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Amberg
Freitag, 23. Februar 2018 1

Bildung

Natur verstehen, statt sie zu zerstören

Damit auch die Kommunen zukunftsfähig werden, braucht es Bildung. Dafür steht die VHS, wie das neue Programm zeigt.

Unsere Natur braucht Schutz – und Wissen, die Volkshochschule hilft dabei mit. Hier zeigt ein Mann Flechten in einer Heidelandschaft. Größter Träger des nationalen Naturerbes ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die viele Naturschutzgebiete betreut. Symbolfoto: Hermann Pentermann, dpa

Amberg.Landrat Richard Reisinger hat seine Favoriten aus dem Frühjahrsprogramm der Volkshochschule Amberg-Sulzbach schon ausgewählt. Er wird wieder die Kammermusikkonzerte besuchen. Manfred Lehner wiederum hat sich bereits für den „Cajon“-Workshop angemeldet, damit er noch besser trommeln kann für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung, ergänzte der VHS-Leiter schmunzelnd bei der Vorstellung des Programms.

Das Statement von Richard Reisinger zum Semesterschwerpunkt passt gut dazu: „Die größte Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert ist es, allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen, ohne dabei unseren Planeten zu zerstören. Wenn aber alle Menschen so produzieren und konsumieren würden wie wir Europäer, dann bräuchten wir drei Planeten in Reserve. Die haben wir aber nicht.“ Bundespräsident a. D. Horst Köhler habe dies kürzlich in einer Rede bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt formuliert, berichtete Reisinger.

Auch das Lernen braucht Erneuerung

Landrat Richard Reisinger und VHS-Leiter Manfred Lehner (links) stellten das neue VHS-Programm vor. Foto: Christine Hollederer

Die von den Vereinten Nationen 2015 verabschiedete Agenda 2030 mit 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung setze genau hier an und messe den Kommunen bei der Umsetzung einen hohen Stellenwert zu, etwa mit dem Ziel, „nachhaltige Städte und menschliche Siedlungen zu schaffen, die inklusiv, sicher und widerstandsfähig sind“. Damit das gelinge, brauche man nicht nur politische, wirtschaftliche und technologische Veränderungen, sondern auch einen „mentalen Wandel“ und innovative Lernprozesse: Diese zu initiieren, sei vor allem Aufgabe der Bildung vor Ort. „Unsere Volkshochschule unterstützt diese Entwicklung im Rahmen des Landkreis-Leitbildprozesses in hervorragender Weise und trägt damit aktiv zur kommunalen Daseinsvorsorge bei“, so Reisinger. Dieser Ansatz von politischer Bildung gewinnt übrigens auch im Bayerischen Volkshochschulverband, dem ich als Vertreter des Landkreistags angehöre, immer stärkeres Gewicht“, so der Landrat.

VHS schmiegt sich in Netzwerke ein

Zwei konkrete Beispiele politischer Bildungsarbeit im Frühjahrssemester hob der Landrat bei der Präsentation des neuen Programms besonders hervor: die VHS-Studienfahrt zum Europäischen Parlament nach Straßburg Ende Mai und das generationenübergreifende Planspiel „Landtagswahlen“, für das die VHS Amberg-Sulzbach als eine von drei Pilot-Volkshochschulen in Bayern ausgewählt wurde.

Ein kleines Jubiläum feiert das Landkreis-Demenzforum im April unter Mitwirkung des Bayerischen Sozialministeriums. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit SEGA, Gesundheitsamt, AOVE und Seniorenmosaik Naturpark Hirschwald und findet heuer bereits zum 10. Mal statt. Das zeige, so sagte VHS-Leiter Manfred Lehner, dass eine lokale Bildungslandschaft immer dann am besten gelinge, wenn sie in Netzwerken eingebunden sei.

Dank und Appell von Richard Reisinger

  • Respekt

    Landrat Richard Reisinger bedankte sich beim gesamten VHS-Team, den Außenstellenbetreuern und Kursleitern, beim Betreuer-Team der VHS-Kammermusikreihe sowie beim VHS-Förderverein für die kompetente, engagierte Gestaltung und Unterstützung der kommunalen Erwachsenenbildung.

  • Lernen

    Er ermunterte alle, beim lebenslangen Lernen nicht nachzulassen. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter Tel. (0 96 61) 8 02 94 und 8 02 95, E-Mail (info@vhs-as.de) und über www.vhs-as.de.

Die Gesundheitsbildung wird beliebter

Pillen – und Alternativen: Die Gesundheitsbildung erfreut sich weiter steigender Beliebtheit, wissen die Macher der Volkshochschule Amberg-Sulzbach. Symbolfoto: Hans-Jürgen Wiedl, dpa

Mit Projekten wie „Bildung integriert“, „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“ und „Jobbegleiter“ sei die Landkreis-Volkhochschule auch Drehscheibe und Motor in Kooperation mit starken Partnern wie dem Bündnis für Migration, dem ZEN oder auch dem Bayerischen Umweltministerium im Rahmen der Stützpunktarbeit „Verbraucherbildung“.

Aber auch in den klassischen Programmbereichen stehe die VHS wieder für ein flächendeckendes und sehr vielfältiges Kurs- und Vortragsangebot mit vielen hundert Veranstaltungen von Auerbach bis Schmidmühlen. Die Palette reicht von den Chancen und Risiken der aktuellen digitalen Medien bis zum Ausbau der Angebote beim Erwerb von Sprachprüfungen. „Die Gesundheitsbildung erfreut sich weiter steigender Beliebtheit – und die VHS-Konzertreihe ist längst zu einem überregional geschätzten Markenzeichen geworden“, fügte der Landrat an.

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