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Beruf

Schüler leiten eine Station im Klinikum

Im Klinikum in Amberg lernen die Schüler den Arbeitsalltag der Pflegekräfte bei einem Projekt für 13 Tage hautnah kennen.

Das Klinikum St. Marien nimmt am Projekt „Schüler leiten eine Station“ teil. Foto: Uschold
Das Klinikum St. Marien nimmt am Projekt „Schüler leiten eine Station“ teil. Foto: Uschold

Amberg.Zum neunten Mal beteiligt sich das Klinikum St. Marien Amberg am Projekt „Schüler leiten eine Station“ der Berufsfachschulen für Kranken- und Kinderkrankenpflege. Auf einer Kinder- und einer Unfallchirurgischen Station haben die Schülerinnen und Schüler für insgesamt 13 Tage das Zepter in der Hand. Zwar sind die examinierten Pflegekräfte im Hintergrund, doch die Verantwortung liegt in der Hand der künftigen Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen.

„Wir erleben den ganz normalen Stationsalltag und sind für alle Bereiche eingeteilt. Wir sind bei der Visite dabei und arbeiten dann diese aus, wir koordinieren bereits ab der Aufnahme der Patienten, wir waschen, wir füttern Kinder, gehen immer wieder Runden und checken die Vitalwerte. Und das alles in drei Schichten“, berichtet Kathrin von ihren Erfahrungen auf der B9, der Kinderstation.

„Hier kann ich wirklich Erfahrungen sammeln für meinen Beruf.“

Magdalena, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Und nach ein paar Tagen Stationsleitung weiß Franziska, dass sie definitiv die richtige Berufswahl getroffen hat. „Klar ist es erst mal anstrengend, aber wenn ich sehe, wie die Kinder wieder zu Kräften kommen und ich mit einem strahlenden Lächeln belohnt werde, ist der Stress schnell vergessen.“

Ein paar Stockwerke weiter oben auf der E3 der Unfallchirurgie zieht Magdalena gerade ein neues Medikament auf. Sie lernt in diesen Tagen sehr viel über ihre baldige Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin. „Das Projekt finde ich richtig toll, hier kann ich wirklich Erfahrungen sammeln für meinen Beruf, habe aber immer noch einen Ansprechpartner im Hintergrund. Hoffentlich wird das Projekt beibehalten“, so Magdalena.

Vorstellung vom künftigen Berufsalltag

„Das Projekt dient zum einen dazu, dass die Schülerinnen und Schüler eine Vorstellung von ihrem künftigen Berufsalltag bekommen und zum anderen ist es auch schon eine Vorbereitung aufs Examen“, erzählen die beiden Klassenleiterinnen.

Einmal am Tag kommen die Lehrer der Berufsfachschulen bei den Schülerinnen und Schülern vorbei, geben Tipps, Hilfestellungen und auch Mut. Am Ende des Projektes gibt es noch einen Reflexionstag, an dem alle Erfahrungen untereinander ausgetauscht werden. Und Ende September sind die 41 Auszubildenden keine Auszubildenden mehr, und das Arbeiten auf einer Station wird zum ganz normalen Alltag für sie.

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