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Mehr Schutz vor Hochwasser

Im Lauterachtal wurden zahlreiche Regenrückhaltebecken repariert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als 350 000 Euro.
Paul Böhm

Im Bereich der Gemeinde Hohenburg, wie hier bei Unterkeitenthal, wurden 17 Rückhaltebecken saniert oder neu angelegt. Ryan Garber vom US Hauptquartier „ITAM
Im Bereich der Gemeinde Hohenburg, wie hier bei Unterkeitenthal, wurden 17 Rückhaltebecken saniert oder neu angelegt. Ryan Garber vom US Hauptquartier „ITAM", 2. Bürgermeister Manfred Braun, Lukas Braun von der Baufirma Klebl, Theo Fochtner vom Markt Hohenburg, Dr. Albert Böhm von der US Standortverwaltung und Revierförster Armin Armbruster schauten sich die fertiggestellten Arbeiten vor Ort an. Foto: Paul Böhm

Schmidmühlen.Wieder ein Stück mehr Sicherheit für das Lauterachtal. Im ersten Halbjahr 2018 wurden im Bereich des Lauterachtales zwischen Allersburg und Adertshausen 17 Regenrückhaltebecken repariert und instand gesetzt. „Durchlässe wurden erneuert und ersetzt sowie Erosions- und Frostschäden repariert“, berichtete Dr. Albert Böhm bei einer Begehung. Zusammen mit dem 2. Bürgermeister Manfred Braun, Theo Fochtner vom Markt Hohenburg, Lukas Braun von der Baufirma Klebl, Revierförster Armin Armbruster und Ryan Garber vom US-Hauptquartier in Hohenfels hatten sie mehrere Rückhaltebecken in Augenschein genommen.

So wurden etwa 1000 Meter Gräben gereinigt und mit Barrieren gegen Tiefenerosion geschützt. „Die Gesamtkosten dafür liegen über der 350 000-Euro-Marke“, berichtete der Vertreter der US-Standortverwaltung aus Hohenfels, Dr. Albert Böhm.

„Das Gelände des Übungsplatzes ist charakteristisch für erosive und lehmhaltige Böden, die teils sehr flachgründig sind und in Verbindung mit der militärischen Nutzung auch stark verdichtet sein können“, so Böhm zur Bodenbeschaffenheit des militärischen Geländes. Starkregen in den vergangenen Jahrzehnten hätten immer wieder gezeigt, dass im Bereich des Lauterachtales spezieller Handlungsbedarf bestanden habe, um den Schutz vor allem in den angrenzenden Gemeinde Hohenburg und Schmidmühlen zu verbessern.

„Wertvolle Hilfe“

Die US-Seite unter Federführung der Abteilung für Integriertes Übungsplatzmanagement „Integrated Training Area Management“ mit ihrem Leiter Ryan Garber sowie die Umweltabteilung der Army hatten Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die von amerikanischer Seite in der Umsetzung finanziert wurden. „Wertvolle Hilfe hat die Umweltabteilung der US Army von Forstbetriebsleiter Armin Armbruster aus dem Bereich Hohenburg für die Konzipierung, Planung und Ausführung der Maßnahme erhalten“, ergänzte Böhm.

Starkregen-Schutz

  • Rückhaltebecken:

    Die Wasserrückhaltemaßnahmen sind in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in den Randbereichen des Truppenübungsplatzes wichtige Sicherungseinrichtungen geworden.

  • Oberflächenwasser:

    Mit einer Kette von Regenrückhaltebecken kann die Umweltabteilung den Oberflächenwasserabfluss bei Starkregenereignissen und Schneeschmelze im gesamten Übungsgebiet steuern und die abgetragenen Sedimente auffangen. (abp)

In seinem Betreuungsbereich befindet sich auch die neue Sicherungsmaßnahme unweit des ehemaligen Weilers Unterkeitenthal. „Das Gesamtrückhaltevolumen beträgt für den Hohenburger Bereich etwa 25 000 Kubikmeter“, berichtete Böhm. Etwa 280 große und kleine Regenrückhaltebecken durchziehen das mehr als 16 000 Hektar große Areal des Truppenübungsplatzes Hohenfels mit einem Rückhaltevolumen von etwa einer Million Kubikmeter Wasser.

Im Bereich der Ortschaften Ransbach, Allersburg und Hohenburg sind es allein 29 Auffangbecken mit etwa 42 000 Kubikmetern Fassungsvermögen. Gut abgesichert ist der Bereich von Adertshausen mit 24 Regenrückhaltebecken mit mehr als 55 000 Kubikmetern Fassungsvolumen. Im Bereich von Schmidmühlen und Emhof sind es 17 Becken mit etwa 20 000 Kubikmeter Größe.

Geregelter Wasserlauf

Die größte Dammanlage des Übungsplatzes wurde mit der fachgerechten Verbauung des Schwender Tales mit einem Rückhaltevolumen von etwa 380 000 Kubikmetern vorgenommen. Dazu kommt das Hauntal, das sich parallel zum Verlauf der Vils auf dem Jurarücken auf einer Höhe von Emhof bis Rohrbach hinzieht, mit dem „Hauntaldamm“, dessen Fassungsvermögen allein schon auf gute 75 000 Kubikmeter ausgelegt ist. Dazu kommen noch viele kleinere, oft stufenmäßig angelegte Wasserrückhaltebecken, um einen geregelten Wasserablauf auch bei Starkregenfällen und Schneeschmelze zu sichern.

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