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Landrat

Hier wird den Älteren geholfen

Landrat Richard Reisinger hat eingeladen und viele Senioren sind ins Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg gekommen.
Von Rolf-Dieter Reichert

Sehr großes Interesse, vor allem bei der älteren Bevölkerung im Landkreis: Der Saal war trotz bestem Frühlingswetters gut gefüllt. Foto: Rolf-Dieter Reichert
Sehr großes Interesse, vor allem bei der älteren Bevölkerung im Landkreis: Der Saal war trotz bestem Frühlingswetters gut gefüllt. Foto: Rolf-Dieter Reichert

Sulzbach-Rosenberg.Aus dem ganzen Kreisgebiet und Amberg sind Senioren angereist, um sich über Neuigkeiten in Sachen Pflege informieren zu lassen. Nach der Begrüßung der anwesenden älteren Herrschaften – eingeladen waren alle Personen mit Wohnsitz im Landkreis, die das 65. Lebensjahr erreicht haben – übergab der Landrat das Wort an Dr. Raphael Gaillard. Gaillard ist Leiter des Präsidentenbüros des Bayerischen Landesamtes für Pflege und vertrat zu diesem Termin den verhinderten Präsidenten des Landesamts, Dr. Dr. Markus Schick. Das Landesamt für Pflege ist bislang das einzige in der Bundesrepublik. Bereits nach wenigen Monaten ist der Erfolg dieses Amtes – es ist in Amberg beheimatet und hat seine Räumlichkeiten im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus in der Köferinger Straße 1 untergebracht – evident.

Wo den Älteren geholfen wird

Dr. Gaillard berichtete den aufmerksamen Zuhörern über den Aufbau dieser Landesbehörde und erläuterte die gesteckten Ziele und die bereits sichtbaren Erfolge des Landesamtes. Bereits seit September 2018 arbeitet das LfP mit 54 Angestellten und Beamten im ehemaligen BW-Krankenhaus. Die Umbaumaßnahmen sind bald abgeschlossen und dann kann und wird die Beschäftigtenzahl auf bis zu 350 Personen steigen. Dies sei auch notwendig, wenn man sich die Zahlen, die Dr. Gaillard vortrug, näher anschaute.

Viele Anträge gehen ein

Bis heute sind bereits ca. 345 000 Anträge auf Pflegegeld eingegangen. 326 000 von diesen Anträgen sind bereits ausbezahlt worden, das sind pro pflegebedürftige Person 1000 Euro pro Jahr. Auch beim Hebammengeld sieht es ähnlich aus. Auch hier werden pro genehmigten Antrag auf „Hebammenbonus“ von 1000 Euro pro Jahr ausgezahlt. Bereits hier sind zwei Drittel aller Anträge, das entspricht einer Summe von 700 000 Euro ausgezahlt. Dr. Gaillard warb darum, bei Fragen und Unklarheiten sich direkt mit den Mitarbeitern vor Ort in Verbindung zu setzen.

Silke Kunz, Mitarbeiterin der Seniorenkontaktstelle am Landratsamt Amberg-Sulzbach erläuterte dann den Zuhörerinnen und Zuhörern, welche Möglichkeiten es bisher gibt, das Leben im Alter selbst bestimmend und möglichst zu Hause erleben zu können. Nach einer Aufzählung der verschiedenen Möglichkeiten, sein Umfeld selbst zu gestalten oder durch Hilfen von Ämtern und Behörden altersgerecht gestalten zu lassen, ging sie auf die verschiedenen Wohnmöglichkeiten ein.

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Die Fragen waren z.B. „Was ist ein Quartier? Was sind ambulant betreute Wohngemeinschaften?“ Bereits diese zwei Fragekomplexe riefen bei den Anwesenden viele Fragen auf. Kunz beantwortete sie und regte gleichzeitig an, auch die Anlaufstelle „Seniorenkontaktstelle“ im Landratsamt zu kontaktieren. Sie wird sicherlich helfen können. Auch nach einer Umwandlung von Leerständen in den Gemeinden im Landkreis wurde gefragt. Hierzu meldete sich die Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann zu Wort: In ihrer Eigenschaft als Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland ist sie sehr oft mit dem Problem befasst. Allerdings ist eine Umwandlung von leerstehenden Wohngebäuden meist dadurch zum Scheitern verurteilt, dass die Eigentümer entweder kein Interesse haben, die Liegenschaft für diese Aufgaben frei zu geben, oder Erbengemeinschaften und Einzelpersonen wollen nur zum höchsten Gewinn verkaufen. Und das steht dann den Allgemeininteressen einer Umwandlung entgegen.

Seniorenkontaktstelle hilft

Silke Kunz meinte dazu, dass dieses Problem natürlich auch ihr bewusst sei. Aber wenn man solche Fälle kennt, soll man sie auch ansprechen. Sie werde dann alles versuchen. Auch in anderen Fragen rund um die Pflege sollten sich Betroffene und Angehörige an sie wenden. Sie wird das Möglichste tun, um zu helfen.

Dieser Seniorennachmittag war, trotz des zum Spazierengehen lockenden Frühlingswetters, auch in der Halle des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums für die Anwesenden ein Erfolg. Gab es doch viele Informationen und, noch wichtiger, konkrete Ansprechpartner für etwaige Probleme. Kein Wunder, dass das Interesse der älteren Generation sehr groß war.

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