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Amberg
Mittwoch, 23. Mai 2018 22° 8

Kommunikation

Handyempfang wird bald deutlich besser

Die Gemeinde Ebermannsdorf hat die Telekom als Partner gefunden. Ein Sender wird im Bereich des Friedhofs entstehen.

Die Aufschrift „Kein Netz“ ist auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons zu sehen. Symbolfoto: Inga Kjer, dpa

Ebermannsdorf.In den meisten Orten ist er selbstverständlich, nicht so in Ebermannsdorf und Pittersberg: ein ordentlicher Mobilfunkempfang. Der Grund: Der rund 2000 Einwohner starke Ort verfügt hierzu über keine eigene Anlage, da im Jahr 2004 eine Bürgerinitiative den Bau eines Senders abgelehnt hat und sich die Mobilfunkbetreiber zurückgezogen hatten.

Viele Ebermannsdorfer und Pittersberger kennen das Problem: In der Kommune ist ein guter Empfang ein Glücksfall. Manche Gebiete, vor allem die in den höheren Lagen, werden von den Antennen in den Nachbargemeinden noch einigermaßen mitversorgt, doch in den Tallagen gibt es Funklöcher. Die Stimmen, die eine Verbesserung der Situation seit Jahren einfordern, sind nicht zu überhören.

Diese Masten mag erst mal keiner

Rathaus-Chef Josef Gilch hat Verständnis: „Wir müssen nun die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts schaffen“, sagt er. „Das ist wichtig.“ Immerhin spielten mobile Geräte wie Smartphones eine immer wichtigere Rolle.

Der Haken an der Sache: Niemand hat gerne einen solchen Masten vor der Haustür oder in Sichtweite stehen, und auch dafür hat der Bürgermeister schon Verständnis. Die Forderung der Bürger nach einer Verbesserung des Handyempfangs wurde in den vergangenen Jahren jedoch immer lauter. Nun scheint sich Licht am Ende des Tunnels bezüglich der Mobilfunksituation verschiedener Gemeindeteile in Ebermannsdorf aufzutun.

Sender wohl im Bereich des Friedhofs

Seit Herbst 2017 liefen die Gespräche zwischen der Gemeinde und der Deutschen Telekom zur Verbesserung des Handyempfangs in Ebermannsdorf, Pittersberg und Arling. Die Gemeindeteile Schafhof, Diebis und Ipflheim sind schon seit langem sehr gut versorgt. Der Gemeinderat hatte 2017 der Telekom im Rahmen des Mobilfunkpaktes einen Standort bei der ehemaligen Sandgrube vorgeschlagen.

Der sei aber laut Karin Ehrhardt von der Telekom, die in der jüngsten Gemeinderatssitzung zum Mobilfunkausbau Rede und Antwort stand, nicht geeignet, um den Ort Ebermannsdorf ausreichend zu versorgen. Normalerweise würden sie mit ihrem Sender heutzutage fast immer in die Mitte eines Ortes gehen, da sie aber auch die Autobahn versorgen müssen – Stichwort Autonomes Fahren – wäre ein Sender im Bereich des Friedhofes die beste Wahl.

Da dort auch die Gemeinde ein Grundstück hat, sprach sich die Mehrheit der Gemeinderäte für diesen Standort aus. Die Telekom wird darauf einen etwa 30 Meter hohen Mast errichten und auch die Antennen anderer Anbieter zulassen. „Eine Realisierung ist jedoch, selbst wenn alle Genehmigungen zügig erfolgen, nicht vor Herbst 2018 zu erwarten“, teilte die Konzernsprecherin mit. (akr)

Verbesserung für Pittersberg

  • Grundstück

    In Pittersberg stellt die Gemeinde Ebermannsdorf im Bereich der neuen Brücke nach Freihöls ein Grundstück zur Verfügung – und auch auf der anderen Seite des Berges in Richtung Kreuth soll bei der Einfahrt nach Arling ein neuer Sender entstehen.

  • Lage

    Aufgrund der topographischen Lage hätte der von der Gemeinde vorgeschlagene Standort beim Hochbehälter für Pittersberg keine Verbesserung gebracht, hieß es vonseiten der Telekom. (akr)

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