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Forstwirtschaft

Mit Wildlingen den Wald verjüngen

Interessierte aus der Region Amberg-Sulzbach erfuhren, wie sie kostengünstig eigene Bäumchen für ihren Wald nützen können.

Forstingenieur Martin Fäth (Mitte) und Forstwirt Herbert Mutzbauer (links) mit Teilnehmern der Informationsveranstaltung am Reichertsberg im Bürgerspitalwald Sulzbach-Rosenberg
Forstingenieur Martin Fäth (Mitte) und Forstwirt Herbert Mutzbauer (links) mit Teilnehmern der Informationsveranstaltung am Reichertsberg im Bürgerspitalwald Sulzbach-RosenbergFoto/Copyright: AELF Amberg

Amberg. Wildlinge im Wald haben nichts mit Game of Thrones gemein. Wildlinge sind dichten Naturverjüngungen entnommene Bäumchen, die zur Verjüngung von Waldbeständen als kostengünstige Alternative zu Baumschulpflanzen verwendet werden können. Doch nur richtig gewonnen und verpflanzt, bringen Wildlinge den gewünschten Erfolg. Dazu veranstaltete Forstingenieur Martin Fäth, Forstanwärter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg, eine Informationsveranstaltung für Waldbesitzer und Interessierte aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Unterstützt wurde er dabei von dem erfahrenen Forstwirt Herbert Mutzbauer.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das richtige Ausheben junger Buchen mit Hilfe einer Grabgabel, sowie deren Transport zur Pflanzfläche und die dortige Pflanzung. Trotz des frischen Wetters waren 26 Teilnehmer gekommen. Im Anschluss konnten alle die neu erlernten Techniken vor Ort selbst ausprobieren.

Zur Wildlingsgewinnung eignen sich junge Buchen, Tannen und Edellaubgehölze wie Bergahorn mit Sprosslängen von 15 bis 40 Zentimetern, erläuterten die Fachleute. Bei diesen Baumarten habe man meist nicht so hohe Wurzelverluste beim Ausheben wie bei Eichen oder Fichten. Mit der Grabgabel werde um die gewünschten Bäumchen in den Boden eingestochen und dieser durch Hebeln vorgelockert. Dann können die Wildlinge vorsichtig aus dem Boden gezogen werden. Nur Pflänzchen, die leicht herausgezogen werden können, sollten genommen werden, um Wurzelabrisse zu vermeiden. Bei den Pflanzen sollte man sehr auf die Qualität achten und schlechte Wuchs- und Wurzelformen aussortieren, rieten die Experten.

Werden alle angesprochenen Punkte berücksichtigt und die Arbeiten richtig durchgeführt, können Kosten eingespart werden, erfuhren die Teilnehmer. Nicht nur die ergonomisch kraftsparende Pflanztechnik konnte die Lehrgangsteilnehmer überzeugen, sondern auch der ökonomisch sinnvolle Einsatz eigener Ressourcen.

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