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Umweltschutz

Hohenburg ist erste Natura 2000-Gemeinde

Der Einsatz im Markt für den Schutz der Großen Hufeisennase ist groß. Umweltministerin Scharf übergab die Auszeichnung.

Hohenburg ist die erste Gemeinde in Bayern, die von Umweltministerin Ulrike Scharf mit dem Preis „Natura 2000-Gemeinde“ ausgezeichnet worden ist; von links Altbürgermeister Gerhard Schärl, Umweltministerin Ulrike Scharf, 2. Bürgermeister Manfred Braun und Bürgermeister Florian Junkes. Foto: Bayerisches Umweltministerium
Hohenburg ist die erste Gemeinde in Bayern, die von Umweltministerin Ulrike Scharf mit dem Preis „Natura 2000-Gemeinde“ ausgezeichnet worden ist; von links Altbürgermeister Gerhard Schärl, Umweltministerin Ulrike Scharf, 2. Bürgermeister Manfred Braun und Bürgermeister Florian Junkes. Foto: Bayerisches Umweltministerium

Hohenburg.In dem malerischen Oberpfälzer Markt Hohenburg im Lauterachtal befindet sich das einzige vitale, reproduktionsfähige Vorkommen der Großen Hufeisennase in Deutschland. Die Große Hufeisennase ist eine der mehr als 20 Fledermausarten Bayerns. Sie gehört zum europäischen Naturerbe, für das Bayern eine besondere Verantwortung trägt.

Der Markt Hohenburg hat mit zahlreichen Verbündeten und Mitstreitern in den vergangenen Jahren viel zum Schutz der Großen Hufeisennase unternommen. Für dieses Engagement hat die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf den Markt Hohenburg jetzt als erste bayerische Natura 2000-Gemeinde gewürdigt.

Bereits im September 2015 war Umweltministerium Ulrike Scharf in Hohenburg, um sich im Fledermaushaus zu informieren; im Bild zusammen mit dem Fledermaushausbetreuer Rudolf Leitl. Foto: Archiv abp
Bereits im September 2015 war Umweltministerium Ulrike Scharf in Hohenburg, um sich im Fledermaushaus zu informieren; im Bild zusammen mit dem Fledermaushausbetreuer Rudolf Leitl. Foto: Archiv abp

Glanzlicht der Maßnahmen für diese Fledermaus-Art ist das Fledermaushaus, hieß es in der Laudatio. Dieses befindet sich am Marktplatz von Hohenburg und wurde ganz nach den Bedürfnissen dieser Art gestaltet – und so gleichzeitig vor dem Verfall gerettet. Aus einem vorher unansehnlichen historischen Stadel ist ein viel beachtetes Schmuckstück geworden. Das Fledermaushaus hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, da hier jedermann den interessanten Tieren nahe kommen kann.

Zu einem Fledermausquartier gehört aber auch ein intakter Lebensraum. Auch hier wurden in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen ergriffen, um die Arten- und vor allem die Insektenvielfalt zu erhöhen. All dies fruchtet, denn die Anzahl der Fledermäuse nimmt aktuell wieder zu.

Der Macher Rudolf Leitl

  • Auszeichnung

    Der Einsatz für die Große Hufeisennase ist untrennbar mit dem Namen Rudolf Leitl verbunden. Umweltministerin Ulrike Scharf hat ihn im November 2017 für seine Verdienste für den Umwelt- und Naturschutz mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet. Gewürdigt wurde dabei auch, dass er bei Führungen für Kinder und Jugendliche mit seiner spannenden, anschaulichen Wissensvermittlung begeistere.

  • Vielfältiges Engagement

    Rudolf Leitl ist aber nicht nur ein Fledermausspezialist, sondern auch engagiert als Gebietsbetreuer in den FFH-Gebieten „NSG Pegnitzaue“, „Vilsecker Mulde“, „Vils“ und „Lauterachtal“. Viele Jahre war er Biberbetreuer und Naturschutzwächter in der Region Amberg/Amberg-Sulzbach.

Ministerin Scharf zeigte sich beeindruckt von den erfolgreichen Maßnahmen: „Ich gratuliere Ihnen zu der Auszeichnung und zolle Ihnen meinen Respekt!“ Die Auszeichnung nahmen für den Markt Hohenburg Bürgermeister Florian Junkes, Altbürgermeister Gerhard Schärl sowie der zweite Bürgermeister Manfred Braun entgegen.

Die Auszeichnung wurde anlässlich des ersten Bayerischen Natura 2000-Gipfels auf Schloss Nymphenburg bei München vergeben. Künftig können diese Auszeichnung auch weitere Gemeinden erhalten, die sich für die Erhaltung des europäischen Naturerbes in Bayern unter dem Dach von Natura 2000 engagieren. (abp)

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf hat selbst schon das Fledermaushaus in Hohenburg besucht.

Die Fledermäuse boten auch die Inspiration für das Kunstwerk der Hohenburger Kunstwanderstation im Naturpark Hirschwald.

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