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Wahl

Uwe Bergmann ist raus aus dem Landtag

Der SPD-Kandidat hat es nicht geschafft. Mittlerweile sind auch die Bezirkstagsergebnisse für Amberg-Sulzbach komplett.
Von Gerd Spies

Uwe Bergmann (SPD) hat den Sprung in den Landtag nicht geschafft. Foto: Archiv Reichert
Uwe Bergmann (SPD) hat den Sprung in den Landtag nicht geschafft. Foto: Archiv Reichert

Amberg.Bitter für Uwe Bergmann, den Direktkandidaten der SPD bei der Landtagswahl im Wahlkreis 301 Amberg-Sulzbach: Er hat den Sprung ins Maximilianeum knapp verfehlt – trotz des aussichtsreichen Platzes 2 auf der Oberpfalz-Liste der SPD. „Es war eine Bundestagswahl mit Abstrafung der GROKO“, lautet seine nüchterne Wahlanalyse.

15 359 Stimmen erreichte Uwe Bergmann insgesamt (mit 4275 Zweitstimmen, darunter 2457 aus dem Wahlkreis Weiden). Um genau 814 Stimmen überholte allerdings Margit Wild (Wahlkreis Regensburg Stadt, insgesamt 16 173 Stimmen) den Schnaittenbacher beim Listenplatz und zieht damit als zweite Oberpfälzer SPD-Abgeordnete über die Liste in den Landtag ein. Zu bedenken ist: Der Wahlkreis Regensburg-Stadt umfasst rund 10 000 Stimmberechtigte mehr als der Wahlkreis 301 Amberg-Sulzbach, in dem Uwe Bergmann angetreten ist und 13,8 Prozent erreichte. Die mit Abstand meisten Stimmen hat Annette Karl (Weiden), nämlich 28 812.

Das ist das Ergebnis der Landtagswahl:

Etwas stolz ist Bergmann schon, wie er gegenüber der Mittelbayerischen sagte, dass er als Newcomer mit mehr als 11 000 Stimmen die meisten Erststimmen aller SPD-Kandidaten in der Oberpfalz erhalten hat. Bergmann ist nun erster Nachrücker der SPD-Landtagsfraktion in der kommenden Legislaturperiode. Die Region Amberg-Sulzbach/Amberg wird daher in den nächsten fünf Jahren nur mehr einen Landtagsabgeordneten haben, eben Dr. Harald Schwartz (CSU).

Schon am Tag nach der Bezirkstagswahl, am Montag, war sicher, dass aus dem Stimmkreis 301 Amberg-Sulzbach wieder zwei Bezirksräte im Oberpfälzer Bezirkstag sitzen werden: Martin J. Preuß (CSU), der wie vor fünf Jahren erneut das Direktmandat geholt hat, und Richard Gaßner (SPD), der als Listenführer der Sozialdemokraten ins Gremium einziehen wird. Das hat auch der Bezirk am Dienstagvormittag bestätigt.

Das ist das Ergebnis der Bezirkswahl:

Nun steht auch das vorläufige Endergebnis fest, nachdem die Stimmen aus der kreisfreien Stadt Amberg eingerechnet sind. 34,60 Prozent (27 744 Stimmen) erreichte Martin J. Preuß im Stimmkreis 301, für Richard Gaßner votierten 13 562 Bürger (16,91 Prozent). Für beide ein deutlicher Verlust: 2013 holte Preuß vom Start weg noch 41,60 Prozent, Gaßner 28,39 Prozent.

Blickt man allein auf die Stadt Amberg, hat Preuß dort 7283 Stimmen erhalten, was 36,0 Prozent entspricht, 3231 Ambergerinnen und Amberger machten ihr Kreuz bei Gaßner (16,0 Prozent). Gabriele Mutzbauer von den Grünen erhielt in der Stadt 13,9 Prozent (2818 Stimmen), Thorsten Grädler von den Freien Wählern 7,1 Prozent (1444 Stimmen).

Die weiteren Ergebnisse in der Stadt Amberg: Christian Weiß (FDP) 977 Stimmen (4,8 Prozent), Anton Rupprecht (Die Linke) 839 Stimmen (4,2 Prozent), Michael Prensky (Bayernpartei) 444 Stimmen (2,2 Prozent), Dr. Christian Schmid (ÖDP) 552 Stimmen (2,7 Prozent), Claudia Marino (AfD) 2623 Stimmen (13,0 Prozent).

Wir haben die Wahl live begleitet:

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