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Patenbitten der Wehr erhört

In der Richthammerhalle musste die Ensdorfer Wehr einige Aufgaben meistern. Danach wurde noch gemeinsam gefeiert.
Von Hubert Söllner

Der Ensdorfer Feuerwehr-Vorsitzende Richard Reiser (li.) und Kommandant Martin Reiser kamen beim Durchsägen eines dicken Baumstamms mit einer alten Zweimann-Handsäge gewaltig ins Schwitzen. Foto: Hubert Söllner
Der Ensdorfer Feuerwehr-Vorsitzende Richard Reiser (li.) und Kommandant Martin Reiser kamen beim Durchsägen eines dicken Baumstamms mit einer alten Zweimann-Handsäge gewaltig ins Schwitzen. Foto: Hubert Söllner

Ensdorf.Großer Bahnhof am Samstagabend bei der Gaststätte Zur Dorfschmiede, als die Ensdorfer Feuerwehr zum Patenbitten kam und von der Thanheimer Wehr empfangen wurde. Der gemeinsame Marsch der beiden Wehren mit ihren Fahnenabordnungen führte zur Richthammerhalle, wo sie von der Blaskapelle Ensdorf unter Leitung von Hubert Haller mit dem „Musikantengruß“ empfangen wurden.

Thanheims Feuerwehrvorsitzender Marcus Färber reimte: „Grüß Gott ihr Ensdorfer Feierwehrleit. Wos kimma fir euch tou, dass ihr nach Thanheim kumma seids heit? Wos habt’s für a Bitt, mir san scho ganz Ohr, mir san bereit, etz tragt’s es nur vor“. Den Ensdorfern half es jedoch nicht, dass ihr Vorsitzender Richard Reiser erinnerte „Sechs Joar is etz scho her, do warn mir der Patenverein von eirer Wehr. Beim 125-jährigen, mir wern’s net vergessen, san mir bei eich in Thanheim g’sessen“. Und obwohl Ensdorfs Kommandant Martin Reiser versprach „a Naabecker Bier, und zwar a ganzes Fass“, und die Ensdorfer Festdamen Jasmin Kotzbauer, Laura Braun und Lena Wein in den Chor mit einstimmten – „Kummts als Paten und seids unsre Gäst bei unserem Ensdorfer Jubelfest“ – kamen sie nicht ganz ungeschoren davon.

Prüfung an der Handsäge

Nicht Holzscheitlknien sondern einen dicken Baumstamm mit einer alten Zweimann-Handsäge – „und zwar nach Augenmaß möglichst genau in der Mitte“ – ohne Meterstab oder andere Hilfsmittel durchzusägen, war die Aufgabe für den Vorsitzenden Richard Reiser und den Kommandanten Martin Reiser. Da half kein Jammern, und auch nicht die Unterstützung durch Ensdorfs Feuerwehrdamen, welche den Stamm festhielten – die beiden Reiser kamen dabei gewaltig ins Schwitzen.

Kaum kam Ensdorf Feuerwehrvorsitzender nach einer frischen Halbe das Programm des vom 20. bis 24. Mai im kommenden Jahr stattfindenden 150-jährigen Gründungsfest vorzustellen, als auch schon die nächste Aufgabe wartete. Mit einer transportablen Bierbar rückten die Thanheimer an, tränkten durch vorsichtiges Ankippen Ensdorfs Vorsitzenden und Kommandanten, verstärkt durch deren Feuerwehrkameraden Lukas Scharl und Matthias Dollacker mit je einem Seidl Naabecker. Durch Müllsäcke waren deren Uniformen geschützt – und das war gut so.

Starke Lungen gefragt

Dann waren die Ensdorfer Festdamen an der Reihe: Durch dünne Schläuche „eine Maß Bier auszuzuzeln“ war vorgegeben und bravourös lösten die vier die herausfordernde Aufgabe. Starke Lungen waren im Anschluss von den Ensdorfer Feuerwehrkameraden gefordert. Durch Strahlrohre mussten Korbinian Reindl, Paul Göldner und Wolfgang Reiser einen großen Luftballon aufblasen. „Und zwar so lange, bis der Luftballon, den Andrea Reiser hält, platzen wird. Wir haben es heute Nachmittag geübt, es geht“, forderte Thanheims Vorsitzender Marcus Färber die Gäste auf. Die Ensdorfer strengten sich sichtlich an, vorsichtige Feuerwehrmänner schützten mit Fingern die Trommelfelle in ihren Ohren, und der Ballon platzte schließlich. Dann ging es ans Feiern.

Jubiläum 2020

  • Patenbitten

    : Nach dem erfolgreichen Bitten spielte die Blaskapelle auf. Auch für Bier und Leberkässemmeln hatten die Ensdorfer gesorgt. Dann saßen beide Wehren in der rappelvollen Richthammerhalle noch lange zusammen.

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