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Ehrenamtliche schaffen eine Heimat

Beim Empfang würdigt der Ursensollener Bürgermeister das Engagement vieler Menschen. Stolz ist die Gemeinde auf Anja Scherl.

Die Big Band unter der Leitung von Stefan Neger umrahmte den Abend musikalisch.
Die Big Band unter der Leitung von Stefan Neger umrahmte den Abend musikalisch. Foto: Gemeinde Ursensollen

Ursensollen. „Zu Ehren der Ehrenamtlichen“ – unter diesem Motto stand der Neujahrsempfang der Gemeinde Ursensollen im Kultur- und Begegnungszentrum Kubus. Vor rund 300 geladenen Gästen appellierte Bürgermeister Franz Mädler in seiner Rede an den Mut eines jeden, sich dem Wandel und den Herausforderungen der Zeit nicht entgegenzustellen, sondern dies aktiv mit zu gestalten.

Eine glamouröse Note brachte die Big Band der Musikkapelle Ursensollen unter der Leitung von Dirigent Stefan Neger auf die Bühne. Zusammen mit Sängerin Cora Megele aus Ursensollen verzauberten die Musiker das Publikum.

Politik und Gesellschaft gefordert

Marathonläuferin Anja Scherl und ihr Mann Marco (Dritter von links) überreichten ein Präsent als Dankeschön an (von links) 3. Bürgermeister Josef Schmaußer, 2. Bürgermeister Norbert Schmid sowie 1. Bürgermeister Franz Mädler. Foto: Gemeinde Ursensollen
Marathonläuferin Anja Scherl und ihr Mann Marco (Dritter von links) überreichten ein Präsent als Dankeschön an (von links) 3. Bürgermeister Josef Schmaußer, 2. Bürgermeister Norbert Schmid sowie 1. Bürgermeister Franz Mädler. Foto: Gemeinde Ursensollen

„Sie alle haben diese Gemeinde geformt, mit Leben gefüllt und lebens- und liebenswert gemacht. Sie haben Heimat geschaffen, in einer Welt, die immer mehr heimatlos geworden ist und im Umbruch steht.“ Mit diesen Worten bedankte sich Mädler bei allen Ehrenamtlichen und all denjenigen, die aufgrund von Gesundheit oder Alter nicht mehr in der Lage seien zu helfen. Auch die Nachbargemeinden sowie alle politischen Unterstützer, Firmen, Bürger und Ehrengäste bedachte Mädler in seinen Danksagungen.

Mädler ließ auch die aktuellen Herausforderungen und Geschehnisse der Gesellschaft nicht außen vor. In Zeiten von Hass und Gewalt, Flüchtlingskrise und Terrorismus müsse sich die Politik auf die demokratischen und europäischen Kräfte besinnen und aktiv mithelfen, den Wert und Fortschritt Europas wieder richtig einzuschätzen, hob er hervor. „Deutschland muss der größte Exporteur von Wissen, technologischem Fortschritt und Humanität werden, nicht aber beim Waffenexport“, so Mädler.

Viel wurde in der Gemeinde erreicht

Die Brücke zur erfolgreichen Gemeindearbeit schlug Mädler mit der Nennung einiger Projekte im vergangenen Jahr. Das neue Baugebiet „Rängberg“ mit 57 Bauparzellen und rund 100 Wohnungen sei innerhalb weniger Stunden ausverkauft gewesen. Zudem widmete die Gemeinde dem ehemaligen Bürgermeister Michael Kuhn im Neubaugebiet die „Bürgermeister-Kuhn-Straße“. Er formte 1971/72 aus zehn Gemeinden die heutige Gemeinde Ursensollen.

Die neue, in die Grundschule integrierte Kinderkrippe „Regenbogen“, das geplante Seniorenwohnprojekt sowie der Beginn des Glasfaserausbaus steigern die Attraktivität der Gemeinde, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt. Auch die umliegenden Ortschaften wie Oberhof mit einem künstlerisch gestalteten Trafohäuschen oder die Einweihung des Artenschutzturmes würden zur Modernisierung beitragen.

Ehrung von Anja Scherl

  • Leistung

    Ein Highlight war die Ehrung von Sportlerin Anja Scherl. Die Marathonläuferin qualifizierte sich im vergangenen Jahr überraschend für die Olympischen Spiele in Rio und belegte als mit Abstand beste deutsche Marathonläuferin den 44. Platz unter 157 Starterinnen – und das als „Hobby-Sportlerin“. Die 30-jährige Ursensollenerin ist hauptberuflich Softwareentwicklerin. Ihr Ehemann Marco ist auch ihr Trainer und wurde vom BLV mit dem Titel „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Ein kurzer Film über die Erlebnisse in Rio ließ alle Gäste im Saal an den Erlebnissen beim Wettkampf teilhaben.

  • Anerkennung

    1. Bürgermeister Franz Mädler zeigte sich beeindruckt und ein bisschen stolz, eine Ausnahmesportlerin wie Anja Scherl in der Gemeinde zu haben, und gratulierte herzlich zum Erfolg. Als Anerkennung durften sich Anja Scherl und ihr Mann Marco ins „Goldene Buch“ der Gemeinde eintragen. Zum Dank gab es für Bürgermeister Mädler ein eingerahmtes Trikot und Erinnerungsstücke aus Rio de Janeiro. Sichtlich gerührt, versicherte Mädler, dafür einen Ehrenplatz in seinem Bürgermeisterzimmer zu haben.

Wirtschaftliche Entwicklungen

Eine Herausforderung war laut Mädler die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, das Planungsrecht für die Umgehungsstraße B 299 eine überaus positive Nachricht. Mit der Ansiedlung der neuen Firmenzentrale mit Forschungs- und Entwicklungszentrum der Firma Grammer AG im neuen Gewerbegebiet A 6 könne die Gemeinde bis 2019 mehr als 600 neue Arbeitsplätze verbuchen. Aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Firmen der Gemeinde sei überaus wichtig, betonte Mädler.

Das interkommunale Gewerbegebiet Amberg habe ebenfalls Fortschritte gemacht und treibe die Positionierung einer gemeinschaftlichen Wirtschaftsregion in der Metropolregion weiter voran. Beliebter kultureller Mittelpunkt sei auch weiterhin der Kubus. Die Kultur- und Begegnungsstätte bot auch im vergangenen Jahr ein hochwertiges und abwechslungsreiches Programm, betonte der Bürgermeister.

Kurz vor ihrem Start in Rio hat unser Sportreporter Claus Wotruba Anja Scherl, die beim Ursensollener Neujahrsempfang geehrt wurde, zum Samstagsinterview geladen. Lesen Sie hier das komplette Interview.

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