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Umwelt

Meister der Umwandlung von Reststoffen

Anwendungsorientierte Forschung zum unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft und zum Vorteil für die Gesellschaft: Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg arbeitet seit 1990 an hochinnovativen Produkten und Verfahrenstechniken.

DIe CSU-Kreistagsfraktion besichtigte das Fraunhofer-Institut UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg.Foto: Mertel
DIe CSU-Kreistagsfraktion besichtigte das Fraunhofer-Institut UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg.Foto: Mertel

Sulzbach-Rosenberg.Die CSU-Kreisräte machten sich nun im Rahmen ihrer jüngsten Fraktionssitzung zusammen mit Landrat Richard Reisinger vor Ort ein Bild von dem Betrieb und seiner Entwicklungstätigkeit.

Geht es um einzigartige Forschungsinnovationen, so denkt man wohl intuitiv zuerst an Entwicklungsstandorte in den USA wie dem Silicon Valley oder Boston, Fernost oder die europäischen High-Tech-Zentren. Dass jedoch in den Bereichen Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik hier im Landkreis-Amberg-Sulzbach, genauer bei Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg, weltweit in dieser Qualität einmalige Verfahren erfunden und getestet werden, darüber staunten die Kreisräte.

„Als ich bei der Kooperationsunterzeichnung zwischen der Universität Birmingham und dem Fraunhofer UMSICHT Institut in Birmingham dabei sein durfte, war ich mehr als beeindruckt von der starken internationalen Nachfrage von Unternehmern und Wissenschaftlern aus aller Welt“, sagt Landrat Richard Reisinger. Was genau es bei diesen besonderen Verfahren auf sich hat, erfuhren die Kreisräte dann beim Rundgang durch das Betriebsgelände. „Unsere Mission ist die Erzeugung von Energie und Rohstoffen aus einer breiten Palette an Abfällen,“ so Frederik Betsch, Leiter der Marketing-Abteilung.

„In Sulzbach-Rosenberg forschen wir dabei an zwei Technologielinien: Einerseits stellen wir mittels des sogenannten Thermo-katalytischen-Reformings (TCR) aus biogenen Reststoffen Energieträger her. Andererseits haben wir eine neuartige Recycling-Methode für Verbundmaterialien wie Elektroschrott oder kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe entwickelt.“

Beim TCR-Verfahren wird Abfall-Biomasse wie Klärschlamm, Grün- oder Bioabfall, Gülle und Festmist im TCR-Reaktor behandelt, als Endprodukte entstehen ein besonderes Gas, Öl und Karbonisat. „Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.

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