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Verkehr

Neue Brücke in Allersburg eingeweiht

Vom „Loch in der Bruck’“ über eine geplante Furt bis zur Wiedervereinigung: Die Brücke ist mehr als eine Straßenverbindung.
Von Paul Böhm

Ein kleines goldfarbenes Bruckmandl nach Regensburger Modell hatte die Geschäftsführerin der Seuss-Ingenieure aus Amberg zur Einweihung für Bürgermeister Florian Junkes mit dabei.  Foto: Paul Böhm
Ein kleines goldfarbenes Bruckmandl nach Regensburger Modell hatte die Geschäftsführerin der Seuss-Ingenieure aus Amberg zur Einweihung für Bürgermeister Florian Junkes mit dabei. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Ein kleines goldfarbenes Bruckmandl nach dem Regensburger Original hatte die Geschäftsführerin Claudia Scharnagl der Seuss-Ingenieure aus Amberg zur Einweihung der neuen Brücke über den Hausner Bach mitgebracht.

Zur Brückeneinweihung erzählte Bürgermeister Florian Junkes auch von einem Telefongespräch mit Bäckermeister Donatus Lorenz sen. „Es ging da nicht um Backwaren oder Brot“, wie er besorgt anmerkte, sondern um die Brücke im Dorf.

„Da ist ein Loch in unserer Bruck“, meinte er knapp und bündig. „A Kind passt scho durch“. Das hat sich alles am 16. April 2015 so zugetragen, berichtete Bürgermeister Florian Junkes. „Da gab es für uns nur die Lösung, die Brücke sofort zu sperren“. Zur Unterstützung hatte noch Donatus Lorenz sen. eine schwere Eisenplatte auf das Loch in der Brücke gelegt, um Schlimmeres zu verhindern.

„Da begann dann im Marktgemeinderat der Entscheidungsfindungsprozess, was wir mit der Brücke machen wollen. Wir haben von einer Furt durch den Hausner-Bach gesprochen und von einer kleinen Fußgängerbrücke. Wir kamen schließlich zu der Entscheidung, wieder eine Brücke zu bauen, doch wie sie ausschauen sollte, darüber waren wir uns damals noch nicht einig. Es ist eine Kostenfrage gewesen, über die wir dann im Rathaus diskutiert haben. Zuerst waren es 100 000 Euro, dann 140 000 Euro Eigenanteil, über die wir entscheiden mussten“, so Junkes.

Doch der Bau sollte sich hinziehen: „Da fiel uns auch noch die Allersburger Felsensicherung an der Staatsstraße mit etwa 600 000 Euro Kosten förmlich auf die Füße“. So mussten natürlich einige Projekte hinten anstehen, darunter auch diese Brücke über den Hausner-Bach, so Florian Junkes zur Brückenbaugeschichte, „denn unsere Gemeindefinanzen sind ja auch endlich“.

„So hat es letztendlich vier Jahre und einen Monat gedauert, bis wir diese Brücke wieder dem Durchgangsverkehr übergeben konnten. Darüber freuen sich natürlich die Allersburger Bürgerinnen und Bürger, weil damit auch wieder das Dorf geeint ist“, wie Pfarrer Hans-Jürgen Zeitler bei der Segnung der neuen Brücke meinte. „Brücken verbinden die Menschen, sie sorgen auch dafür, dass die Menschen wieder zusammenkommen können ohne Umwege machen zu müssen“, sagte der Seelsorger.

Mit einem kleine Umtrunk im Dorfgemeinschaftshaus feierten die Allersburger zusammen mit den beteiligten Büros das gute Ende der vier Jahre dauernden Allersburger Brückengeschichte.

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