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Erfolg

Umweltpreis 2019 geht an die Firma Lüdecke

Die Stadt Amberg zeichnet das Nachhaltigkeitskonzept des Unternehmens aus. Der Geschäftsführer appelliert an den Stadtrat.
Von Gerd Spies

Den Scheck nahmen Klaus Herdegen (links) und Alexander Titz (Mitte) aus der Hand von Oberbürgermeister Michael Cerny entgegen. Foto: Gerd Spies
Den Scheck nahmen Klaus Herdegen (links) und Alexander Titz (Mitte) aus der Hand von Oberbürgermeister Michael Cerny entgegen. Foto: Gerd Spies

Amberg.Eigentlich verbindet man den Namen Lüdecke nicht mit Themen wie Insektenschutz und Blühwiesen. Der erste Tagungsordnungspunkt der jüngsten Stadtratssitzung belehrte den Stadtrat aber eines Besseren. Das Amberger Unternehmen erhielt gemeinsam mit dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg aus den Händen von Oberbürgermeister Michael Cerny den Umweltpreis 2019.

Ein Glas Honig aus eigener Bienenzucht erhielt zu Beginn der Sitzung jeder Stadtrat von der Firma Lüdecke. Das Unternehmen stellt Kupplungssysteme für Werkzeuge, Maschinen und Schläuche her. Doch Geschäftsführer Klaus Herdegen hat sich auch der Nachhaltigkeitsstrategie „Green Company“ verschrieben. Diese bezieht sich auf die Bewahrung und Schaffung natürlicher Flächen für heimische Tier- und Pflanzenarten.

Seit vier Jahren verfügt das Firmenareal im Industriegebiet Süd über einen rund 4000 Quadratmeter großen Park mit Streuobstwiese, zwei Teichen und mehreren Insektenhotels. Einen zentralen Platz nehmen dort auch die Bienen des „Bee-Sharing“-Projekts ein. Lüdecke eröffnete 2016 erste Insektenhotels in seinem Park. 3000 Bienen bekamen eine neue Heimat. Gemeinsam mit dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg wird hier Bienenhaltung betrieben, inklusive eigener Honigherstellung. Imker Alexander Titz vom Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg betreut den Park und fungiert als hauseigener Bienenbeauftragter.

„Naturschutz, Insektenschutz und Nachhaltigkeit kosten nicht Geld, sondern sparen Geld“, erklärte Klaus Herdegen bei der Preisverleihung. Für ihn sei wichtig, Nachhaltigkeit nicht nur als Modeerscheinung mitzumachen, sondern nachhaltiges Denken und Handeln langfristig bei allen Beteiligten zu verankern.

Deswegen ist es den Preisträgern schon seit Jahren ein großes Anliegen, diese Gedanken auch in die Schulen zu tragen. Seit Herbst 2018 sind die Grundschulen Illschwang und Ammerthal sowie die Mittelschule Krötensee und Kümmersbruck an dem Projekt beteiligt. Als Teil des Biologieunterrichts richteten mehrere Klassen Tierunterkünfte ein, beschäftigten sich mit dem massiven Insektensterben. Regelmäßig bietet das Unternehmen beim Tag der offenen Tür Informationsveranstaltungen zum Thema Naturschutz und Nachhaltigkeit an. Neben dem Bayerischen Imkerverband sind auch die Freiwilligenagentur Amberg und die Stadtverwaltung Projektpartner. „Wir brauchen möglichst viel Grün in der Stadt“, appellierte Klaus Herdegen an den Stadtrat. Begrünte Flachdächer brauche die Stadt, ebenso mehr Blühwiesen.

Den Umweltpreis 2017 erhielt die Fairtrade-Initiative in der Stadt. Der Umweltpreis ist mit 1500 Euro dotiert.

Der Umweltpreis

  • Würdigung:

    Der Preis wird verliehen für besondere Verdienste um den Schutz, die Gestaltung oder die Vermittlung einer gesunden Umwelt oder für außergewöhnliche und nachhaltige Beiträge für Klimaschutz und Energieeffizienz. (age)

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