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Verkehr

Neues Parkhaus in Amberg ist eingeweiht

Aufatmen rund um das Dienstleistungszentrum Marienstraße: Das Parkhaus an der Regensburger Straße ist eröffnet.
Von Gerd Spies

Oberbürgermeister Michael Cerny (3. von li.) eröffnete das neue Parkhaus. Mit dabei waren Stephan Pieper (li.) und Dr. Bernhard Mitko. Foto: Gerd Spies
Oberbürgermeister Michael Cerny (3. von li.) eröffnete das neue Parkhaus. Mit dabei waren Stephan Pieper (li.) und Dr. Bernhard Mitko. Foto: Gerd Spies

Amberg.Endlich! Zwar brauchte man nur ein Jahr Bauzeit und insgesamt dreieinhalb Jahren von der ersten Planung bis zur Fertigstellung. Doch die Klinikum-Besucher, Kunden und Patienten der Geschäfte und Praxen an der Marienstraße warteten schon sehnsüchtig auf diesen Tag. Das neue Parkhaus ist eröffnet. Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny fuhr als Erster mit einem Oldie durch die Schranke.

Fast so alt wie das Fahrzeug sind die Pläne, wie dieses Areal des ehemaligen Fabrikgeländes der Amberger Unternehmer-Familie Baumann einmal genutzt werden könnte. Knapp 30 Jahre ist es her, seit die Stadt den Beschluss gefasst hat, hier in der Marienstraße ein Dienstleistungszentrum entstehen zu lassen. Inzwischen wurden die Erwartungen mehr als übertroffen worden. Sogar von weit außerhalb kommen laut Cerny Patienten, um die ärztliche Versorgung zu nutzen. Dabei hatte die Stadt bei der Planung des Areals große Herausforderungen zu meistern. Zum einen existierten auf dem ehemaligen Fabrikgelände im Boden Altlasten, die es zu beseitigen galt. Zum anderen stieg der Parkdruck durch die immense Entwicklung des Klinikums und die Parkraumnot in der Altstadt enorm.

Problem noch nicht gelöst

Die Lisenen-Fassade des Parkhauses. Foto: Gerd Spies
Die Lisenen-Fassade des Parkhauses. Foto: Gerd Spies

Besonders das Klinikum St. Marien stöhnte in der Vergangenheit sehr über die extreme Parkplatznot. Für Manfred Wendl, Vorstand des Amberger Klinikums, entwickelte sich dieses Problem sogar zu einem Standortnachteil für sein Unternehmen. Mit dem neuen Parkdeck ist aber aus seiner Sicht das Parkproblem hier noch nicht gelöst. „Die 650 Parkausweise für unser Klinikum sind bereits vergriffen“, vermeldete Wendl. Der Klinikum-Chef sprach sich daher für eine mögliche Erweiterung des Parkdecks aus.

Stephan Pieper, Geschäftsführer der Goldbeck Parking Services GmbH, bedankte sich bei den Vertretern der Stadt für die reibungslose Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren. Dieses Parkdeck sei nicht nur für Amberg, sondern auch für sein Unternehmen ein „Leuchtturmprojekt“. Das große Interesse der Amberger Bürger lasse sich schon daran erkennen, dass für die optische Gestaltung der Lisenen-Fassade über hundert Vorschläge eingegangen sind. Mit einer Stadtansicht des Architekten Pablo de la Riestra sind ja die einzelnen Lisenen bedruckt und so zu einem Blickfang geworden. Allerdings nur in Richtung stadtauswärts in der Regensburger Straße.

Neue Parksituation

  • Änderung:

    Mit Inbetriebnahme des Parkhauses ergeben sich auch Änderungen bei den Parkplätzen des Klinikums St. Marien. Der untere Parkplatz in der Marienstraße ist ab sofort nur noch für Mitarbeiter und nicht mehr für die Öffentlichkeit nutzbar, teilt das Klinikum mit.

  • Besucher:

    Für Besucher und Patienten stehen künftig ausschließlich der obere Parkplatz am Mariahilfbergweg sowie das neue Goldbeck-Parkhaus zur Verfügung.

Die beiden Pfarrer Thomas Helm und Joachim von Kölichen spendeten den kirchlichen Segen für das Gebäude. Auch wenn, wie von Kölichen schmunzelnd bemerkte, es schwierig gewesen sei, einen geeigneten Text über Parkhäuser in der Bibel zu finden.

Drei Ein- und Ausfahrten

Das neue Parkhaus verfügt über insgesamt drei Ein- und Ausfahrten und kann so sowohl von der Regensburger Straße als auch von der Emailfabrikstraße angefahren werden. 860 Stellplätze stehen ab sofort zur Verfügung, davon 776 Stellplätze im Parkhaus auf neun Ebenen. Dazu gesellen sich 86 Außenstellplätze und 20 Fahrradabstellplätze. Durch Kennzeichenerkennung mit Hilfe einer Kamera öffnet sich für Dauerparker die Schranke automatisch. 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr steht nun das Parkhaus für einen Preis von einem Euro die erste Stunde und 0,60 Euro für jede weitere Stunde zur Verfügung. Das Tagesticket kostet fünf Euro. Für die Anwohner der Marienstraße und Klinikums-Besucher dürfte damit eine neue Zeitrechnung beginnen.

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