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Verkehr

Mehr Verletzte als im Vorjahr in Amberg

Unfälle, Tempoüberschreitungen und Beschlagnahmungen – die Polizei aus Amberg und Schwandorf zog Bilanz zum Jahr 2018.
Von Doris Wagner

Zahlreiche schwere Unfälle ereigneten sich 2018 im Gebiet der Verkehrspolizei Amberg und der Autobahnpolizei Schwandorf. Foto: Pressedienst Wagner/Archiv
Zahlreiche schwere Unfälle ereigneten sich 2018 im Gebiet der Verkehrspolizei Amberg und der Autobahnpolizei Schwandorf. Foto: Pressedienst Wagner/Archiv

Amberg.Die Verkehrspolizei Amberg (VPI) sowie die Autobahnpolizeistation Schwandorf (APS) stellten am Montag die Verkehrsstatistik 2018 vor. Die Polizeibeamten blicken auf ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die VPI Amberg musste zusammen mit der APS Schwandorf im vergangenen Jahr insgesamt 734 Verkehrsunfälle aufnehmen. Mit 225 verletzten Personen zählten die Beamten 33 mehr als im Vorjahr. Vier Menschen verloren im Jahr 2018 ihr Leben bei Verkehrsunfällen. Der Sachschaden beläuft sich auf über 3,34 Millionen Euro, was gegenüber des Vorjahres eine Erhöhung von etwa 1,3 Millionen Euro entspricht.

Joseph Decker, Friedrich Böhm (beide VPI Amberg) und Ingo Witte (APS Schwandorf) stellten die Zahlen vor (von links).  Foto: Pressedienst Wagner
Joseph Decker, Friedrich Böhm (beide VPI Amberg) und Ingo Witte (APS Schwandorf) stellten die Zahlen vor (von links). Foto: Pressedienst Wagner

Die häufigsten Unfallursachen waren überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung. Bei den Ablenkungen hat die Handynutzung am Steuer einen absoluten Höhepunkt erreicht. Die Zahl der polizeilichen Beanstandungen, in denen Fahrer verbotswidrig ein Handy benutzten, wurde von der VPI für das Jahr 2018 mit 810 angegeben. 2017 waren es noch 276 Beanstandungen im VPI-Bereich. Die APS musste 203 Fahrer beanstanden, im Vorjahr waren es noch 142.

Handy am Steuer im Fokus

Die enorme Erhöhung kam allerdings auch deswegen zustande, da sowohl VPI als auch APS 2018 ein besonderes Augenmerk auf das verbotene Telefonieren am Steuer gelegt haben. Bei mehreren Sonderkontrollen zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ klärten die Beamten die Verkehrsteilnehmer auf und belehrten die „Erwischten“. „Jemand, der telefoniert, ist abgelenkt“, so Friedrich Böhm, Leiter der VPI Amberg. Auch dieses Jahr werden beide Polizeiabteilungen ihre Kontrollen fortsetzen, um Unfälle zu verhindern. Friedrich Böhm hofft auf die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer.

Die Verstöße bei Geschwindigkeitsmessungen sind gegenüber der Vorjahre mit positivem Rückgang zu verzeichnen. Im April wurde ein Pkw-Fahrer auf der Staatsstraße 2165 in Ebermannsdorf mit einer stolzen Geschwindigkeit von 247 km/h bei erlaubten 100 km/h geblitzt. Er dürfte mit seinem Tempo Spitzenreiter der „Raser“ im Jahr 2018 sein.

Die zivilen Schleierfahnder konnten 2018 gefälschte Dokumente, Diebesgut, Drogen und mehr beschlagnahmen.

Skurriler Fund beschlagnahmt

Ein skurriler Fund bot sich den Fahndern im Mai 2018 an der Rastanlage Oberpfälzer Alb-Süd. Eine italienische Musik-Band, die mit ihrem Kleinbus zu einem Auftritt nach Tschechien unterwegs war, hatte besondere Musikinstrumente im Gepäck. Die Beamten stellten in einer Sporttasche menschliche Oberschenkelknochen sicher, die von der Band bei Auftritten zum Trommeln verwendet werden sollten. Dabei handelt es sich um eine Störung der Totenruhe. Auch eine geringe Menge Marihuana wurde beschlagnahmt.

Die Bildung der Rettungsgasse auf der A6 sowie A93 funktioniert nach Angaben der Polizei immer öfter und besser. Diese müsse dann auch aufrecht erhalten bleiben, damit später folgende Einsatzkräfte nicht behindert werden. Allein der Abschleppwagen müsse schnellstens zum Unfallort kommen, um die Autobahn wieder freigeben zu können. Eine funktionierende Rettungsgasse helfe auch allen anderen Verkehrsteilnehmern, schnell weiterzukommen.

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