichen Stelle stehen und wieder eine zweigeschossige Nebenraumzone erhalten. Die Dachkonstruktion wird als Satteldach ausgebildet. Bei der Ausstattung wird cer schulische Bedarf zugrunde gelegt, so dass keine ausziehbaren Tribünen vorgesehen sind. Dafür wird es eine Zuschauergalerie mit 70 Sitzplätzen und 80 Stehplätzen geben. Die Kosten für diesen Neubau schätzt das Architekturbüro auf rund 6,7 Millionen Euro.

Das nächste Bauprojekt steht an

Die geplanten Investitionen für die Realschule in Sulzbach-Rosenberg liegen damit nun insgesamt bei Gesamtkosten von 28,4 Millionen. „Wir sind uns einig, dass wir diese in die Zukunft gerichtete Investition tätigen müssen“, brachte Stefan Braun (Kastl), der Sprecher der CSU-Fraktion, die Meinung des Ausschusses auf den Punkt. Einstimmig empfahl dieser dem Kreistag, in seiner Sitzung kommenden Montag den geplanten Maßnahmen an der Walter-Höllerer-Realschule zuzustimmen. Es wird nicht das letzte Bauprojekt bleiben: Denn mit der Sporthalle am HCA-Gymnasium wartet bereits die nächste Schule auf eine notwendige Sanierung.

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