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Konzert

Musik der sefardischen Juden

Die Cellistin Iris Azquinezer und der Gitarrist Rainer Seiferth treten in der ehemaligen Synagoge auf.

Das Duo Zaruk besteht aus der spanischen Cellistin Iris Azquinezer und dem in Spanien lebenden, deutschen Gitarristen Rainer SeiferthFoto: Carmen Hache
Das Duo Zaruk besteht aus der spanischen Cellistin Iris Azquinezer und dem in Spanien lebenden, deutschen Gitarristen Rainer SeiferthFoto: Carmen Hache

Sulzbach-Rosenberg.Das der kreativen Madrider Musikszene entstammende Duo der Cellistin Iris Azquinezer und des in Spanien lebenden, deutschen Gitarristen Rainer Seiferth widmet sich ganz der Musik der sefardischen Juden, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien vertrieben wurden und sich in verschiedenen Regionen des Mittelmeerraumes ansiedelten. Ihre Lieder sind eingefärbt von den Klängen dieser Gegenden und immer ist in ihnen auch ein Hauch von Wehmut zu spüren über die verlorene spanische Heimat, Sefarad. Am Samstag, 23. Februar, treten sie in der ehemaligen Synagoge in Sulzbach-Rosenberg auf.

Die mündliche Überlieferung dieser Melodien ließ viele unterschiedliche Interpretationen und Instrumentierungen entstehen. Diesen „Spiel“raum nutzen die beiden Ausnahme-Musiker im besten Sinne des Wortes: in Zaruks Arrangements finden Klassik, Jazz und traditionelle Musik, Komponiertes und Improvisiertes, Minimalismus und Virtuosität gemeinsame Wege und erschaffen dabei Bilder von großer Ausdruckskraft und Farbentiefe.

Ihre Ende 2016 erschienene CD „Hagadá“ wurde von der spanischen Fachpresse begeistert aufgenommen. Das bekannte Musikmagazin Diariofolk bezeichnet das Album als „ein Juwel, wie es nur sehr selten zu hören ist“ und beim nationalen Musiksender Radio 3 gelangte es prompt in die Jahresbestenliste.

Nach ihrem Studium an der Musikhochschule Detmold zog Iris Azquinezer 2012 in ihre spanische Heimat zurück, wo bald darauf ihre erste Cello-Solo-CD „Azul y Jade“ veröffentlicht wurde, die sowohl zwei der Suiten Johann Sebastian Bachs als auch eigene Kompositionen enthält. Das gewagte Konzept fand großen Anklang in der spanischen Fachpresse und es folgten zahlreiche Solokonzerte in denen sich Iris Azquinezer als reife, facettenreiche und hochsensible Interpretin behauptete.

Auch als Begleiterin von Liedermachern und Interpretin klassischer spanischer Musik ist sie immer wieder zu hören. Iris Azquinezer stammt aus einer jüdischen Familie, und sefardische Lieder wurden ihr schon als Kind zum Einschlafen vorgesungen. Einige dieser Melodien finden sich wieder im Repertoire von Zaruk.

Rainer Seiferth ist auch musikalisch ein Nomade – der studierte klassische Gitarrist ist seit Jahren in Jazz-, Alter Musik-, Weltmusik und Folk-Ensembles zu hören. Neben seinem eigenen Trio Taracea ist er Gitarrist der toledanischen Nyckelharpa-Spielerin und Sängerin Ana Alcaide, mit der er regelmäßig in Deutschland und weltweit auf Tour ist. In Spanien hat er zwei CDs unter eigenem Namen veröffentlicht. Seiferth spielt neben der klassischen Gitarre auch Vihuela, Barockgitarre und Cittern.

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