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Bildung

Sprungbrett oder „Restschule“?

Bei einer Podiumsdiskussion der Jungen Union wurden Argumente für und wider der bayerischen Mittelschule ausgetauscht.

Vilseck. „Die Mittelschulen müssen in der bildungspolitischen Diskussion eine größere Rolle einnehmen.“, dies forderte der Ortsvorsitzende der Jungen-Union Vilseck, Jonas Dittrich bei der Begrüßung der Gäste anlässlich der Podiumsdiskussion „Mittelschulen - stark für den ländlichen Raum?!“

An der von Thomas Bärthlein moderierten Podiumsdiskussion nahmen MdL Dr. Harald Schwartz, die Bezirksvorsitzende des BLLV, Ursula Schroll, und der Prokurrist der Firma EEATEC, Peter Lehner, teil. Ursula Schroll fand das Prinzip der Mittelschulen als gut, kritisierte aber: „Die Mittelschulen sind in der momentanen bayerischen Schulpolitik vergleichbar mit einem Stiefkind. Dazu hat auch die Debatte um die Zukunft des Gymnasiums beigetragen. Wir brauchen in Bayern mehr Personal, um die immer größer werdenden Herausforderungen meistern zu können.“ Desweiteren forderte Schroll, die als Schulleiterin tätig ist, ein längeres gemeinsames Lernen für alle bayerischen Schüler.

Dr. Harald Schwartz forderte mehr Gelassenheit in der schulpolitischen Debatte: „Oft hört man in der Debatte um die bayerischen Mittelschulen nur das Negative. Dabei ist diese Schulart, wie das gesamte bayerische Schulsystem, sehr konkurrenzfähig.“

Peter Lehner meinte: „Für ein handwerkliches Unternehmen ist ein motivierter Mittelschüler das größte Glück. Leider hat die Schulart gesellschaftlich an Ansehen eingebüßt“. Oft würden die Kinder in der Grundschule von den Eltern auf Gymnasium oder die Realschule gedrängt. Im Handwerk könne man schon jetzt sehr gutes Geld verdienen. Ein großes Anliegen sei ihm eine noch engere Kooperation zwischen Mittelschulen und Wirtschaft.

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