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Ereignis

Großer Bahnhof für das neue Fahrzeug

Viele Gäste und befreundete Feuerwehren standen schon bereit, als das neue Tragkraftspritzenfahrzeug in Emhof eintraf.
Von Josef Popp

Offizielle Schlüsselübergabe im verschneiten Österreich von Bürgermeister Peter Braun an den Kommandanten Rudi Werner Foto: Popp
Offizielle Schlüsselübergabe im verschneiten Österreich von Bürgermeister Peter Braun an den Kommandanten Rudi Werner Foto: Popp

Schmidmühlen.Der 10. Januar in diesem Jahr war für den Markt Schmidmühlen, seine Bürger, aber auch vor allem für die Feuerwehr Emhof ein großer Tag. Nach exakt drei Jahrzehnten wurde wieder ein neues Löschfahrzeug an die FF Emhof übergeben. Zahlreiche Bürger und Aktive der Wehr warteten gespannt am späten Nachmittag auf das Eintreffen des Fahrzeugs. Mit einem Feuerwehrfahrzeugkorso – eskortiert von den Löschfahrzeugen der benachbarten Feuerwehren des Funkübungskreises – kam schließlich um 17.30 Uhr das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) im Ort an.

Neben vielen Vertretern der benachbarten Feuerwehren waren auch einige Markträte mit Bürgermeister Peter Braun an der Spitze nach Emhof gekommen. Bereits einen Tag vorher war eine Abordnung der Feuerwehr zur Endabnahme und vor allem auch zur ersten gründlichen Einweisung in das Fertigungswerk nach Österreich gefahren.

Umfangreiche Ausstattung

Das Interesse an dem neuen Löschfahrzeug war groß. Gern erklärten die Emhofer Feuerwehrler die Ausstattung. Foto: Popp
Das Interesse an dem neuen Löschfahrzeug war groß. Gern erklärten die Emhofer Feuerwehrler die Ausstattung. Foto: Popp

Auch wenn man es dem langjährigen TSF der FF Emhof nicht ansah: Die drei Jahrzehnte haben ihre Spuren hinterlassen. Es war an der Zeit, die Ersatzbeschaffung vorzunehmen. Mit dem neuen Fahrzeug ist die Feuerwehr nun wieder auf dem neuesten Stand. Das TSF bietet Platz für eine Staffelbesatzung (1/5). Es handelt sich um einen Mercedes „Sprinter 3L“ (Diesel, 190 PS). Das Fahrzeug wird nach der geltenden Norm beladen. Zusätzlich ausgestattet ist es mit einem Lichtmast, einem Stromerzeuger, einer Tauchpumpe, einer Umfeldbeleuchtung, einem Hochdruck-Schaumlöscher sowie einem Stativ mit LED-Strahler und einem Wasserschild. Ferner verfügt das Fahrzeug über eine Rückfahrkamera und ein Wechselboxen-System.

In der Geschichte der Feuerwehr Emhof ist es mittlerweile das dritte Löschfahrzeug, das in Dienst genommen wurde. Im Jahr 1957 brach für die Wehr das Zeitalter der Motorisierung an. Als Erstes wurde die alte, von Männerkraft betriebene Handspritze gegen eine motorbetriebene Tragkraftspritze der Firma Ziegler ausgetauscht, die durch Zuschüsse von Staat, Landkreis, Gemeinde, Brandversicherung und durch die FF Emhof selbst bzw. durch Spenden der Einwohner finanziert wurde.

Das neue TSF der Feuerwehr Emhof

  • Ausschreibung:

    Der Markt Schmidmühlen und der Markt Kastl haben bei der Ausschreibung von neuen Feuerwehrfahrzeugen zusammengearbeitet. Neben der FF Emhof wurde auch die FF Wolfsfeld ausgerüstet. Der Vorteil der kommunalen Kooperation ist ein um zehn Prozent höherer Zuschuss.

  • Vergabe:

    Der Marktgemeinderat Schmidmühlen hat den Beschluss für die Ersatzbeschaffung am 23. November 2017 gefasst.

  • Kosten:

    Die Kosten betrugen 42 602 Euro für das Fahrgestell, 63 644,77 Euro für Auf- und Ausbau sowie 12 223,86 Euro für die Beladung.

  • Zuschuss:

    Der Gesamtzuschuss betrug 26 500 Euro. Dieser setzt sich zusammen aus dem Basisfestbetrag (23 000 Euro), der wegen des Raums mit besonderem Handlungsbedarf auf 24 200 Euro stieg. Wegen der kommunalen Kooperation gibt es zusätzlich zehn Prozent des Basiswertes, also 2300 Euro. (ajp)

Um die Spritze leichter bewegen zu können, wurde 1962 von der Schmidmühlener Wehr ein wenig genutzter Anhänger leihweise übernommen. In ihm konnte alles Notwendige für einen mobilen Einsatz verstaut werden. Mit den Jahren wurde auch das erste Gerätehaus in Emhof zu klein, es war den Anforderungen längst nicht mehr gewachsen. Ein neues Haus musste her, in dem nun auch ein Auto Platz fand. Das Feuerwehrhaus wurde 1975 fertiggestellt und eingeweiht. Der Anhänger wurde dann 1975 im Tausch gegen das gebrauchte Löschfahrzeug der FF Schmidmühlen zurückgegeben.

Das Interesse an dem neuen Löschfahrzeug war groß. Foto: Popp
Das Interesse an dem neuen Löschfahrzeug war groß. Foto: Popp

In Zeitungsberichten sind schon seit frühester Zeit Einsätze der Feuerwehr erwähnt, zum Beispiel beim Hochwasser wie im Jahr 1909 oder bei Bränden wie 1956. Bis heute gab es immer freiwillige Helfer, die ständig die Feuerwehr intakt hielten und bei vielen Einsätzen anderen Menschen geholfen haben.

Kirchliche Weihe ist im Mai

Im Jahr 2000 wurde damit begonnen, das Feuerwehrhaus zu erweitern und zu modernisieren. Dies geschah zum größten Teil in Eigenleistung vieler Emhofer, aber auch dank vieler Spender. Nachdem die Ausrüstung immer umfangreicher und insbesondere die Jugendgruppe immer größer wurde, entschloss man sich zu diesem Erweiterungsbau. 2013 gab der Marktrat für dieses Projekt „grünes“ Licht.

„Ich wünsche, dass die Feuerwehr mit diesem Fahrzeug optimal helfen kann.“

Peter Braun, 1. Bürgermeister

Mit dem Abschluss dieser Arbeiten und der Beschaffung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs hat sich die Feuerwehr Emhof zusammen mit dem Markt Schmidmühlen und vielen Helfern und Sponsoren auf den neuesten Stand gebracht, wie Bürgermeister Peter Braun in seinen Grußworten betonte. Er hoffte, dass das Fahrzeug nur selten gebraucht wird und wenn doch, „dass die Feuerwehr damit optimal helfen kann“. Die kirchliche Weihe und damit die „offizielle“ Inbetriebnahme werden im Mai erfolgen. Dem offiziellen Empfang des TSF schloss sich ein gemütliches Beisammensein im Feuerwehrgerätehaus an.

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