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Konzert

Mittelalter-Rock lockt nach Schmidmühlen

Drei Bands wollen am Samstag, 29. Februar, im Schlossstadel alle begeistern: Deus Vult, Vera Lux und die Rammeschucksn.
Von Jeff Fichtner

„Deus Vult“ aus Amberg ist mit ihrem satten Mittelalter-Rock der Extraklasse ganz schnell zu großem Erfolg gereift.  Foto: Jeff Fichtner
„Deus Vult“ aus Amberg ist mit ihrem satten Mittelalter-Rock der Extraklasse ganz schnell zu großem Erfolg gereift. Foto: Jeff Fichtner

Schmidmühlen.„Wie im Mittelalter“ wird es aufs Neue zugehen, mit durchgehend sehr hohem Niveau – am Samstag, 29. Februar, ab 18.30 Uhr. Für unvergessliche Stunden sorgen im Schlossstadel drei Gruppen aus dem Genre Mittelalter-Rock: Deus Vult aus Amberg, Vera Lux aus Nürnberg und die Rammeschucksn aus dem schon immer „feierfesten“ Markt Floß (Lkr. Neustadt/Waldnaab). Letztere spielen im atmosphärisch kaum zu übertreffenden Innenhof des Schlossareals rein akustisch, ohne Strom also, und erweitern so das Fest nach draußen.

„Vera Lux“ aus Nürnberg kommt an die Lauterach.  Foto: Wolfgang Hoffmann
„Vera Lux“ aus Nürnberg kommt an die Lauterach. Foto: Wolfgang Hoffmann

„Das wahre Licht ist die Musik!“ Ja, klingt super, wird man sehen, wenn das künstlerische Feuerwerk abgebrannt wird. Für die 2013 gegründete Folk-Metal-Band Vera Lux ist der Name Programm. Die sieben Musiker/innen aus Nürnberg wollen ihrem Publikum mit Liedern voll Energie ein Licht im Dunkel des Alltags entzünden. Harte Metal-Riffs verbinden sich mit eingängigen Geigen-, Drehleier- und Dudelsackmelodien, während der facettenreiche Gesang von Frontfrau Inara auf die brachialen Gangshouts der anderen Bandmitglieder trifft. „Vera Lux“ übt Kritik, macht Mut, erzählt Geschichten, lädt ein, wieder mehr das Gute in der Welt zu feiern.

Mittelalter-Markt-Musik im Hof

Nachdem die Folk-Metaller auf eine Vielzahl von deutschlandweiten Auftritten, eine Tour durch Osteuropa und Shows auf renommierten Szene-Festivals zurückblicken, arbeiten sie mit Hochdruck an ihrem Debütalbum, das im Frühjahr 2020 erscheinen wird. Dabei sind: Inara (Gesang, Irish-Bouzuki), Arved (Sackpfeife, Schalmei, Drehleier), Lykorias (Geige, Sackpfeife), Skoll (E-Gitarre), Arkon (E-Gitarre), Ragin (Bass) und Halvor am Schlagzeug.

Rocker-Latein

  • Deus Vult:

    Die Band bedient sich des lateinischen Spruchs „Deus lo vult“, „Gott will es“. Auf der Synode in Clermont begannen so 1095 die Kreuzzüge zur „Befreiung“ Jerusalems. „Deus“ spricht sich „De-us“, also, wie es aussieht, nicht wie „Dois“.

  • Vera Lux:

    Die Band aus Nürnberg bedient sich der lateinischen Worte „Lux“ (Licht, Tagesanbruch; weibliches Substantiv) und der weiblichen Form des lateinischen Wortes für „wahr“, also „vera“. Lux gilt im Deutschen als Maßeinheit für Lichtstärke.

So weit erst mal zur Bühne am 29. Februar – der Weg nach außen, in den malerischen Hof, lohnt sich diesmal noch ein Stück weit mehr als beim ersten Mittelalter-Fest an dieser Stelle. Die Rammeschucksn muss man erst mal hinreichend aussprechen können, um da zuschauen zu dürfen, oder? Nein, nicht wirklich: Jeder darf seine helle Freude haben mit den jungen Gästen aus Floß. Sie spielen im Innenhof akustisch. Mit aller Inbrunst.

Die Rammeschucksn (Wolpertinger) stehen für wilde Töne und donnernde Stimmen, aber auch für Nähe zur Natur und für grundsolide Gemütlichkeit. Sie bieten mit Dudelsäcken, Trommeln und Davul Mittelalter-Markt-Musik in ihrer reinsten und ursprünglichsten Form. Die Floßer haben gerade ihre erste CD aufgenommen und konnten sich schon jetzt bis in das österreichische Hainburg an der Donau oder in der eh so kunstsinnigen oberösterreichischen Metropole Linz einen Namen erspielen.

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Jetzt wieder rein! Seit eineinhalb Jahren wird Deus Vult gefeiert. Erst so kurz? Die klingen, als wären sie schon Jahrzehnte lang erfolgreich! Mit ihrer Mixtur aus bewährtem Mittelalter-Rock und ungewöhnlichen Elementen schaffen es die Amberger, ihr junges Profil zu schärfen. Das klingt neu, das ist immer wieder spannend, das wird die Fans auch 2020 begeistern. Und was ist nun mit dem Stil-Element „Steampunk“? Ja, das kann man schon hören. Aber das beste Alleinstellungsmerkmal dieser Band ist diese Band selbst – atemberaubend!

Den Nerv der Zeit treffen

Mit sattem Rock, wuchtig auch durch Licht-, Nebel- und Feuer-Installationen, fordert Deus Vult auf zum Feiern. Mit Covers beliebter Songs der stetig größer werdenden Mittelalter-Rock-Szene und eigenen Stücken wie „Baba Jaga“, „Seemannsgrab“ oder „Adieu…“. „Baba Jaga“ ist eine unerreicht „populäre“ Hexe aus der slawischen Mythologie. Dazu kommen Interpretationen traditioneller Lieder und Melodien. Nach Veröffentlichung des Debüts „Träume und Schmerz“ Ende 2018 arbeitet man an neuen Songs. Stets geht es Deus Vult darum, den Nerv der Zeit zu treffen und das Publikum „einzufangen“. Am Anfang steht für 2020 eine erste EP. Die sieben Mann starke Band ist aber längst auf dem Weg zu noch größeren Erfolgen, mit Sänger, Bassist, zwei Gitarristen, zwei Dudelsackspielern und einem Schlagzeuger.

Einlass im Saal ist am Samstag, 29. Februar, um 17 Uhr. Tickets sind im Vorverkauf für zwölf Euro unter www.okticket.de erhältlich, an der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro. Parkplätze sind auf der Mühlwiese gegenüber Netto zu finden.

Im Hof gibt es Met und Beerenweine, der Pork'n’Beef Food Trailer ist da. Der kleine Händlermarkt im Hof ist auch ohne Ticket frei. (nff)

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