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Hochschule

Neue Studienrichtung an der OTH

Institut für Energieinformatik: Die OTH Amberg-Weiden ist Vorreiter in der Digitalisierung der Energietechnik.
Von Gerd spies

Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch (Mitte) erklärt Staatssekretär Albert Füracker (links) die digitale Steuerung an einem Blockheizkraftwerk, rechts IEI-Geschäftsführer Maximilian Konrad. Foto: Spies
Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch (Mitte) erklärt Staatssekretär Albert Füracker (links) die digitale Steuerung an einem Blockheizkraftwerk, rechts IEI-Geschäftsführer Maximilian Konrad. Foto: Spies

Amberg.„Für unsere Hochschule ist dieser 2. Februar ein ganz besonderer Tag“, freute sich Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden. Mit der Überreichung der offiziellen Urkunde ist jetzt die Fachhochschule um eine Studienrichtung gewachsen. Ab dem kommenden Wintersemester werden am neuen „Institut für Energieinformatik (IEI)“ Nachwuchskräfte des Ingenieurwesens und der Informatik ausgebildet.

Mit Albert Füracker, dem Staatssekretär im Bayerischen Finanzministerium, war neben zahlreichen Vertretern der Kommunen und der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft sogar hoher Besuch aus München bei der feierlichen Überreichung der Urkunde anwesend.

Attraktivität der Region steigern

„Das neue Institut bündelt die Kräfte, die wir bereits im Bereich der Energietechnik haben“, betonte die OTH-Präsidentin. Als „Think Tank“ würde es die regionale Attraktivität durch die Digitalisierung der Energiewirtschaft steigern. Der Staatsminister gratulierte der OTH zu dieser Vorreiterrolle in Bereich der Energiewirtschaft. „Als Oberpfälzer habe ich großes Interesse daran, dass wir in Amberg was voranbringen“, erklärte Füracker. Die Studentenzahlen würden dadurch stetig ansteigen, viele Absolventen könnten in der Region bleiben.

„Als Oberpfälzer habe ich großes Interesse daran, dass wir in Amberg was voranbringen.“

Albert Füracker

Energiewende 4.0 heißt die neue Form der Energiewirtschaft, bei der die beiden Felder Energietechnik und Informatik zusammengeführt werden. „Durch die Digitalisierung in der Energiewirtschaft ergeben sich ganz neue Chancen“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch, der wissenschaftliche Leiter des IEI an der OTH. Brautsch, von Staatssekretär Albert Füracker als der „Papst“ in Sachen Kraft-Wärmekopplung bezeichnet, habe die Hochschule zu einem führenden Zentrum für Energieeffizienz entwickelt, das inzwischen mehr als 40 Kommunen mit ihren Stadtwerken in Bayern in diesem Bereich wissenschaftlich begleite. Bei einer Bewerbung zu einer Ausschreibung im Berchtesgadener Land hätten die Wissenschaftler der Amberger OTH feststellen müssen, dass die beiden Felder Energietechnik und Informatik nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden dürften und sich durch die Zusammenführung beider Bereiche ein großer Mehrwert ergebe.

Doppelte Kompetenz vereint

Ludwig von Stern, der Kanzler der OTH Amberg-Weiden (Vierter von links), überreicht die Urkunde. Auf dem Bild von links: Georg Funk (Wirtschaftsministerium), Tobias Eder (Geschäftsführer IEI), Maximilian Conrad (Geschäftsführer IEI), Ludwig von Stern (Kanzler OTH Amberg-Weiden), Albert Füracker (Staatssekretär Finanzministerum), Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch (OTH), Prof. Dr. Andrea Klug (Präsidentin OTH Amberg-Weiden). Foto: Spies
Ludwig von Stern, der Kanzler der OTH Amberg-Weiden (Vierter von links), überreicht die Urkunde. Auf dem Bild von links: Georg Funk (Wirtschaftsministerium), Tobias Eder (Geschäftsführer IEI), Maximilian Conrad (Geschäftsführer IEI), Ludwig von Stern (Kanzler OTH Amberg-Weiden), Albert Füracker (Staatssekretär Finanzministerum), Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch (OTH), Prof. Dr. Andrea Klug (Präsidentin OTH Amberg-Weiden). Foto: Spies

Das neue „Institut für Energieinformatik GmbH“ führt die Kompetenzen zweier Gründungspartner zusammen, dem Amberger Institut für Energietechnik an der OTH und der ENIANO GmbH an der TU München. Zu den Geschäftsführern des Instituts wurden Dipl.-Ing. (FH) Maximilian Conrad und Dipl.-Ing. Tobias Eder ernannt. Maximilian Conrad studierte an der OTH Amberg-Weiden, Tobias Eder ist Gründer der ENIANO GmbH an der TU München.

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny zeigte sich „stolz, dass wir mit dem neuen Institut einen weiteren Meilenstein an der Amberger Hochschule haben“. Die Digitalisierung sei für die dezentralen Energieversorger ein „Mega-Thema“, da diese sonst gegenüber den großen Energie-Unternehmen benachteiligt seien. Staatssekretär Albert Füracker erhofft sich sogar „durch Synergie-Effekte einen neuen Schwung für die Energiewende“, ausgehend vom neuen „Institut für Energieinformatik“.

Die beiden Geschäftsführer

  • Dipl.-Ing. (FH) Maximilian Conrad

    Der Amberger hat an der OTH Amberg-Weiden studiert, er ist seit 2010 am IEI beschäftigt. Für ihn wird das Zusammenspiel zwischen Energietechnik und Informatik immer wichtiger – Stichwort „Smart Home“.

  • Dipl.-Ing. Tobias Eder

    Der Münchener ist stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe für „Energy Efficient and Smart Cities“ an der TU München und Gründer der ENIANO. Er sieht die IT-Sicherheit in der Energiewirtschaft als wichtige Aufgabe. (age)

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