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Kampagne

Hier ist Platz für Einzigartige

Rudolf Leitl, bekannt als Fledermaus-Rudi, ist Markenbotschafter des Kreises Amberg-Sulzbach in der Metropolregion Nürnberg.
Von Gerd Spies

Vor dem großen Plakat am Tor zum Schloss: von links Harald Herrle (Wirtschaftsförderung des Landkreises Amberg-Sulzbach), der neue Markenbotschafter Rudi Leitl, Dr. Christa Standecker (Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg), Landrat Richard Reisinger Fotos: Spies/Leitl/ajp/abp/asj
Vor dem großen Plakat am Tor zum Schloss: von links Harald Herrle (Wirtschaftsförderung des Landkreises Amberg-Sulzbach), der neue Markenbotschafter Rudi Leitl, Dr. Christa Standecker (Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg), Landrat Richard Reisinger Fotos: Spies/Leitl/ajp/abp/asj

Amberg.Das Großflächen-Plakat mit ihm und weidenden Rindern im Hintergrund mit dem Schriftzug „Platz für Einzigartige“ thront neben der Einfahrt zum Landratsamt Amberg-Sulzbach am Schlossgraben in Amberg. „Fledermaus-Rudi“ ist neuer Markenbotschafter der Image-Kampagne „Platz für“ der Metropolregion Nürnberg. Zur offiziellen Vorstellung gemeinsam mit Landrat Richard Reisinger kam extra aus Nürnberg Dr. Christa Standecker, die Geschäftsführerin der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Das Fledermaushaus in Hohenburg am Rande des Naturparks Hirschwald ist Rudi Leitls Augapfel. Hier leben die „Großen Hufeisennasen“, eine Fledermausart, die es in Deutschland nur hier gibt. Als Projektmanager des EU-Life-Projekts ist Rudi Leitl für diese seltene Art von Fledermäusen zuständig. Er tut alles, dass sie erhalten bleibt.

Damit die natürliche Nahrungskette der Fledermäuse bestehen bleibt, kommt das „Rote Höhenvieh“ ins Spiel, eine Rinderrasse, die schon früher die Region geprägt hat. Der Dung der Weidetiere bietet den perfekten Nährboden für die Insekten, die von den „Großen Hufeisennasen“ gefressen werden. Daher grast auch das „Rote Höhenvieh“ im lichten Wald auf dem ehemaligen Hutanger von Hohenburg.

Das Motto passt perfekt

Im Fledermaushaus in Hohenburg bietet Rudolf Leitl immer wieder Führungen an. Foto: Archiv asj
Im Fledermaushaus in Hohenburg bietet Rudolf Leitl immer wieder Führungen an. Foto: Archiv asj

Für Dr. Christa Standecker passt das Motto „Platz für Einzigartige“, das der Landkreis Amberg-Sulzbach als Teil der Metropolregion Nürnberg gewählt hat, perfekt in die Image-Kampagne des kommunalen Verbundes. „Mit dieser Mitmachkampagne unterstützen wir Menschen, die in der Metropolregion ihr persönliches Lebensmodell entwickeln“, erklärt Standecker. „Rudi Leitl ist daher ein typischer Vertreter der Metropolregion, da er für den Stadt-Land-Mix steht, sich sowohl als Vertreter des ländlichen Raumes als auch der Stadt versteht.“

Das Motiv „Platz für Einzigartige“ soll fortan für die Außenkommunikation des Landkreises Amberg-Sulzbach dienen. In mehr als 30 Städten der Metropolregion – insgesamt umfasst sie 23 Landkreise und elf kreisfreie Städte – wird die Kampagne „Platz für “ in den regionalen und sozialen Medien wie Facebook unterstützt. 37 Millionen Sichtkontakte hat die Kampagne bereits erzielt, zahlreiche öffentlichkeitswirksame Auftritte wie zum Beispiel auf der Consumenta in Nürnberg bereits hinter sich.

20 Kommunen bzw. Firmen beteiligen sich bisher mit einem bestimmten Motiv an der Mitmach-Kampagne. Der Landkreis Amberg-Sulzbach habe dabei als einziger die Nachhaltigkeit und Biodiversität in den Vordergrund gerückt, informierte die Geschäftsführerin der Metropolregion.

Rund um die große Hufeisennase

  • Die Fledermaus

    Die „Große Hufeisennase“ ist maximal sieben Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern. Ihren Namen verdankt sie dem ausgeprägten „Sattel“ auf der Nase. Ihre Beute besteht vor allem aus Käfern und Nachtschmetterlingen.

  • Angebot

    Regelmäßig bietet Rudolf Leitl im Fledermaushaus in Hohenburg Führungen an und bringt den Menschen so die Lebensweise der „Großen Hufeisennase“ nahe. Einen Blick in die Wochenstube der Großen Hufeisennase erhält man auch über eine Live-Webcam des LBV (www.lbv.de).

  • Das Fledermaushaus

    Das Fledermaushaus in Hohenburg beherbergt die einzige Wochenstube der Großen Hufeisennase in Deutschland. Rund 1,1 Millionen Euro wurden für das Fledermaushaus investiert. Die Gelder stammten aus dem Konjunkturpaket II, gefördert hat das Projekt auch der Freistaat.

  • Weiteres Projekt

    Inzwischen hat das Fledermaushaus eine Art Zweigstelle: 2012 ließen die US-Streitkräfte und der Bundesforstbetrieb Hohenfels die denkmalgeschützte Kirchenruine von Bergheim auf dem Truppenübungsplatz als Unterkunft für Fledermäuse wiederaufbauen.

Derzeit rund 280 Fledermäuse

Die Große Hufeisennase Foto: Leitl
Die Große Hufeisennase Foto: Leitl

Für den gebürtigen „Schnoittenbecker“ ist dies eine ehrenvolle Aufgabe, aber auch Verantwortung, Botschafter des Landkreises bei der Kampagne zu sein. Seit 2011 ist Rudi Leitl Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach und in dieser Funktion Hüter der seltensten Fledermausart in Deutschland. Der Life-Manager Rudolf Leitl versteht sich als „ökologischer Netzwerker“, der sich nicht nur um die schützenswerte Fledermauspopulation kümmert, sondern auch um die Bewahrung der Kulturlandschaft und Biodiversität.

Selbstverständlich musste Rudi Leitl bei dem Pressetermin die obligatorische Frage „Wie geht es den Großen Hufeisennasen?“ beantworten. Auf rund 280 Exemplare ist ja die Population inzwischen angewachsen, erzählte Leitl. 1992 bei der Entdeckung waren es gerade mal 14 Weibchen und zehn Junge. Der aktuell lange Winter mache aber den Fledermäusen langsam zu schaffen, weil die Fettreserven zu Ende gehen.

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