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Engagement

Sich im Alter daheim wohlfühlen

Das Seniorenmosaik des Naturparks Hirschwald blickt auf ein aktives Jahr zurück. Die Taschengeldbörse ist noch kein Erfolg.
Von Hans Babl

Beim Helfertag im März haben die Teilnehmer von Irene Schuminetz Übungen zur basalen Stimulanz gelernt. Foto: Hans Babl
Beim Helfertag im März haben die Teilnehmer von Irene Schuminetz Übungen zur basalen Stimulanz gelernt. Foto: Hans Babl

Amberg-Sulzbach.„Beratung, Unterstützung und mehr“ hat sich das Seniorenmosaik Naturpark Hirschwald e. V. auf die Fahnen geschrieben. Es kümmert sich auch mit vielen Aktionen speziell um ältere Mitbürger der Naturpark-Hirschwald-Gemeinden und basiert auf bürgerschaftlich engagierter Nachbarschaftshilfe.

In ihrem Rückblick bei der Mitgliederversammlung des Naturpark Hirschwald e. V. verwies Projektleiterin Barbara Hernes darauf, dass es das Interesse und Ziel der Arbeit für das Seniorenmosaik ist, „möglichst umfassende Hilfe, Unterstützung und Informationen an die Gemeindebürger und ihrer evtl. pflegenden Angehörigen zu geben, damit Senioren möglichst lange in ihrer Umgebung leben können“. Das Motto des Seniorenmosaiks ist: „Daheim im Alter“.

Viele Veranstaltungen

Projektleiterin Barbara Hernes Foto: abl
Projektleiterin Barbara Hernes Foto: abl

Organisiert und durchgeführt wurden viele Informationsveranstaltungen z. B. über Kinaestethics, die Ehrenamtsbörse, basale Stimulation, es gab einen Letzte-Hilfe-Kurs, einen „Advent mit allen Sinnen“, Erste Hilfe für Senioren und pflegende Angehörige sowie den Helfertag in Ensdorf mit rund 100 Teilnehmern.

„Insgesamt haben neun Ehrenamtliche für das Seniorenmosaik an Helferkreisschulungen teilgenommen und können bei Bedürftigen in den Kommunen Stadt Amberg, Kümmersbruck, Ensdorf, Rieden, Schmidmühlen und Kastl des Naturparks Hirschwald tätig werden“, berichtete Barbara Hernes.

Seit Anfang 2018 werden einmal pro Quartal in jeder Gemeinde Beratungssprechstunden abgehalten. Zahlreich wurde auch bei Veranstaltungen und in den Medien über die Arbeit des Seniorenmosaiks Naturpark Hirschwald berichtet und informiert. Zahlreiche Vorträge und Informationen über die Tätigkeit des Seniorenmosaiks gab es auch bei Veranstaltungen verschiedenster Vereine und Institutionen. Die Mitarbeiter haben sich bei verschiedenen Veranstaltungen fortgebildet.

Das Seniorenmosaik

  • Kontakt:

    Das Seniorenmosaik hat sein Büro im Rathaus Kümmersbruck in der Schulstraße 7. Täglich von 8 bis 12 Uhr ist Leiterin Barbara Hernes hier erreichbar. Telefonisch unter (0 96 21) 7 08 43, per E-Mail unter info@seniorenmosaik.de .

  • 16. April:

    Gesprächsrunde in Kümmersbruck mit Demographie-Ausschuss und Vereinen

  • 17. Mai:

    Angehörigenberatung in Amberg: Vortrag zu Sturzprävention in der Aktionswoche „Zuhause daheim“

  • 22. Mai:

    Auch der Vortrag „Vorsicht! Betrüger in Uniform“ in Kastl findet im Rahmen der Aktionswoche „Zuhause daheim“ statt.

  • 10. November:

    Vortrag zur „Generation 50 plus“ in Kümmersbruck (abl)

„Das Angebot ‚Hilfe durch Taschengeldbörse’ ist im Bereich der Naturparkgemeinden sehr ruhig“, so Barbara Hernes. In Ebermannsdorf gibt es eine Vermittlung, in Ensdorf besteht zwar Bedarf, aber dort gibt es keine Helfer. Ebenso in Kastl. In Kümmersbruck gibt es acht Suchende aber nur vier Anbieter. Hernes bedauert, dass sich Jugendliche nicht gerne dauerhaft verpflichten wollen. Einmalige Hilfsaktionen seien besser vermittelbar.

„Alle zwei Wochen bietet auf Anregung des Seniorenmosaiks das Kloster Ensdorf einen gemeinsamen Mittagstisch für Senioren. Es ist geplant, vor dem Mittagessen eine offene Gruppe anzubieten, in dem sich Interessierte treffen können, um sich zu unterhalten oder z. B. gemeinsam Spiele zu spielen oder die Pfarr- und Gemeindebücherei zu besuchen. In Kümmersbruck gibt es einen Fahrdienst für Senioren durch den Werkhof der Diakonie. Einmal pro Woche auch für Ebermannsdorf und Ensdorf“, berichtete Hernes. Austauschtreffen fanden statt, auch in der Region mit anderen Nachbarschaftshilfen. Ein „Helfertag“ in Ensdorf dankte ehrenamtlichen Helfern der Seniorenarbeit. Unterschiedliche Themen und Referenten und gemeinsamer Austausch kamen bei rund 100 Teilnehmern sehr gut an. „Eine Wiederholung ist geplant“, so Hernes.

Nachbarn helfen einander

Das Seniorenmosaik ist ein Projekt, das auf den Grundlagen einer bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfe erfolgt. Es e. V. in interkommunaler Zusammenarbeit die Gemeinden Kümmersbruck, Ebermannsdorf, Ensdorf, Rieden, Schmidmühlen, Hohenburg, Kastl und Ursensollen beteiligt.

Zu den im Bayerischen Naturschutzgesetz verankerten Aufgaben eines Naturparks zählt unter anderem die Regionalentwicklung. Dazu gehört auch die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort, in diesem Fall der Senioren. „Das Seniorenmosaik möchte in Zeiten, die durch den demografischen Wandel geprägt sind, dazu beitragen, ein Miteinander zwischen Generationen zu unterstützen. Ziel ist es, den älteren oder vorübergehend hilflosen Mitmenschen unserer Gemeinden Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags zu geben. Aufgabenschwerpunkte sind daher: Informieren, Beraten, Vermitteln, Schulen, Vernetzen und Koordinieren. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit denn der Seniorenarbeit in den Gemeinden“, erklärt Hernes.

Hernes gab ferner bekannt, dass es ein Logo gibt und die Homepage hier einsehbar ist. Unter der E-Mail-Adresse info@seniorenmosaik.de ist das Seniorenmosaik erreichbar.

MZ-Spezial: Seit 2006 besteht der Naturpark Hirschwald, das „grüne Herz der Oberpfalz“. Viel haben die Menschen hier schon geschaffen und an noch mehr Plänen arbeiten sie.

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